Morbus Menière

Druck_auf_Ohren_Gleichgewichtsstoerungen

Bleibende Schäden vermeiden: umfassend informieren, früh behandeln

Der Morbus Menière – oder Lagerungsschwindel – ist eine seltene Erkrankung, die sowohl das Hör- als auch das Gleichgewichtsorgan betrifft. Dabei kommt es zu einem Stau von Endolymphflüssigkeit im Innenohr (Endolymphhydrops), genauer gesagt in den Gehör- und Gleichgewichts-Schläuchen. Dieser Stau ist die Folge eines Ungleichgewichts zwischen Produktion und Abtransport der Flüssigkeit, die regelmäßig ausgetauscht wird. 

Unsere Spezialisten in der Schön Klinik haben umfassende Erfahrung in der Behandlung von Morbus Menière. Ziel ist es, Ihre Beschwerden zu lindern oder Ihre Lebensqualität zu erhöhen. 

Ursachen & Symptome

Morbus Menière: Ursachen der Erkrankung

Die Ursache dieser Störung ist bis heute nicht vollständig geklärt. Psychische Faktoren spielen dabei genauso eine Rolle wie Entzündungen und andere organische Einflüsse.

Morbus Menière: Symptome der Erkrankung

Der Flüssigkeitsstau führt zu einer Funktionsstörung der Sinneszellen im Hör- und Gleichgewichtsorgan. Die Schädigung verursacht einen Drehschwindel und ein meist tieffrequentes Ohrgeräusch (< 90Hz). Zudem löst sie einen Hörverlust der tiefen Töne aus, der sich im Anfangsstadium der Erkrankung wieder regeneriert. Mit zunehmender Häufigkeit der Anfälle verschlechtert sich das Hörvermögen dauerhaft, vor allem im Tieftonbereich. Die Anfälle werden von Übelkeit und Erbrechen begleitet. 

Zudem beschreiben viele Patienten ein Druckgefühl auf dem betroffenen Ohr.

Diagnostik

Diagnose: So stellen wir Morbus Menière fest

Gerade im Anfangsstadium ist es schwierig, eine eindeutige Diagnose zu stellen. Der Erkrankung kann ein isoliertes Auftreten einzelner Symptome vorausgehen, das sehr häufig aber auch als Einzelphänomen bestehen bleibt.

Die Diagnose kann deshalb nur aus dem klinischen Verlauf der Beschwerden gestellt werden. Wiederkehrende Symptome können dabei wegweisend sein. Gezielte funktionelle Untersuchungen mittels Magnetresonanztomografie lassen im Anfall einen Hydrops erkennen und können die Diagnose eingrenzen.

Gesicherter und wahrscheinlicher Morbus Menière

Als gesichert gilt der Morbus Menière nach zwei oder mehr Drehschwindel-Attacken von mindestens 20 Minuten Dauer, die mit einer nachgewiesenen Hörminderung und einem Tinnitus oder Ohrendruck einhergehen. Andere organische Ursachen müssen dabei ausgeschlossen sein. 

Wenn nicht alle drei Kriterien erfüllt sind, handelt es sich in der Regel um einen „wahrscheinlichen“ oder „möglichen“ Morbus Menière.

Infolge der wiederkehrenden, angstauslösenden Schwindelattacken, die als existentiell bedrohlich erlebt werden, kommt es sehr häufig zu sekundären, psychisch ausgelösten Schwindelanfällen. Der Betroffene kann diesen Angstschwindel selbst meist nicht von einem echten Morbus-Menière-Anfall unterscheiden.

Abgrenzung zu anderen Erkrankungen

Wichtig für eine genaue Diagnose ist die klare Abgrenzung zu anderen Erkrankungen. Beispielsweise kann eine Schwindelmigräne einen sehr ähnlichen Verlauf wie ein Morbus-Menière-Anfall haben. Auch eine alleinige Endolymph-schwankung mit isolierter Hörminderung im Tieftonbereich, Druck und Völlegefühl im Ohr ohne Schwindel sollte von einem echten Morbus Menière unterschieden werden.