Bänderriss im Sprunggelenk

Wir machen Ihren Fuß wieder stabil

Der Bänderriss (Bandruptur) am Sprunggelenk zählt zu den häufigsten Sportverletzungen. Er ereignet sich meist beim Umknicken oder Verdrehen Ihres Fußes. Ein gerissenes Band ist meist schmerzhaft und führt zu einer Schwellung im verletzten Fuß. Ein Auftreten ohne Beschwerden ist dann nicht mehr möglich.

In den Schön Kliniken arbeiten erfahrene Experten, die auf Sportverletzungen spezialisiert sind. Oftmals reicht bei einer Bandruptur schon eine konservative Behandlung ohne OP aus. Sie sind in jedem Fall bei unseren Spezialisten in den bestenHänden. Gemeinsam mit Ihnen finden wir Wege, damit Ihre Verletzung ohne Folgen ausheilt.

Fachlich geprüft von Prof. Dr. Markus Walther

Das Sprunggelenk – so ist es aufgebaut

Es gibt ein oberes und ein unteres Sprunggelenk. Das obere Sprunggelenk liegt zwischen Ihrem Unterschenkel und Ihrem Sprungbein und ermöglicht Ihnen eine Beugung und Streckung des Fußes. Das untere Sprunggelenk liegt zwischen Ihrem Sprungbein und Ihrer Fußwurzel. Es ermöglicht die Kippung Ihres Fußes nach Innen und Außen. Dadurch können Sie ohne Schwierigkeiten auf unebenem Boden gehen.

Die einzelnen Knochenanteile in Ihrem Sprunggelenk werden durch Bänder zusammengehalten. Durch verschiedene Muskeln des Unterschenkels wird das Sprunggelenk stabilisiert, zusammen mit der Bandverbindung zwischen Ihrem Schienbein und Ihrem Wadenbein (dem Syndesmoseband) sowie den Außen- und Innenbändern.

Sportlerin sitzt auf dem Boden und hält sich schmerzhaft das Sprunggelenk nach Verletzung

Ursachen: Wie entsteht ein Bänderriss am Sprunggelenk?

In 85 Prozent der Fälle entsteht ein Bänderriss im Sprunggelenk durch ein Umknicken beim Auftreten. Auch äußere Krafteinwirkungen, zum Beispiel durch ein Foul beim Fußball, können zu einer Bandruptur führen. Allgemein bergen Ballsportarten wie Tennis, Basketball, Volleyball und Handball ein hohes Verletzungsrisiko. Zusätzlich kann es bei derartigen Unfällen zu Knochenbrüchen oder Verletzungen des Gelenkknorpels kommen. Sehnen können ebenfalls verletzt werden.

Symptome: Anzeichen eines Bänderrisses am Sprunggelenk

Um weitere Schädigungen zu vermeiden, befolgen Sie am besten die sogenannte „PECH-Regel“:
  • Pause: Beenden Sie die Belastung des Gelenks so schnell wie möglich.
  • Eis: Kühlen Sie die betroffene Stelle, um der Schwellung und der Entzündung des Gelenks entgegenzuwirken.
  • Compression und Hochlagern: Legen Sie einen Kompressionsverband an und lagern Sie Ihr Bein hoch.
Mit diesen Maßnahmen verzögern Sie das Anschwellen des Sprunggelenks. Zusätzlich sollten Sie sich unmittelbar von ärztlichem Personal untersuchen lassen, das Art und Schwere Ihrer Verletzung feststellt. Unsere Spezialisten an den Schön Kliniken besitzen langjährige Erfahrung in der Versorgung von Sportverletzungen und empfehlen Ihnen die passende Therapie.

Erste Maßnahmen bei Verdacht auf einen Bänderriss

Um weitere Schädigungen zu vermeiden, befolgen Sie am besten die sogenannte „PECH-Regel“:
  1. Pause: Beenden Sie die Belastung des Gelenks so schnell wie möglich.

  2. Eis: Kühlen Sie die betroffene Stelle, um der Schwellung und der Entzündung des Gelenks entgegenzuwirken.

  3. Compression und Hochlagern: Legen Sie einen Kompressionsverband an und lagern Sie Ihr Bein hoch. Mit diesen Maßnahmen verzögern Sie das Anschwellen des Sprunggelenks.
Zusätzlich sollten Sie sich unmittelbar von einem Arzt untersuchen lassen, der Art und Schwere Ihrer Verletzung feststellt. Unsere Spezialisten an der Schön Klinik besitzen langjährige Erfahrung in der Versorgung von Sportverletzungen und empfehlen Ihnen die passende Therapie.

Diagnose: Wie ist der Unfall passiert?

Um eine sichere Diagnose stellen zu können, erfragen wir bei Ihnen den Unfallhergang im Detail und untersuchen Ihr Sprunggelenk ganz genau. Dadurch können wir Rückschlüsse auf die Art und das Ausmaß Ihrer Verletzung ziehen. Eventuell handelt es sich nur um eine Bänderdehnung, nicht um eine Bandruptur.
Therapeutin massiert den Fuß eines Patienten auf blauer Behandlungsliege in physiotherapeutischer Praxis

Röntgenbilder zeigen das Verletzungsausmaß

Eine Röntgenuntersuchung führen wir bei Bedarf durch, um knöcherne Verletzungen auszuschließen. Dabei kann die Knochenstellung auch auf Verletzungen nicht knöcherner Gelenkanteile hinweisen.

Kontrolle gibt Sicherheit

Da wir Ihr Sprunggelenk direkt nach dem Unfall häufig nicht umfassend untersuchen können, ist ein weiterer Kontrolltermin nach einigen Tagen nötig. Zu diesem Zeitpunkt sind Ihre Schmerzen meist deutlich geringer und eine gezielte Untersuchung ist möglich. Zwischen den Untersuchungen wird Ihr Sprunggelenk in einer Schiene ruhig gestellt und mittels Unterarmgehstützen entlastet. Manchmal ist auch eine Magnetresonanztomografie (MRT) sinnvoll, vor allem wenn der Verdacht auf eine schwerwiegende Gelenkschädigung besteht. Damit lassen sich besonders Weichteil- und Knorpelverletzungen gut darstellen.
Familie mit zwei Kindern springt gemeinsam Seil im Park

Bänderriss Sprunggelenk: OP nur in Ausnahmefällen

Basierend auf der Diagnose leiten wir die für Sie geeignete Behandlung ein. In vielen Fällen können wir einen Bänderriss am Sprunggelenk konservativ gut therapieren. Bei einem vollständigen Riss aller Bandanteile, bei ausgedehnten Verletzungen des Innenbandes oder der Syndesmose sowie bei Leistungssportlerinnen und Leistungssportlern ist eine operative Therapie zu erwägen. Auch wenn das Gelenk zum Zeitpunkt des Umknicktraumas durch frühere Verletzungen nicht mehr ganz stabil war, kann eine Operation sinnvoll sein.

Konservative Behandlung mit einer Sprunggelenkschiene (Orthese Bänderriss)

Zuerst stabilisieren wir Ihr Gelenk über sechs Wochen in einer Sprunggelenkschiene (Orthese). Wenn Sie keine Schmerzen haben, können Sie Ihren Fuß damit sogar voll belasten. Ansonsten sollten Sie ihn nur so weit belasten, dass Sie wenig Schmerzen haben. Durch die Sprunggelenkschiene wird ein erneutes Umknicken vermieden und Ihre verletzten Bandanteile können stabil ausheilen. In den ersten Wochen können wir Ihnen auch jederzeit Schmerzmedikamente verschreiben.

Bänderriss Sprunggelenk: OP, wenn das Gelenk instabil bleibt

In bis zu 20 Prozent der Fälle bleibt trotz intensiver Physiotherapie nach drei Monaten eine Instabilität Ihres Gelenks zurück. Hier empfehlen wir Ihnen eine weitere ausführliche Untersuchung, um die Ursachen zu ergründen. Stellt sich dabei heraus, dass Ihr Außenband nicht ausreichend stabil verheilt ist, können wir die konservative Therapie ausweiten. Zudem ist eine operative Stabilisierung der Bänder möglich.

Nach der OP muss Ihr Sprunggelenk für zwei Wochen in einer Gipsschiene ruhiggestellt werden. Danach ist meist der Wechsel auf eine stabile Bandage möglich. In den ersten beiden Wochen muss Ihr operiertes Bein mittels Unterarmgehstützen entlastet werden. Bis zur Vollbelastung in einem Konfektionsschuh verschreiben wir Ihnen Medikamente, um einer Thrombose vorzubeugen. Bei den selteneren Innenbandrissen sowie bei Rissen der bindegewebeartigen Knochenverbindungen (Syndesmose-Risse) raten wir Ihnen zu einer sofortigen OP. Je früher hier operiert wird, desto besser sind die Ergebnisse.

Ihr Fuß braucht Zeit für die Heilung

In den meisten Fällen heilen Bandverletzungen des Sprunggelenks ohne Komplikationenaus. Dafür braucht es aber Geduld. Greifen Sie gerade in den ersten Tagen und Wochen ruhig auf Ihre Unterarmgehstützen zurück. Eine intensive Physiotherapie sowie ein Training Ihres Fußes sind erst nach Abklingen Ihrer Beschwerden sinnvoll. Die Belastung sollte dann schrittweise gesteigert werden.

Ihr Fuß braucht Zeit für die Heilung

In den meisten Fällen heilen Bandverletzungen des Sprunggelenks ohne Komplikationen aus. Dafür braucht es aber Geduld. Greifen Sie gerade in den ersten Tagen und Wochen ruhig auf Ihre Unterarmgehstützen zurück. Eine intensive Physiotherapie sowie ein Training Ihres Fußes sind erst nach Abklingen Ihrer Beschwerden sinnvoll. Die Belastung sollte dann schrittweise gesteigert werden.

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