Diabetischer Fuß

Durchblutungsstörungen-im-Fuß | ©

Wir schenken Ihren Füßen besondere Beachtung

Trockene und rissige Füße? Für Diabetiker kann das zum Problem werden. Bei Diabetes gerät nicht nur Ihr Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht, auch die Durchblutung kann gestört sein. Das macht Ihre Haut anfälliger für Verletzungen. Da die Wundheilung verzögert ist, kommt es leicht zu Infektionen. Man spricht vom Diabetischen Fußsyndrom, kurz: dem diabetischen Fuß. Wenn Sie an einer Durchblutungsstörung leiden, sollten Sie Ihre Füße täglich kontrollieren. Einmal im Jahr sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Unsere Fußspezialisten in der Schön Klinik haben langjährige Erfahrung bei der Behandlung des diabetischen Fußes. Dank unseres großen Spektrums an Behandlungsmöglichkeiten können wir Ihnen genau die richtige Therapie anbieten.

Ursachen & Symptome

Was ist ein diabetischer Fuß?

Störungen des Nervensystems und der Durchblutung können bei Diabetikern schwerwiegende Schäden am Fuß hervorrufen. Durch ein gestörtes Gefühlsempfinden und das vermehrte Auftreten von offenen, schlecht heilenden Wunden kann es zu Infektionen bis hin zum Zusammenbrechen von Knochen kommen. Je eher Veränderungen an Ihren Füßen erkannt werden, desto besser sind die Chancen für einen Erhalt Ihres Fußes.

Ursachen: Wie entsteht ein diabetischer Fuß?

Bei Diabetes kommt es zu Störungen der großen und kleinen Blutgefäße. Sind die kleinen Blutgefäße verstopft, können sie Ihre Zellen nicht mehr versorgen. Dadurch wird Ihr Gewebe weniger durchblutet und die Sauerstoffversorgung ist vermindert. Das hat zur Folge, dass schon kleinste Wunden nur sehr langsam heilen.

Auch ein Nervenleiden (Diabetische Polyneuropathie) kann zu einem diabetischen Fuß führen. Meist beginnt es mit einer Verminderung Ihrer Empfindung, die Sie selbst gar nicht bemerken. Daneben wird die Muskelfunktion beeinträchtigt – Fehlstellungen wie Krallen- bzw. Hammerzehen und Hallux valgus entstehen. Diese üben einen hohen Knochendruck auf die darüber liegende Haut aus. An den Druckstellen können dann Wunden entstehen, die nicht schmerzen, aber nur sehr langsam heilen. Diese sind der ideale Nährboden für Bakterien: Ein offener Fuß kann daher schwere Infektionen auslösen. Nun ist es ganz entscheidend, dass Sie Ihren Fuß rechtzeitig behandeln lassen, damit die Infektion nicht fortschreitet und auf Muskeln und Gelenke übergreift.

Aufgrund von Störungen im Knochenstoffwechsel kann es auch zu einer Schwächung im Knochen kommen. Man spricht hier von einer diabetischen Neuroarthropathie oder einer Charcot-Arthropathie. Dabei stirbt das Knochengewebe teilweise ab und der Fuß kann völlig zusammenbrechen. Da dies aufgrund des gestörten Gefühlsempfindens keine Schmerzen bereitet, ist die Erkrankung nicht immer leicht zu erkennen.

Symptome: Anzeichen, bei denen Sie wachsam sein sollten

Wenn Sie ein vermindertes Gefühlsempfinden an Ihrem Fuß feststellen oder bemerken, dass selbst kleine Wunden nur schlecht heilen, deutet das auf einen diabetischen Fuß hin. Manchmal kann es zu einem Formverlust des Fußes oder zu hervorstehenden Knochenkanten kommen. Auch bei einem überwärmten Fuß, einem offenen Fuß oder einem heißen bzw. geschwollenen Fuß ohne Schmerzen sollten Sie nicht zögern, einen Spezialisten aufzusuchen.

Eine Infektion erkennen Sie an einer Rötung in der Umgebung der Wunde. Diese Entzündung kann sich auf den Knochen bzw. das Gelenk oder in den Weichteilen ausbreiten.

Diagnostik

Röntgenaufnahmen eines Fußes | ©

Diagnose: Nervenstörungen und chronische Wunden als Warnzeichen

Als Diabetiker sollten Sie darüber informiert sein, ob Sie an einer Nervenstörung (Diabetische Polyneuropathie) leiden. Die Untersuchungen dazu nimmt ein Diabetologe, Neurologe oder Ihr Hausarzt vor.

Fehlstellungen, Druckstellen und chronische Wunden nehmen unsere Spezialisten in der Schön Klinik genau unter die Lupe. Bei einer körperlichen Untersuchung überprüfen wir sorgfältig, ob sich die Fehlstellungen durch Fingerdruck ausgleichen lassen oder nicht. Ausgekugelte Gelenke mit Verschiebung von Knochenkanten in Richtung Haut lassen sich meist auch gut ertasten.

Auf dem Röntgenbild sehen wir uns schließlich Ihr Fußskelett detailliert an. Hier zeigt sich, ob bzw. inwieweit Knochen und Gelenke zerstört sind. Ist der Knochen bereits abgestorben oder bestehen ausgeprägte Flüssigkeitseinlagerungen, wird eine Kernspintomografie nötig.