Lungenentzündung (Pneumonie)

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Die Erkrankung stoppen

Die Lungenentzündung ist eine gefährliche Infektionskrankheit. Besonders gefährdet sind Säuglinge und Kleinkinder sowie ältere Menschen oder Menschen mit chronischen Erkrankungen.

Unsere erfahrenen Ärzte in der Schön Klinik sind auf die Behandlung von Lungenentzündungen spezialisiert. Eine gezielte Therapie hilft, die Erreger zu bekämpfen und die Symptome zu lindern. 

Ursachen & Symptome

Was ist eine Lungenentzündung?

Die Lungenentzündung (Pneumonie) ist eine entzündliche Erkrankung der Lungenbläschen und des Lungengewebes. Meist wird sie durch eine Infektion ausgelöst. In der Regel hat sie einen akuten Beginn und heilt vollständig aus; sie kann jedoch auch tödlich verlaufen oder einen chronischen Verlauf mit einem bleibenden Gewebe-Umbau und Funktionsverlust der Lunge haben.

Ursachen: So entsteht eine Lungenentzündung

Die häufigste Ursache ist eine Infektion, vor allem durch Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten. Seltener werden Lungenentzündungen durch Fremdkörper oder Eindringen von Mageninhalt in den Bronchien ausgelöst, die versehentlich eingeatmet wurden. Auch Reizgase oder Strahlen (zum Beispiel im Rahmen einer Strahlentherapie) können eine Lungenentzündung auslösen. Herzkreislauferkrankungen, wie eine Stauungs-Pneumonie bei Herzschwäche oder eine Lungenentzündung nach Lungenembolie, kommen ebenfalls als Auslöser in Frage. Meist erfolgt die Infektion als Tröpfcheninfektion. Die Häufigkeit der einzelnen Infektionserreger hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Ambulant erworbene Lungenentzündungen

Es gibt Lungenentzündungen, die zu Hause erworben werden. Diese sind meist bakteriell bedingt. Die häufigsten Erreger sind Pneumokokken. In 25 Prozent der Fälle ist eine Virusinfektion der Auslöser. Das Erregerspektrum ist aber auch vom Alter, von gleichzeitig vorliegenden Erkrankungen, vom Immunstatus des Patienten und von der Wohnsituation (zum Beispiel Pflegeheim) abhängig.

In der Klinik erworbene Lungenentzündungen

Diese treten bei Krankenhauspatienten auf, vor allem wenn diese auf einer Intensivstation liegen und mechanisch beatmet werden. Weiterhin stellt eine Vorbehandlung mit Antibiotika einen Risikofaktor dar. Das Keimspektrum ist hier deutlich anders: Es handelt sich häufiger um Problemkeime, die in vielen Fällen gegen gängig verordnete Antibiotika unempfindlich sind. Weiterhin ist das Erregerspektrum abhängig von der Immunabwehr des Patienten. Bei Patienten mit einer geschwächten Immunabwehr spielen Erreger eine Rolle, die bei einem gesunden Menschen keine Bedeutung haben (zum Beispiel Pilze oder Viren).

Lungenentzündung: Symptome, die auf eine Erkrankung hinweisen

Man unterscheidet zwei Arten von Lungenentzündung:  
  • Bakterielle Lungenentzündung 
    Die klassische bakterielle Pneumonie beginnt meist plötzlich mit Schüttelfrost und hohem Fieber. Die Patienten fühlen sich schwer krank. Weiterhin besteht ein Husten, gegebenenfalls auch mit Auswurf. Die Patienten klagen über Atemnot. Vor allem bei kleineren Kindern tritt das sogenannte „Nasenflügeln“ auf, bei dem sich die Nasenflügel deutlich bei der Atmung mitbewegen. Beim Atmen kann es zu Brustschmerzen kommen, die häufig ausgelöst werden durch einen kleinen Begleiterguss zwischen Lungen- und Rippenfell. Bei einem Sauerstoffmangel kann eine bläuliche Verfärbung von Lippen, Nase, Zehen- oder Fingernägeln sichtbar sein.
  • Atypische Lungenentzündung
    Atypische Pneumonien können durch die Erreger der klassischen Pneumonie ausgelöst werden. Häufiger sind jedoch zum Beispiel Viren oder Mykoplasmen die Ursache. Der Erkrankungsbeginn verläuft meist langsam, eventuell verbunden mit Kopfschmerzen und Muskelschmerzen und nur leichtem Fieber. Die Patienten klagen über einen trockenen Reizhusten, oft mit nur wenig oder fehlendem Auswurf. 

Mögliche Komplikationen bei einer Lungenentzündung

  • Streuung der Erreger
  • Begleiterguss oder Vereiterung zwischen Lungen- und Rippenfell 
  • Chronische Entzündung
  • Atem-Insuffizienz 
  • Lungen-Embolie

Diagnostik

Lungenentzündung-Diagnose: So stellen wir eine Erkrankung fest

Nach einer ausführlichen Befragung (Anamnese) werden Sie von unseren Spezialisten körperlich untersucht. Ganz wichtig dabei ist das Abhören Ihrer Lunge. Im Gegensatz zur atypischen Lungenentzündung hört man bei der klassischen Pneumonie in vielen Fällen Rasselgeräusche bei der Untersuchung mit dem Stethoskop.

Bildgebende Verfahren

Bei Verdacht auf eine Lungenentzündung wird in der Regel ein Röntgenbild oder eine Computertomografie des Brustkorbs angefertigt. Hierdurch kann möglicherweise ein Rückschluss auf die Ursachen und die Ausdehnung der Lungenentzündung gemacht werden. Entzündungsherde kann man im Röntgenbild als sogenannte Verschattungen erkennen: Man sieht hier eine Aufhellung des Lungengewebes. Bei einem unklaren Befund im Röntgenbild kann eine Computertomografie der Lunge zu weiteren Schlussfolgerungen führen.
Auch die Ultraschalluntersuchung kann erste Hinweise geben oder Komplikationen wie einen Erguss aufzeigen.

Laboruntersuchungen

Meist werden auch Entzündungswerte im Blut abgenommen. Hierzu gehört vor allem das Blutbild. Bei der klassischen Lungenentzündung sind die weißen Blutkörperchen erhöht sowie auch das C-reaktive Protein, das einen Entzündungsmarker für akute, meist bakterielle Entzündungen darstellt. Bei der atypischen Lungenentzündung können die weißen Blutkörperchen aber normal oder erniedrigt sein. In einem Drittel der Fälle können wir den Erreger auch aus eitrigem Auswurf oder aus der Spülflüssigkeit, die während einer Bronchoskopie (Spiegelung des Bronchialsystems) gewonnen wird, nachweisen. In einigen Fällen (zum Beispiel bei Pneumokokken oder Legionellen) kann auch ein Antigen-Nachweis aus Urin und Auswurf/bronchialer Spülflüssigkeit erbracht werden.