Oberschenkelhalsbruch

Sturz_auf_das_Hueftgelenk

Ganzheitlich betrachten – professionell behandeln

Der Oberschenkelhalsbruch ist eine typische Verletzung älterer Menschen. Er führt zur sofortigen Unbeweglichkeit und muss fast immer operativ versorgt werden. Die meisten Brüche entstehen bei Menschen über 70 Jahren. Meist weisen die Patienten eine Reihe schwerer Nebenerkrankungen auf, die oft eine Mitursache für den Sturz sein können. Frauen sind etwa dreimal so häufig betroffen wie Männer.

Unsere Spezialisten in der Schön Klinik haben jahrelange Erfahrung in der operativen Behandlung von Oberschenkelhalsbrüchen. Dabei berücksichtigen wir gerade bei älteren Menschen immer die gesundheitliche Gesamtsituation. Unser Ziel ist die vollständige Wiederherstellung Ihrer Bewegungsfähigkeit.

Ursachen & Symptome

Was ist ein Oberschenkelhalsbruch?

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen 
  • Schenkelhalsbrüchen
    Ursache ist meist ein Sturz auf die Hüfte. Dabei bricht der Oberschenkelkopf vom Schenkelhals ab. Bei älteren Menschen wird so ein Bruch in der Regel mit einer Prothese versorgt. Jüngere Patienten haben die Möglichkeit einer Schraubenversorgung.   
  • „Pertrochantären“ Oberschenkelbrüchen
    Hier ist die Bruchstelle etwas weiter entfernt vom Oberschenkelkopf, der Bruch liegt also weiter außen. Ursache ist meist ein starker Sturz. Ein Großteil dieser Verletzungen wird in der Schön Klinik mit Nägeln stabilisiert.
Beide Formen treten etwa gleich häufig auf.

Ursachen: So entsteht ein Oberschenkelhalsbruch

Bei älteren Menschen ist die häufigste Ursache für einen Oberschenkelhalsbruch ein Sturz auf das Hüftgelenk. Die Verletzung wird dabei meist durch eine Osteoporose, also eine geringe Knochendichte, unterstützt. Im Vergleich zu den Knochen junger Menschen brechen osteoporotische Knochen bei gleicher Belastung wesentlich häufiger. Hinzu kommen weitere Faktoren wie Gangunsicherheit, Schwindel, Herzrhythmusstörungen, Fehlsichtigkeit oder Schwäche bei älteren Patienten: Sie erhöhen die Sturzgefahr beträchtlich.

Nur selten treten hüftgelenksnahe Oberschenkelbrüche „schleichend“ und ohne Unfall auf. In diesem Fall können ausgeprägte Osteoporose (Knochenschwund) oder Knochenmetastasen die Ursache sein. Aber auch eine Fehlernährung bei Magersucht kann zu Osteoporose führen und somit zu einer frühen Brüchigkeit der Knochen.

Oberschenkelhalsbruch – Symptome: Diese Beschwerden können auftreten

Hüftgelenksnahe Oberschenkelbrüche sind leicht zu erkennen. Sie führen in der Regel zu sofortiger Unbeweglichkeit. Das betroffene Bein erscheint oft verkürzt und nach außen verdreht. Bei inkompletten Brüchen (Fissuren) oder schleichender Entstehung ohne Unfall ist die Symptomatik weniger eindeutig. Meistens klagen die Patienten über Hüft- oder Leistenschmerzen bei Belastung. Manchmal wird der Schmerz auch im Kniegelenk wahrgenommen. 

Diagnostik

Diagnose: So stellen wir einen Oberschenkelhalsbruch fest

Bei Verdacht auf Oberschenkelhalsbruch genügen in der Regel Röntgenbilder des Beckens und der betroffenen Hüfte. Sind die Aufnahmen unauffällig und bestehen trotzdem weiterhin starke Schmerzen, führen wir eine Magnetresonanztomografie des Hüftgelenks durch. So lassen sich auch inkomplette Brüche oder Ermüdungsbrüche mit schleichender Entstehung diagnostizieren. Im Rahmen dieser Untersuchungen wird immer auch eine Osteoporose-Diagnostik erstellt.

Skelett-Szintigrafie

Manchmal kann ein Oberschenkelhalsbruch auch durch einen Tumor entstehen. Über die sogenannte Skelett-Szintigrafie kann schnell abgeklärt werden, ob es sich um einen einzelnen Tumor handelt oder ob bereits mehrere Knochenmetastasen vorliegen. Unter Umständen müssen auch kleine Gewebeproben zur mikroskopischen Beurteilung entnommen werden.