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Zielgerichtete Behandlungskonzepte für eine schmerzfreie Fersenfunktion

Haglundferse

Die Haglundferse – medizinisch als Haglund-Exostose bezeichnet – ist eine häufig schmerzhafte, oftmals chronisch verlaufende Erkrankung des Rückfußes. Sie zeichnet sich durch eine knöcherne Vorwölbung am oberen, hinteren Rand des Fersenbeins (Calcaneus) im Bereich des Ansatzes der Achillessehne aus. Beschwerden treten insbesondere bei körperlicher Belastung oder durch das Tragen festen Schuhwerks auf. Hauptsächlich betroffen sind sportlich aktive Menschen sowie Personen, die im Beruf durch Sicherheitsschuhe oder enge Schuhe belastet werden.

Ein grundlegendes Verständnis der anatomischen Verhältnisse ist hilfreich: Das Fersenbein bildet den Ansatzpunkt für die Achillessehne, überträgt die Kraft der Wadenmuskulatur und ist von einem Schleimbeutel (Bursa subachillaris) unterlagert, der die Reibung zwischen Sehne und Knochen mindert. Vergrößerte Knochenanlagerungen in diesem Bereich erhöhen die mechanische Beanspruchung auf Schleimbeutel und Sehne, was zu wiederkehrenden Entzündungen, Schmerzen und Einschränkungen im Alltag führen kann.

Heilungsverlauf und Rehabilitation nach einem Eingriff

Der Heilungsprozess nach einem Eingriff erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Patient und Behandlungsteam. Nach minimalinvasiven Verfahren ist in der Regel bereits nach kurzer Zeit eine Teilbelastung im Therapieschuh möglich, unterstützt durch gezielte physiotherapeutische Übungen zur Wiederherstellung der Beweglichkeit.

Nach offenen Eingriffen mit Sehnenrefixation folgt meist eine mehrere Wochen dauernde Ruhigstellung in einer speziellen Unterschenkel-Orthese, zunächst oft in leichter Spitzfußstellung zur Entlastung der Sehne. Die schrittweise Belastungssteigerung und ein umfassendes physiotherapeutisches Nachbehandlungsprogramm sichern die vollständige Wiederherstellung der Mobilität. Die volle Belastbarkeit, auch für sportliche Aktivitäten, wird in der Regel nach vier bis sechs Monaten wieder erreicht.