Hüftimpingement

Wieder mehr Bewegungsspielraum

Schmerzen im Bereich der Hüfte entstehen häufig durch Abnutzung des Hüftgelenks. Bei jungen Erwachsenen liegen die Ursachen manchmal aber auch in einer ungenauen Passform vom Hüftkopf des Oberschenkels und der Hüftpfanne. Sind die Formen von Hüftkopf und -pfanne nicht genau aufeinander abgestimmt, kann der Oberschenkelknochen an den Rand der Pfanne anschlagen („Impingement“ = Anschlag). 

Unsere erfahrenen Ärzte in der Schön Klinik sind auf die Diagnose und Behandlung des Hüftimpingements spezialisiert. Wird die Ursache der Schmerzen früh festgestellt, können weitere Schäden vermieden werden. So wird auch einem späteren Gelenkverschleiß in der Hüfte vorgebeugt.
Tiefsitzender_Schmerz_in_der_Huefte

Ursachen & Symptome

Impingement Hüfte: Welche Arten gibt es?

Man unterscheidet zwischen zwei Formen der Hüftgelenksschädigung:
  • Beißzangen- oder Pincer-Impingement:
    Besonders bei Frauen im Alter zwischen 30 und 40 Jahren ist die Pfanne häufig zu tief. Der Oberschenkelkopf selber hat eine normale Form. Im Querschnitt ähnelt das Bild einer Beißzange. Der Hüftknochen hält den Oberschenkel wie die Hebelarme des Werkzeugs fest. Manchmal ist die Pfanne auch nach hinten ausgerichtet anstatt direkt in Richtung des Oberschenkels. Der Schenkelhals schlägt nun an den Rand der Pfanne an. Der Oberschenkel reagiert darauf mit der Produktion von zusätzlichem Knochenmaterial und wird an der Anschlagstelle noch dicker. Das verschlimmert die Situation. Die elastische Lippe der Hüftpfanne verschwindet immer mehr, bis schließlich nur mehr der harte Knochen übrig bleibt. Wenn die schützende Knorpelschicht immer mehr abnimmt, wird die Pfanne noch tiefer. Am Ende schmerzen dann schon die kleinsten Bewegungen.
  • Nockenwellen- oder CAM-Impingement:
    Junge Menschen leiden häufig an dieser Form des Hüftimpingements. Hier ist der Oberschenkel der Verursacher. Durch eine knöcherne Verdickung bzw. einen sogenannten „Bump“ im Bereich des Oberschenkelhalses wird der Kopf des Oberschenkels bei jeder Bewegung in die Pfanne gepresst. Die Scherkräfte bei Sportarten wie Eishockey oder Fußball reißen dann den Knorpel in der Hüftpfanne ab. Der verbreiterte Hüftkopf schädigt aber auch in vielen Fällen die Pfannenrandlippe. Wenn schließlich nur mehr Knochen auf Knochen reibt, verschleißt das Gelenk und es kommt zur Arthrose. Durch die hohen Kräfte baut sich der Knorpel schneller ab als beim Pincer-Impingement.

Bei den meisten Patienten sieht der Arzt eine Zwischenform zwischen CAM- und Pincer-Impingement.

Ursachen: Auslöser für ein Hüftimpingement

Anlagestörungen können Auslöser eines Hüftimpingements sein. Leistungssport erhöht das Erkrankungsrisiko. Auch Entwicklungsstörungen und Verletzungen führen zuweilen zu Missbildungen im Hüftgelenk. 

Symptome: Diese Beschwerden treten bei Hüftimpingement auf

Den Anfang macht oft ein tiefsitzender Schmerz in der Leiste, der zum Beispiel beim Sport oder nach langen Autofahrten auftritt. Der Patient kann oftmals den Oberschenkel nicht mehr vollständig beugen. Insgesamt kann die Beweglichkeit der Hüfte eingeschränkt sein. Auch langes Sitzen, zum Beispiel am Arbeitsplatz, sorgt häufig für Stiche in der Hüftgegend.

Diagnostik

Diagnose: So stellen wir ein Hüftimpingement fest

Zunächst befragen wir Sie bei einem ausführlichen Gespräch zu Ihren individuellen Schmerzen. Anschließend folgt eine umfassende körperliche Untersuchung. Hinzu kommen bildgebende Verfahren, wie Röntgen und Magnetresonanztomografie.

Die Magnetresonanztomografie zeigt den Abrieb des Knorpels

Mittels Magnetresonanztomografie können die Schäden am Knorpel und der Pfannenlippe besser erkannt werden.
Manchmal kommt es zu Beschwerden, die nicht direkt mit dem Gelenk zusammenhängen. Um diesen auf die Spur zu kommen, können wir Schmerzmittel, die die entsprechenden Nervenendigungen blockieren, direkt in das Gelenk einbringen.