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Chronische Schmerzen

Zurück in einen „normalen“ Alltag finden

Akute Schmerzen sind einmalige Schmerzen, zeitlich begrenzt und oft die Folge einer Verletzung oder Gewebeschädigung. Sie haben in der Regel eine erkennbare Ursache, treten bis zur Heilung des Auslösers, auf und sind lokal begrenzt.
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Im Gegensatz dazu haben chronische Schmerzen ihre Warnfunktion verloren – der Schmerz an sich ist zur Krankheit geworden und ein Dauerzustand. Betroffene leiden nicht nur unter den Schmerzen selbst, sondern auch darunter, dem Schmerz trotz aller Behandlungsversuche scheinbar machtlos ausgeliefert zu sein.
Unsere Experten in den Schön Kliniken haben jahrelange Erfahrung in der Behandlung von chronischen Schmerzen. Mit einem individuellen Behandlungsplan helfen wir Ihnen dabei, Ihren Schmerz zu lindern und die körperlichen und emotionalen Beeinträchtigungen zu mindern.

Ursachen & Symptome

Was sind chronische Schmerzen?
Von chronischem Schmerz spricht man dann, wenn die Beschwerden länger als drei bis sechs Monate anhalten, zu körperlichen (physischen) Einschränkungen führen und das Befinden, die Stimmung und das Denken (psychisch-kognitiv) beeinträchtigen. Wie akuter Schmerz, kann auch chronischer Schmerz auf eine Erkrankung oder Entzündung zurückzuführen sein. Meistens handelt es sich bei dem chronischen Schmerzsyndrom jedoch um eine weit komplexere Erkrankung.
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Steht Ihr Schmerz nicht im direkten Zusammenhang mit einem klaren Auslöser, helfen unsere Spezialisten für Schmerztherapie Ihnen mit einer individuell an Ihre Schmerzerkrankung angepassten Behandlung.
Ursachen: Wie entstehen chronische Schmerzen?
Häufige Ursachen für chronische Schmerzen sind Verschleißerscheinungen des Bewegungsapparates wie Arthrose, Schmerzen nach einem Schlaganfall oder Diabetes (neuropathische Schmerzen), Schmerzen aufgrund von Gefäßerkrankungen (wie periphere arterielle Verschlusskrankheiten) oder Tumorschmerzen. Zu den primär chronischen Schmerzerkrankungen, die periodisch auftreten, zählt die Migräne. Viele Menschen leiden auch an wiederkehrenden und chronischen Missempfindungen und Schmerzen im Bauch- und Brustbereich oder Kopfschmerzen.

Noch ist nicht vollumfänglich geklärt, wie chronische Schmerzen entstehen. Eine Erklärung scheint zu sein, dass jeder Schmerzreiz im Nervensystem und in seiner Selbstregulation bleibende Veränderungen verursachen kann. Diese können dazu führen, dass die bisher normale und stabile Schmerzwahrnehmung so aus dem Gleichgewicht gerät, dass selbst harmlose Außenreize als schmerzhaft empfunden werden. Manchmal werden Schmerzen dann auch empfunden, wenn überhaupt kein auslösender Reiz erkennbar ist.
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Werden solche Schmerzen nicht oder nicht nach den Empfehlungen der Experten behandelt, chronifizieren sie mehr und mehr und verankern sich als Schmerzerfahrung und neurobiologische Veränderung im Nervensystem – das sogenannte Schmerzgedächtnis wird gebildet und verstärkt die schmerzbedingte Krise.

Darüber hinaus können Schmerzmittel und starke Schmerzen in der Kindheit beziehungsweise traumatische Schmerzerfahrungen im Leben die Entwicklung chronischer Schmerzen begünstigen.
Symptome: Begleiterscheinungen von chronischen Schmerzen
Jeder Mensch empfindet, bewertet und verarbeitet Schmerz anders. Ein Grund dafür könnte sein, dass das schmerzhemmende System bei manchen Menschen aktiver und bei manchen weniger aktiv ist. Die Schmerzwahrnehmung kann auch durch die Art und Weise beeinflusst werden, wie das Gehirn Schmerz verarbeitet.

Bei akut auftretendem Schmerz zeigen sich typische Symptome wie erhöhter Blutdruck, Schweißausbruch oder Herzklopfen. Bei chronischen Schmerzen treten diese Symptome hingegen nicht auf. Dafür stellen die Schmerzen sowie die zunehmenden körperlichen Einschränkungen im Alltag, die aus dem Teufelskreis „Schmerz – schmerzbedingte Aktivitätseinschränkung – noch mehr Schmerz“ durch Inaktivität entstehen, eine große Belastung für Patientinnen und Patienten dar und können zu Schlafstörungen, depressiven Verstimmungen und Angstgefühlen sowie einer verminderten Konzentrationsfähigkeit und Belastbarkeit führen.
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Die Mehrzahl der chronischen Schmerzpatientinnen und -patienten, vor allem im fortgeschrittenen Stadium, leidet unter depressiven Verstimmungen und Ängsten. Dabei führen Angst und Depression wiederum nachweislich dazu, dass sich die Wahrnehmung von Schmerzen selbst verstärkt. Diesen Zusammenhang zu berücksichtigen und den Teufelskreis der Schmerzerkrankungen zu durchbrechen sind zentrale Aspekte in der Schmerztherapie.

Eine besondere Verlaufsform einer chronischen Schmerzerkrankung ist das Fibromyalgiesyndrom (FMS), bei dem weitere Beschwerden, wie Erschöpfung, Konzentrationsstörungen sowie nicht erholsamer Schlaf beziehungsweise Schlafstörung, auftreten. Auch das Fibromyalgiesyndrom geht häufig mit Depressionen einher.

Diagnostik

Diagnose: Experten aus allen Fachbereichen analysieren Ihre Schmerzen
Chronische Schmerzen lassen sich nicht nach medizinischen Fachgebieten aufteilen. Daher erfolgen Diagnose und Behandlung durch unsere Spezialisten aus unterschiedlichen Disziplinen.

In einem ausführlichen Gespräch (Schmerzanamnese) klären wir Ihre Beschwerden und mögliche Vorerkrankungen. Zudem setzen wir spezifische Schmerzfragebögen ein, um die betroffenen Körperstellen und die Ausbreitung der Schmerzen zu veranschaulichen. Anhand einer Schmerzskala können Sie uns mitteilen, wie stark Sie den Schmerz empfinden. Wir verschaffen uns durch eine symptombezogene und körperliche Untersuchung wichtige Aufschlüsse über Funktionsstörungen. Spezifische Laboruntersuchungen können fallweise erforderlich sein.
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Liegt die Diagnose vor, können wir einen auf Ihr Schmerzbild abgestimmten Behandlungsplan erstellen. Unser Ziel bei der Kombination verschiedener Verfahren (multimodale Therapie) ist es, Ihre Beschwerden so weit wie möglich zu lindern, damit Ihr Leben trotz Schmerz lebenswert bleibt.