2021 GNP AKKREDITIERTE FORTBILDUNG:Persönlichkeitsstörungen in der Neurorehabilitation erkennen und verstehen

Inhalte

Alle Menschen, die eine Hirnschädigung erleiden, haben auch eine prämorbide Persönlichkeit und „bringen diese mit", wenn sie zur neurologischen Rehabilitation kommen. Spezifische prämorbide Persönlichkeitsstrukturen haben großen Einfluss auf die Beziehungsgestaltung zum Klinikpersonal und auf die Krankheitsverarbeitung. Auch wird durch bestimmte Persönlichkeitszüge eine valide Diagnostik des kognitiven Leistungsniveaus (bedeutsam beispielsweise auch für die sozialmedizinische Leistungsbeurteilung) deutlich erschwert. Persönlichkeits- oder Interaktionsstörungen stellen daher Neuropsychologen und Ärzte vor besondere Herausforderungen. Häufig gelten solche Klienten/Patienten als schwierig und eher unangenehm. Zudem werden sie in der Diagnostik und Therapie häufig übersehen oder es werden interaktionelle Probleme übergangen. Dabei liegt vielen psychischen Störungen zumindest eine starke klinische Persönlichkeitsakzentuierung oder eine Persönlichkeitsstörung zu Grunde. Das Seminar soll einen Einblick in die Entstehung und Aufrechterhaltung von Persönlichkeits-Störungen geben und Heuristiken zum besseren Verständnis von Interaktionsschwierigkeiten vermitteln. Dabei wird sich in erster Linie auf das Modell der doppelten Handlungsregulation (Sachse, 1999) bezogen. Anhand von Musik- oder Videomaterial sollen die Konzepte lebendig verdeutlicht werden. Gleichzeitig soll motivationspsychologisches Hintergrundwissen vermittelt werden, aus dem auch praktische Empfehlungen zum therapeutischen Umgang mit persönlichkeitsgestörten Patienten abgeleitet werden können; diese sollen in Übungen von den Teilnehmern angewendet werden und Möglichkeiten von Behandlungen solcher Störungen theoretisch skizziert werden. Aus inhaltlichen und organisatorischen Gründen kann die Borderline- Persönlichkeitsstörung im Seminar nicht thematisiert werden. Literatur •Grawe, K. (2004). Neuropsychotherapie. Göttingen: Hogrefe. •Sachse, R., Breil. J. & Fasbender, J. (2009). Beziehungsmotive und Schemata: Eine Heuristik. In R. Sachse, J. Fasbender, J. Breil & O. Püschel: Grundlagen und Konzepte Klärungsorientierter Psychotherapie (pp. 66-88). Göttingen: Hogrefe. •Sachse, R., Sachse, M., Fasbender, J. (2011). Klärungsorientierte Psychotherapie von Persönlichkeitsstörungen. Göttingen: Hogrefe.

Zielgruppe

Psychologen, Neuropsychologen

Kursleitung

Dipl.-Psych. Sebastian Hermes

Kosten

280 EUR

Kurseinheiten

16,00 UE á 45 min Anerkannte Fortbildung der GNP und der Psychotherapeutenkammer Hamburg Curriculum der GNP vom 01.08.2007: 16 Stunden zu Punkt 07 Allgemeine Neuropsychologie: Psychopathologie für Neuropsychologen Curriculum der GNP vom 01.12.2017: 16 Stunden zu Allgemeine NPS: Theorie der Persönlichkeit, des Krankheitsverständnisses und der Behandlungstechniken in der Psychotherapie neuropsychologischer Störungen

Termine

15.01.2021 13:00 - 20:00
16.01.2021 09:00 - 16:30 Uhr

Veranstaltungsort

Schön Klinik Hamburg Eilbek

max. Teilnehmeranzahl

26


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