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Invasive und nicht invasive Beatmung

Atmungsunterstützung auf höchstem Niveau – individuell, sicher und wirksam

Die Fähigkeit zu atmen ist für das menschliche Leben essenziell. Bei schweren Lungen- oder Nervenerkrankungen, im Verlauf einer akuten Verschlechterung oder nach komplexen operativen Eingriffen kann es notwendig sein, die Eigenatmung medizinisch zu unterstützen oder vorübergehend zu ersetzen. n diesen Fällen kommen die etablierten Methoden der invasiven und nicht invasiven Beatmung zum Einsatz. In den Schön Kliniken stehen hoch spezialisierte Teams bereit, die individuell abgestimmte Beatmungskonzepte für verschiedene Arten der Ateminsuffizienz bieten – von der Akutversorgung bis hin zur Entwöhnung und Nachsorge.

Ursachen & Symptome

Ursachen: Wann wird eine Beatmung erforderlich?

Die Ursachen für eine behandlungsbedürftige Beeinträchtigung der Atmungsfunktion sind vielfältig. Häufig liegt ihnen eine chronische Erkrankung wie die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) zugrunde, bei der sich die Lunge zunehmend verhärtet und der Gasaustausch erschwert ist. Aber auch infolge akuter Ereignisse, wie einem schweren Lungenversagen oder einer massiven Lungenentzündung, kann der Organismus so weit geschwächt sein, dass er die lebenswichtigen Gase Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid nur unzureichend austauscht. Erkrankungen der Atempumpe, wie sie etwa bei bestimmten neuromuskulären oder neurologischen Störungen auftreten, führen darüber hinaus dazu, dass die Atemmuskulatur die Lunge nicht mehr effektiv bewegen kann, um den Gasaustausch aufrechtzuerhalten. In all diesen Fällen kann eine temporäre oder auch dauerhafte Beatmung notwendig werden. Weitere relevante Ursachen stellen schwer ausgeprägte Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder metabolische Störungen dar, welche die Fähigkeit des Körpers zur ausreichenden Sauerstoffversorgung zusätzlich einschränken können. Auch Begleiterkrankungen wie zum Beispiel das Adipositas-Hypoventilationssyndrom führen ebenfalls häufig zu einem chronischen Versagen der Atemfunktion, sodass eine Beatmungstherapie erforderlich wird. Schließlich können auch Vergiftungen, eine Sepsis oder Traumata Auslöser einer schweren akuten oder chronischen Ateminsuffizienz sein, die ein sofortiges medizinisches Eingreifen mit invasiver oder nicht invasiver Beatmung erforderlich machen.

Hand mit blauem Handschuh hält Sauerstoffmaske mit grünem Band und Schlauchanschluss.
Symptome: Welche Anzeichen deuten auf eine Beatmungsnotwendigkeit hin?

Im klinischen Alltag sind es meist bestimmte Warnzeichen, die auf eine sich verschlechternde Sauerstoffaufnahme und/oder eine Kohlenstoffdioxid-Retention hinweisen. Akute Atemnot, das Gefühl, keine Luft zu bekommen, eine ausgeprägte Erschöpfbarkeit oder auch massive Kopfschmerzen und Bewusstseinsstörungen können Anzeichen einer kritischen Atemwegsproblematik sein. Bei fortgeschrittener Sauerstoffunterversorgung zeigt sich in vielen Fällen eine bläuliche Verfärbung von Lippen und Fingernägeln, medizinisch als Zyanose bezeichnet. Auch nächtliche Atemaussetzer, lautstarkes Schnarchen oder eine ausgeprägte Tagesmüdigkeit zählen zu den Symptomen, die den Verdacht auf eine relevante Störung der Atmungsfunktion lenken. Zusätzlich treten häufig Herzrasen, Unruhe und Schwitzen auf. Diese Symptome können als Zeichen eines kompensatorischen Stresses des Organismus gedeutet werden. Viele Betroffene berichten zudem über morgendliche Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen, die als Folge einer nächtlichen Hypoventilation und der damit einhergehenden unzureichenden Sauerstoffversorgung auftreten. Bei Kindern und älteren Menschen präsentieren sich die Symptome oftmals unspezifisch, beispielsweise durch vermehrte Müdigkeit, verminderte Belastbarkeit oder Appetitlosigkeit. Dies erfordert eine sorgfältige klinische Abklärung. Insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit Vorerkrankungen der Lunge oder des Nervensystems sollte bei neu auftretenden Beschwerden frühzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden, um eine prompte Diagnostik und gegebenenfalls den Beginn einer Beatmungstherapie zu ermöglichen.

Diagnostik

Diagnose: So stellen wir eine behandlungsbedürftige Ateminsuffizienz fest

Zunächst erfolgt eine systematische klinische Untersuchung, bei der Anzeichen wie Atemnot, Bewusstseinsveränderungen oder Hautverfärbungen erfasst werden. Ergänzend werden moderne Methoden wie Lungenfunktionsprüfungen und Blutgasanalysen eingesetzt, um die Qualität und das Ausmaß der Gasaustauschstörung genau zu bestimmen. Die Diagnostik kann zudem durch bildgebende Verfahren wie Röntgenuntersuchungen oder eine Computertomografie ergänzt werden, wenn Verdacht auf strukturelle Schäden oder entzündliche Prozesse besteht. Besteht der Verdacht auf eine schlafbezogene Atmungsstörung, kann eine Polygrafie stationär erfolgen. Auf Basis der erhobenen Befunde lassen sich der Schweregrad der Ateminsuffizienz eindeutig einordnen und der individuelle Therapiebedarf bestimmen. Im Rahmen der klinischen Evaluation erfolgt darüber hinaus eine differenzierte Einschätzung begleitender Erkrankungen, wie Herzinsuffizienz oder metabolische Störungen, die eine respiratorische Insuffizienz verschlechtern oder begünstigen können. In komplexen Fällen ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Pneumologie, Kardiologie und Neurologie erforderlich, um eine genaue Differenzierung der Ursachen und eine zielgerichtete Therapiestrategie zu gewährleisten. Ein standardisiertes Vorgehen unter Verwendung validierter Skalen, wie der Beurteilung der Dyspnoe oder der Bewusstseinslage mittels zum Beispiel Glasgow Coma Scale, dient der präzisen Verlaufsdokumentation und unterstützt die rechtzeitige Einleitung erforderlicher Maßnahmen. Innovative diagnostische Optionen wie Ultraschalluntersuchungen der Lunge oder spezielle Funktionstests zur Messung der Atemmuskulatur ergänzen das diagnostische Spektrum und ermöglichen eine noch genauere Bewertung der Beatmungsnotwendigkeit. In spezialisierten Zentren werden alle erhobenen Befunde digital dokumentiert und interprofessionell ausgewertet. Auf diese Weise können die Therapieplanung kontinuierlich optimiert und eine sichere Versorgung der Patientinnen und Patienten auf höchstem medizinischem Niveau gewährleistet werden.