Burnout

Ausgebrannt-erschoepft-antriebslos | ©

Mit uns finden Sie zu neuen Kräften

Egal, ob Hausfrau, Manager oder Lehrer – es kann jeden treffen. Wer unter Burnout leidet, fühlt sich ausgebrannt, leer und kraftlos. Während die Leistungsfähigkeit abnimmt, nehmen die emotionale Erschöpfung und die Angst vor dem Scheitern zu. Betroffene fühlen sich vollkommen überfordert und begraben unter einer Fülle von Erwartungen, die andere stellen. Auch ihren eigenen Ansprüchen können sie nicht mehr genügen.

In der Schön Klinik unterstützen wir Sie dabei, Ihre Burnout-Symptomatik anzunehmen und Hilfe zu akzeptieren. Mit einem individuellen Therapieprogramm helfen wir Ihnen, Strategien und Einstellungen zu entwickeln, damit Sie Belastungssituationen in Zukunft besser bewältigen.

Ursachen & Symptome

Ursachen: Wie entsteht ein Burnout?

Es gibt viele Ursachen für die Entwicklung eines Burnout-Syndroms. Ausschlaggebend ist vor allem die Einstellung zur eigenen Leistung bei der Arbeit und im Alltag. Typisch ist ein hohes Bedürfnis, den eigenen hohen Ansprüchen zu genügen sowie nach Wertschätzung und Anerkennung. Gleichzeitig achten Betroffene wenig, kaum oder gar nicht auf ihre eigenen psychischen und körperlichen Grenzen.

Persönlichkeitsmerkmale, die ein erhöhtes Risiko für die Entstehung eines Burnout-Syndroms aufweisen:

  • perfektionistische Einstellungen
    („Ich muss alles richtig und 150-prozentig machen. Ich darf mir keine Fehler erlauben. Ich bin für alles verantwortlich. Ich muss allen gerecht werden. Ich muss alles unter Kontrolle haben.“)
  • geringe Kompetenzerwartung
    („Ich schaffe es ja doch nicht. Ich habe gar keine Chance.“)
  • sehr ausgeprägtes Harmoniebedürfnis
    („Alle müssen zufrieden sein. Ich darf niemanden kränken. Ich darf nicht Nein sagen.“)
  • Überzeugung, von außen gesteuert zu werden
    („Ich bin nur ein ganz kleines Rad im Getriebe: Andere bestimmen über mich. Ich bin nur eine Marionette.“)
Im Laufe der Zeit wächst der Frust. Betroffene nehmen ihre große Erschöpfung erst wahr, wenn die Stimmung von Euphorie in Resignation umschlägt. Ein Gefühl innerer Leere breitet sich aus. Manche trifft das wie ein Schlag. Zu den Auslösern gehören unter anderem zu große Arbeitsbelastung, hoher Zeit- und Termindruck und mangelnde Mitspracherechte und Kommunikation im Betrieb. Als erstes fällt Freunden und Familie meist die gesteigerte Reizbarkeit der betroffenen Person auf.

Symptome: Anzeichen, die Sie aufhorchen lassen sollten

130 Burnout-Anzeichen sind aktuell bekannt. Typisch ist vor allem das Gefühl, „ausgebrannt“ zu sein. Trotz länger werdender Pausen oder Erholungsphasen schaffen es Patienten mit Burnout nicht, dieses Gefühl wieder loszuwerden.

Wenn Sie mehrere der folgenden Beschwerden haben, sollten Sie sich dringend Hilfe holen:

Häufigste Burnout-Symptome:  
  • Erschöpfung
  • Energiemangel
  • andauernde Müdigkeit
  • Schlafstörungen
  • verminderte Leistungsfähigkeit
  • Konzentrations- und Gedächtnisprobleme
  • Entscheidungsunfähigkeit
  • verringerte Initiative und Phantasie
Körperliche Beschwerden:
  • häufigere Erkältungen
  • Muskelverspannungen
  • Schlafstörungen
  • Atembeschwerden
  • Engegefühl in der Brust
  • Schwindel
  • Magen- und Darmbeschwerden
  • Kopfschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Tinnitus
  • sexuelle Probleme
  • Schwitzen
  • Müdigkeit
Weitere Anzeichen:
  • Gleichgültigkeit
  • Desillusionierung
  • Neigung zum Weinen
  • Schwächegefühl
  • Ruhelosigkeit
  • Verlust an Empathie
  • Zynismus
  • Verlust von Idealismus
  • Bitterkeit
  • Partnerschafts- und/oder Familienprobleme
Diese Anzeichen weisen auf einen drohenden Burnout hin:

Warnsignale werden von Betroffenen gerne ignoriert. Sei es, weil sie die Symptome tatsächlich nicht wahrnehmen oder sie nicht wahrhaben wollen. So verläuft der Prozess schleichend: Es kann lange dauern, bis ein Burnout-Syndrom voll ausgebildet ist. Nehmen Sie Warnsignale ernst und suchen Sie Hilfe auf.  

Warnsignale:
  • Gefühl der Unentbehrlichkeit
  • Gefühl, nie ausreichend Zeit zu haben
  • Hyperaktivität
  • nicht Nein sagen können
  • freiwillig unbezahlte Mehrarbeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Entscheidungsschwierigkeiten
  • Ungenauigkeiten
  • Schwierigkeiten, komplexe Aufgaben durchzuführen
  • Tagträume (Fluchtphantasien)
  • Unzufriedenheit mit der eigenen Leistungsfähigkeit
  • geringer werdende Freundlichkeit
  • Gefühl mangelnder Anerkennung und Wertschätzung
  • Humorlosigkeit
  • Schuldgefühle
  • unbestimmte Angst und Nervosität
  • Ruhelosigkeit
  • Selbstmitleid
  • Misstrauen
  • Rückzug aus privaten Kontakten
  • Partnerschafts- und Eheprobleme
  • Sportunfälle
  • vermehrter Alkoholkonsum
  • vermehrter Tablettenkonsum
  • häufiges Überprüfen der Uhrzeit am Arbeitsplatz
  • sich durch Einkäufe belohnen
  • vermehrt Konflikte mit Kollegen, Vorgesetzten oder Schülern
  • Veränderung des Essverhaltens

Diagnostik

Diagnose: So wird ein Burnout-Syndrom festgestellt

In der Regel wenden sich Burnout-Patienten zuerst wegen körperlicher Beschwerden wie Schlafstörungen, Kopfschmerzen oder Verdauungsproblemen an einen Arzt. Kann dieser keine körperlichen Ursachen finden, überweist er zu einem Spezialisten. Nun geht es um die genaue Klärung: Burnout-Syndrom oder Depressionen? Migräne oder Kopfschmerzen als Folge eines Burnout-Syndroms? Ein ausführliches Gespräch ist dabei das wichtigste Element für eine exakte Diagnose.

Persönliches Gespräch

Im Gespräch mit unseren Psychologen können Sie sich voll und ganz auf unsere langjährige Erfahrung verlassen. In der Schön Klinik stellen wir die richtigen Fragen, lesen zwischen den Zeilen und können so organische Krankheiten genau von Burnout-Symptomen unterscheiden. Wir fragen alle aktuellen Beschwerden ab und beschäftigen uns mit Ihrer persönlichen Einstellung zu Familie und Beruf. So können wir auch bereits vorhandene Folgeerkrankungen, wie Depressionen oder Schmerzstörungen, diagnostizieren.

Fragebögen unterstützen einen ersten Verdacht

Nach dem Gespräch führen wir bei Bedarf auch psychologische Burnout-Tests durch, die durch Fragebögen gestützt werden. Sie können helfen, den im Gespräch gewonnenen Eindruck zu belegen und einen ersten Verdacht zu untermauern oder zu widerlegen. In der Schön Klinik werden vor allem zwei Arten von zertifizierten Fragebögen eingesetzt:
  • das Maslach Burnout-Inventar (MBI)
    Dieser Selbstbeschreibungs-Fragebogen beinhaltet 22 Fragen. Auf einer Skala können Sie eintragen, wie schwer bestimmte körperliche Symptome und Stimmungen Sie belasten. Mit Hilfe dieses Fragebogens kann allerdings nur ein bereits vorliegendes Burnout-Syndrom diagnostiziert werden.
  • Fragebogen zum Arbeitsbezogenen Verhaltens- und Erlebensmuster
    Dieser Fragebogen ist ein gutes Vorhersage-Instrument für ein drohendes Burnout-Syndrom. Ihre Antworten verdeutlichen Ihr Arbeitsengagement, Ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber beruflichen Belastungen sowie Ihre aktuelle Gefühlslage. Ebenfalls gibt dieser Fragebogen Auskunft darüber, wie Sie mit schwierigen Situationen umgehen. Sollten sich hier Burnout-Muster zeigen, können wir in der anschließenden Therapie gezielt an Ihren Verhaltensmustern arbeiten.

Organische Ursachen ausschließen

Sollte der Verdacht auf eine organische Erkrankung weiterhin bestehen, klären unsere Spezialisten dies selbstverständlich ab. Erschöpfung und Müdigkeit können zum Beispiel auch Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion, chronischen Infektion oder Tumorerkrankung sein. Untersuchungen wie Bluttests, Ultraschall oder andere bildgebenden Verfahren bringen Gewissheit.