Gallensteine

Stiche_und_Verdauungsbeschwerden

Beschwerdefrei durch professionelle Behandlung

Sehr viele Menschen haben Gallensteine, von denen sie meistens nichts merken. Erst wenn Beschwerden und Komplikationen auftreten, spricht man von einer Gallenstein-Erkrankung. Die Betroffenen klagen über Krämpfe, Schmerzen, Stiche oder Verdauungsprobleme. Manchmal kommt es zu einem Gallestau und einer Entzündung der Gallenblase. Bei solchen Komplikationen ist eine Behandlung dringend erforderlich.

In der Schön Klinik sind wir auf die Behandlung von Gallensteinen spezialisiert. Häufig arbeiten dabei Internisten und Chirurgen zusammen. Gemeinsam tun sie alles, um Ihre Beschwerden zu lindern. 

Ursachen & Symptome

Was ist die Galle?

Wenn von „der Galle“ gesprochen wird, kann Unterschiedliches gemeint sein:
  • Gallenflüssigkeit
    Sie wird permanent von der Leber gebildet und enthält unter anderem Gallensäuren mit typisch grüngelben Gallenfarbstoffen und Cholesterin. Benötigt wird sie für die Fettverdauung. 
  • Gallenblase
    Dieses blindsackartige Organ mündet in den Hauptgallengang und speichert Gallenflüssigkeit für Zeiten des vermehrten Bedarfs. Sahne, fetthaltiges Gebratenes und Eigelb zum Beispiel können die Gallenblase reizen

Ursachen: So entstehen Gallensteine

Besonders Frauen besitzen ein erhöhtes Risiko, an Gallensteinen zu erkranken. Es wird vermutet, dass das weibliche Sexualhormon Östrogen die Entstehung von Gallensteinen begünstigt. Weitere Risikofaktoren sind Übergewicht, Alter (40+) sowie familiäre Vorbelastung. Diabetes, Leberzirrhose, Schilddrüsenunterfunktion, Überfunktion der Nebenschilddrüsen und chronisch entzündliche Darmerkrankungen begünstigen ebenfalls die Entstehung von Gallensteinen.

Gallensteine: Symptome, die auftreten können

Die meisten Gallensteine bleiben klinisch unbemerkt. Hier spricht man von asymptomatischen Gallensteinen, die meist zufällig bei einer Routine-Untersuchung mit Ultraschall festgestellt werden. 

Bei einer Gallenkolik hingegen klagen Betroffene über krampfartige, wellenförmige Schmerzen im Oberbauch, die bis in den Rücken oder unter das rechte Schulterblatt ziehen, eventuell in Verbindung mit Erbrechen. Diese Beschwerden können von wenigen Minuten bis zu vielen Stunden anhalten.

Außerdem gibt es entzündliche Erkrankungen der Gallenblase. Dazu gehören: 
  • Akute Entzündung der Gallenblase
    Auftreten von meist dumpfem Dauerschmerz, vom rechten Oberbauch in verschiedene Richtungen ausstrahlend. Fieber kann hinzukommen. Hervorgerufen wird die Situation meist durch einen Stein, der sich am Gallenblasenausgang festsetzt und die Entleerung behindert. Dabei wird durch Überdehnung die Gallenblasenwand schlechter durchblutet, Bakterien können nun auf die Gallenblasenwand einwirken. 
  • Chronische Entzündung der Gallenblase
    In der Regel verursachen auch hier Steine Schübe von Entzündungen mit wiederkehrenden unspezifischen Beschwerden. 
  • Entzündung der Gallenwege
    Hierbei treten Fieberschübe auf in Verbindung mit Zeichen einer Abflussstörung der Galle. Der Rückstau der Galle in die Leber kann Zeichen einer Gelbsucht sein mit Gelbfärbung der Haut, der Lederhaut des Auges und Dunkelfärbung des Urins. Dagegen äußert sich die fehlende Galle im Stuhl durch Entfärbung (zementgrau). Mögliche Ursachen für einen Gallerückstau: Steine im Gallengang, Vernarbung des Schließmuskels, Geschwulstbildung.

Diagnostik

Diagnose: So stellen wir Gallensteine fest

Bei Verdacht auf Gallensteine gibt es verschiedene Diagnose-Möglichkeiten. An erster Stelle steht die Ultraschalluntersuchung. Je nach Art der Beschwerden setzen wir weitere bildgebende Verfahren ein, um Ihrer Erkrankung auf den Grund zu gehen. 

Ultraschall

Zunächst führen wir eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes durch. Mit dieser Methode können wir Gallensteine feststellen, aber auch eine mögliche Erweiterung des Gallenganges messen. Bei akuten Entzündungen lässt sich eine Verdickung der Gallenblasenwand ermitteln. Zusätzlich kann per Blutentnahme die Erhebung spezieller Leber- und Entzündungswerte Aufschluss geben und weitere Untersuchungsschritte nach sich ziehen. In manchen Fällen kann eine Computertomografie zur Erweiterung der Untersuchung sinnvoll sein.

Magnetresonanztomografie

Bei Zeichen eines Gallengangsverschlusses kann im nächsten Schritt die Magnetresonanztomografie eingesetzt werden. Mit ihr kann die Ursache weiter eingegrenzt werden, insbesondere lassen sich sowohl Steine als auch Tumorbildungen nachweisen. 

Endoskopische Retrograde Cholangiographie (ERC)

Alternativ kann hier auch die sogenannte Endoskopische Retrograde Cholangiographie (ERC) als endoskopische Untersuchungsmethode verwendet werden. Dabei werden die Gallenwege durch Magen und den Zwölffingerdarm aufgesucht (retrograd) und mit Kontrastmittel dargestellt (Cholangiographie). Während dieser Untersuchung kann zugleich direkt behandelt werden, denn man kann die Einmündung des Gallenganges in den Zwölffingerdarm erweitern (Papillotomie), Steine fassen und herausziehen oder ein Ablaufröhrchen (Stent) einsetzen. 

Endoskopischer Ultraschall

Bei unklaren Galleabfluss-Störungen setzen wir den endoskopischen Ultraschall ein: Wie bei einer Magenspiegelung wird hier ein Spezial-Endoskop bis in den Zwölffingerdarm geführt. Dort kann dann mit Ultraschall das benachbarte Gewebe beurteilt werden. Im speziellen Fall kann der Untersucher ultraschallgesteuert Zellen entnehmen, um sie mikroskopisch zu beurteilen. Besonders geeignet ist das Untersuchungsverfahren, wenn die Beschwerden von der Bauchspeicheldrüse herrühren.

Ergänzende Diagnostik

Beschwerden im Oberbauch können auch andere Ursachen haben. So kann ein Geschwür im Magen oder Zwölffingerdarm ähnliche Beschwerden verursachen wie ein Gallenstein-Leiden. In diesen Fällen ist eine zusätzliche Magenspiegelung sinnvoll, insbesondere, wenn die Gallensteine nicht eindeutig sind.