Panikstörung
Wir helfen Ihnen, Ihre Panikattacken zu überwindenSeit vielen Jahren beschäftigt sich unser spezialisiertes ärztliches, therapeutisches und co‑therapeutisches Personal erfolgreich mit der Behandlung verschiedener Angsterkrankungen. Behutsam helfen unsere Fachleute auch Ihnen, sich Ihren Ängsten zu stellen und die Panikattacken zu bewältigen, damit Sie wieder aktiv am Leben teilnehmen können.
Fachlich geprüft von Prof. Dr. Ulrich Voderholzer
Angstzustände – Panikattacken – Panikstörungen?
Während der Attacken tritt plötzlich und unvorhersehbar ein starkes Angstgefühl auf. Es ist nicht auf eine spezifische Situation oder einen spezifischen Umstand beschränkt und erscheint den Betroffenen unerklärlich. Die Angstanfälle gehen mit unangenehmen körperlichen Veränderungen einher, die wiederum als bedrohlich oder gefährlich interpretiert werden – ein Teufelskreis entsteht. Treten Panikattacken wiederholt über einen gewissen Zeitraum auf, dann spricht man von einer Panikstörung.

Panikattacke – Ursachen: So entsteht eine Panikstörung
Heute wird davon ausgegangen, dass manche Menschen eine erhöhte Angstbereitschaft aufweisen und durch belastende Kindheitserfahrungen, Erziehungsstile (z. B. überbehütend), ungünstige Lernerfahrungen oder stressige Lebensereignisse das Risiko für die Entwicklung einer Angststörung weiter steigt. Häufig beginnt eine Panikstörung zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr. Generell können Panikstörungen aber in jeder Lebensphase auftreten – von Kindheit und Jugend an bis ins hohe Alter.
Symptome: Häufige Anzeichen einer Panikstörung
Die Beschwerden während des Angstanfalls lassen vermuten, dass im Körper etwas Gefährliches oder sogar Lebensbedrohliches vorgeht. Die Betroffenen leiden häufig unter der Angst, zu sterben oder die Kontrolle zu verlieren. Diese Ängste werden als besonders belastend erlebt.
Körperliche Symptome während einer Panikattacke
- Herzklopfen – Herzrasen – Herzstolpern
- Beklemmungsgefühle
- Schweißausbruch oder Hitzewallungen
- Zittern oder Beben
- Druck in der Brust
- Schmerzen in der Brust
- Atembeschwerden
- Atemnot oder Erstickungsgefühle
- Kloßgefühl im Hals
- trockener Mund
- Übelkeit
- Schwindel
- Taubheit oder Kribbeln
Psychische Symptome
- Angst, die Kontrolle zu verlieren oder verrückt zu werden
- Angst zu sterben
- Gefühl der Unwirklichkeit (Derealisation)
- Entfremdungsgefühl gegenüber der eigenen Person (Depersonalisation)
- Katastrophendenken, verbunden mit intensiven Angstgefühlen
Agoraphobie als Folge einer Panikstörung
Diagnose: So wird eine Panikstörung diagnostiziert
In den Schön Kliniken nehmen wir uns viel Zeit für den diagnostischen Prozess und erarbeiten gemeinsam mit Ihnen ein individuelles Modell für die Entstehung Ihrer Ängste und Panikattacken. Auch die Erfassung der Vermeidungs- und Sicherheitsstrategien spielt eine wichtige Rolle. Es ist wichtig herauszufinden, welche Faktoren die Attacken auslösen und wodurch die Panikstörung aufrechterhalten wird. Im Anschluss leiten wir gemeinsam mit Ihnen die maßgeblichen Strategien für Ihre Behandlung ab.

Schritt für Schritt die Angst abbauen
Grundsätzlich können bei der Behandlung von Panikstörungen große Therapieerfolge erzielt werden. Hierfür stehen in erster Linie psychotherapeutische Therapieansätze zur Verfügung, allen voran die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) mit Exposition.
In den Schön Kliniken richten sich erfahrene Psychotherapeuten und Ärzte bei Ihrer Behandlung nach den aktuellen, wissenschaftlich fundierten Empfehlungen der Fachgesellschaften und den neuesten Erkenntnissen aus der Angstforschung.
Zu Beginn werden Sie umfassend über Ihr Krankheitsbild und mögliche Hintergründe für die Panikstörung aufgeklärt. Sie erfahren, dass es einen Zusammenhang zwischen Ihrer Angst, der eigenen Wahrnehmung, Katastrophengedanken und den sich verstärkenden körperlichen Symptomen gibt. Wichtig ist auch, vorhandene Vermeidungs- und Kontrollstrategien zu erkennen und abzubauen. Im Rahmen der Expositionsbehandlung motiviert Sie Ihre Therapeutin oder Ihr Therapeut, gemeinsam die gefürchteten Situationen aufzusuchen, um sich Ihren Ängsten zu stellen und so zu lernen, mit den Panikattacken umzugehen. Bei Panikstörungen werden vorwiegend Expositionsübungen in Bezug auf körperliche Symptome (wie z. B. Herzklopfen oder Schwindel) durchgeführt. Damit wollen wir Ihr Körpervertrauen stärken. Liegt eine Agoraphobie mit Panikstörung vor, werden zusätzlich die angstbesetzten Orte geübt. Im weiteren Verlauf werden Sie dabei unterstützt, diese Expositionen auch allein durchzuführen. Durch die Therapie können wir Ihnen helfen, mit Ihren Ängsten umzugehen und Ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen.
Multimodales Behandlungskonzept
Da es nicht nur eine Ursache für Panikstörungen gibt, setzt unser multimodales Behandlungskonzept an verschiedenen Punkten an. Die körperliche Aktivierung im Rahmen von Sport und Bewegung stellt einen wichtigen Baustein in der Behandlung Ihrer Panikstörung dar. Dabei lernen Sie, dass körperliche Veränderungen völlig normal und in den allermeisten Fällen nicht bedrohlich sind. Entspannungstechniken können Ihnen zudem helfen, sich bewusst zu entspannen, denn Stress und Belastungen spielen bei der Entstehung von Panikattacken eine Rolle. Achtsamkeitsbasierte Behandlungselemente können als Ergänzung hilfreich sein. Betroffene erreichen dadurch langfristig einen besseren Umgang mit belastenden Gedanken und Gefühlen. Sollten weitere psychische Beschwerden (u. a. häufig Depressionen) bei Ihnen vorliegen, werden ergänzende Therapieelemente berücksichtigt.
Ob eine begleitende medikamentöse Behandlung bei Ihnen sinnvoll ist, berät Ihr Behandlungsteam gemeinsam mit Ihnen. Diese Entscheidung hängt unter anderem von der Schwere der Symptomatik und möglichen weiteren psychischen Störungen ab. Grundsätzlich ist der Einsatz von Medikamenten in der Angstbehandlung nur dann sinnvoll, wenn eine kognitive Verhaltenstherapie nicht ausreicht. Nach den Empfehlungen der S3‑Richtlinien soll bei Angststörungen kein Einsatz von Beruhigungsmitteln (Benzodiazepinen) erfolgen.
Wir nehmen uns Zeit für Sie – nutzen Sie unseren Online-Service der Schön Klinik Beratung.
Spezifische Gruppentherapie zur Angstbewältigung
Durch die Therapie lernen Sie wieder, Ihrem Körper zu vertrauen. Die ständige Selbstbeobachtung nimmt ab. Sie konzentrieren sich wieder auf Ihren Alltag und Ihre Umgebung und werden nicht von körperlichen Reaktionen und Panik abgelenkt.
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