Bulimie

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Wir bringen Körper und Seele wieder in Einklang

Äußerlich ist sie kaum zu erkennen, aber innerlich sind Bulimiker zerrissen: Wer von Bulimie betroffen ist, steht zwischen zwei Extremen. Auf der einen Seite ein unbändiger Heißhunger und das Verlangen nach immer mehr. Auf der anderen Seite die Panik, dick zu werden, schlechtes Gewissen und Ekel vor sich selbst.

In der Schön Klinik haben wir langjährige Erfahrung in der Behandlung dieser seelisch bedingten Essstörung. Mit unterschiedlichen therapeutischen Maßnahmen unterstützen wir Sie dabei, Ihre Krankheit zu besiegen. Natürlich unter ständiger medizinischer und psychologischer Betreuung.

Ursachen & Symptome

Was ist Bulimie?

Patienten mit Bulimie leiden unter häufigem Heißhunger mit unkontrollierbaren Essanfällen. Gleichzeitig haben sie große Angst vor einer Gewichtszunahme. Um diese zu vermeiden, ergreifen sie verschiedenste Maßnahmen: Sie erbrechen die Mahlzeit wieder, treiben exzessiv Sport, führen Fastenperioden durch oder nehmen Abführmittel. Das Engelchen auf der rechten Schulter sagt: „Iss! Wenn Du isst, bist Du nicht mehr traurig. Dann geht es Dir gut.“ Das Teufelchen auf der linken Schulter sagt: „Igitt! Du darfst nicht essen. Dann wirst Du dick und keiner kann Dich mehr leiden.“

Da Bulimie äußerlich häufig nicht sichtbar ist, können viele Betroffene sie erfolgreich über einen langen Zeitraum vor Freunden und Familie verheimlichen. Die Erkrankung beginnt meist um das zwanzigste Lebensjahr.

Ursachen: Wie entsteht Bulimie?

Bei der Entstehung einer Bulimie spielen psychologische, gesellschaftliche und biologisch-genetische Einflüsse eine Rolle.

Psychologische Einflüsse
Oft versuchen Betroffene, ihr geringes Selbstwertgefühl durch ihr äußeres Erscheinungsbild zu kompensieren. Dabei streben sie einem übertriebenen Schlankheitsideal nach, denn sie glauben: Wer schlank ist, ist schön – wer schön ist, wird geliebt. Gleichzeitig sind Bulimiker typischerweise durch familiäre, berufliche oder schulische Konflikte psychisch verunsichert. Angst, Stress und Überforderug machen sie emotional instabil. Ihr Selbstwertgefühl nimmt weiter ab.

Gesellschaftliche Einflüsse
Heutzutage gibt es ein übergroßes Angebot an Lebensmitteln und vor allem an lockender Nahrung wie Schokolade. Das stellt ein großes Risiko für Essstörungen dar. Betroffene versuchen, dem gesellschaftlichen Schlankheitsideal zu genügen und beginnen eine Diät. Dies steigert jedoch den Antrieb zu essen so stark, dass sie dem keine willentlichen Schranken mehr entgegensetzen können. Es kommt zu einer Essattacke und die Diät scheitert.

Biologisch-genetische Einflüsse
In einigen Fällen kann eine Bulimie auch erblich bedingt sein, was Zwillingsuntersuchungen und die beobachtete familiäre Häufung von Essstörungen belegen.

Symptome: Anzeichen für eine Ess-Brech-Sucht (Bulimie)

Charakteristisch sind Essattacken, in denen Betroffene innerhalb kürzester Zeit weit mehr als die normalen 500 bis 600 Kalorien pro Mahlzeit zu sich nehmen – teilweise sind es bis zu 20.000 Kalorien. Das unmittelbar nachfolgende Erbrechen führt jedoch dazu, dass viele Betroffene normalgewichtig sind. Dadurch können sie ihre Erkrankung lange Zeit vor ihrem Umfeld geheim halten.

Warnsignale, die auf eine Bulimie hindeuten:


Unzufriedenheit mit dem Äußeren
  • Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper
  • ständiger Wunsch, dünner zu werden
  • Angst vor Gewichtszunahme
  • übermäßige sportliche Aktivität
  • chaotisches, zeitraubendes Essverhalten
  • häufige Diäten
  • unkontrollierbare Heißhungerattacken
  • heimliches Erbrechen
  • Einnahme von Abführmitteln, harntreibenden Mitteln oder Appetitzüglern
Körperliche Hinweise
  • Schmerzen im Hals, Magen, Darm und in der Speiseröhre
  • Wasseransammlungen unter der Haut
  • Schwellungen der Speicheldrüsen
  • Zahnschmerzen und Zahnzerstörungen
Emotionale Anzeichen
  • Depression
  • Stimmungsschwankungen
  • Labilität und Impulsivität (Alkoholmissbrauch, häufiger Partnerwechsel, zwanghaftes Stehlen)
  • Rückzug von Personen, die Halt und Hilfe bieten könnten

Diagnostik

Diagnose: So stellen wir eine Bulimie fest

In der Regel stellt ein Psychotherapeut die Diagnose durch eine ausführliche Bestandsaufnahme im Gespräch. Er erhebt Informationen zum Essverhalten, zu Gefühlen und zum Bewegungsverhalten. Außerdem betrachtet er die Gewichtsentwicklung und -schwankungen über die Lebenszeit, im letzten halben Jahr und in den letzten Wochen. Laborchemische Untersuchungen überprüfen das Blut auf Elektrolytstörungen, Leber-Funktionsstörungen und Verdauungsenzyme. Durch ein EKG können Folgen wie Herzrhythmusstörungen erfasst werden. Bei der körperlichen Untersuchung geht es um mögliche Folgeschäden wie Speicheldrüsenentzündungen und Ödeme. Anhand von testpsychologischen Untersuchungen können Schweregrade einzelner Symptome erhoben werden.