Lupe-Symbol zur Suche auf der Website
Schließen  
Telefonzentrale der Verwaltung
+49 89 2872410
Weiter
Weiter
Telefon-Symbol zur schnellen Kontaktaufnahme per Anruf
+49 89 2872410
Online Termin buchen
Weiter
Kontakt aufnehmen
Weiter

Hodenkrebs

Früherkennung und gezielte Behandlung - Beste Heilungschancen dank moderner Medizin

Hodenkrebs ist eine bösartige Erkrankung des Hodens, die hauptsächlich von sogenannten Keimzellen ausgeht. In Deutschland stellt dieser Tumor die häufigste Krebserkrankung bei Männern im Alter von 20 bis 44 Jahren dar. Die Diagnose ist für Betroffene zunächst oft belastend, jedoch sind die Heilungschancen dank moderner Diagnose- und Therapieverfahren sehr hoch. Grundlage für eine erfolgreiche Behandlung sind Kenntnisse zu Ursachen, Risikofaktoren, Symptomen sowie zu aktuellen Diagnose- und Therapiekonzepten. Die enge Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Fachrichtungen trägt maßgeblich zu einem optimalen Ergebnis für jeden Patienten bei.

Was ist Hodenkrebs? Definition und Epidemiologie

Hodenkrebs bezeichnet einen bösartigen Tumor des Hodens, der fast immer von den Keimzellen ausgeht. Medizinisch unterscheidet man zwischen Seminomen, die meist einen langsameren Verlauf zeigen, und Nicht-Seminomen, die häufig aggressiver wachsen. Diese Unterscheidung ist zentral, da sie die weiteren Behandlungsschritte bestimmt.

Vor allem junge Männer und Männer mittleren Alters haben das größte Erkrankungsrisiko. In Deutschland gibt es jährlich mehrere Tausend Neuerkrankungen, mit leicht steigender Tendenz. Durch den hohen Stand der medizinischen Versorgung und kontinuierliche Fortschritte bei Diagnose und Therapie beträgt die Heilungsrate heute über 90 Prozent.

Ursachen & Symptome

Ursachen und Risikofaktoren für Hodenkrebs

Die genaue Ursache für Hodenkrebs ist bislang nicht geklärt, man geht jedoch von einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren aus. Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählt der Hodenhochstand (Maldescensus testis), bei dem der Hoden nicht im Hodensack liegt. Selbst nach operativer Korrektur in der Kindheit bleibt das Erkrankungsrisiko erhöht. Auch das Auftreten von Hodenkrebs in einem Hoden erhöht das Risiko für den zweiten Hoden. Genetische Einflüsse spielen ebenfalls eine Rolle: Liegt die Erkrankung bereits in der nahen Verwandtschaft vor, steigt das Risiko. Daneben gelten eine eingeschränkte Fruchtbarkeit und eine Verkleinerung des Hodengewebes als Begleitfaktoren. Alltägliche Einflüsse wie Verletzungen oder das Tragen enger Kleidung haben nach aktuellem Wissen keinen Einfluss auf das Erkrankungsrisiko.

Symptome von Hodenkrebs: Wann ist ärztlicher Rat erforderlich?

Hodenkrebs macht sich meist durch eine schmerzlose Verhärtung oder eine tastbare Vergrößerung eines Hodens bemerkbar. Häufig werden diese Veränderungen zufällig entdeckt, da sie keine Beschwerden verursachen. Ein vereinzeltes Ziehen oder Spannungsgefühl im Hoden oder in der Leiste sowie eine Veränderung der Größe oder Konsistenz des Hodens können hinzukommen. Ein Druckgefühl im Hodensack ist ebenfalls möglich.

Breitet sich der Tumor aus, können Symptome wie Rückenschmerzen (bei befallenen Lymphknoten), anhaltender Husten, Atemnot oder ungewollter Gewichtsverlust auftreten. Diese Beschwerden deuten meist auf ein fortgeschrittenes Stadium hin.

Die regelmäßige Selbstuntersuchung der Hoden ist besonders wichtig. Einmal im Monat – am besten nach dem Duschen oder Baden – sollten Männer auf Veränderungen achten. Jede neuartige Auffälligkeit, unabhängig von Schmerzen, sollte rasch ärztlich abgeklärt werden. Die frühe Entdeckung verbessert die Prognose entscheidend.

Diagnostik

Diagnose von Hodenkrebs: Präzise Befunderhebung für die Therapieplanung

Die Diagnose von Hodenkrebs erfolgt systematisch und ist maßgeblich für die optimale Planung der Behandlung. In der Schön Klinik Gruppe wird besonderer Wert auf eine umfassende und zuverlässige Diagnostik gelegt.

Der erste Schritt umfasst eine ausführliche Erhebung der Krankengeschichte mit besonderem Augenmerk auf Symptome, Vorerkrankungen und familiäre Risikofaktoren. Es folgt eine körperliche Untersuchung, wobei der Urologe den Hoden, den Hodensack sowie die umliegenden Lymphknoten abtastet. Eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie) gibt in der Regel bereits einen deutlichen Hinweis auf einen Hodentumor und hilft, bösartige Veränderungen von gutartigen abzugrenzen. Um festzustellen, ob der Tumor gestreut hat, schließen sich Bildgebungen mittels Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) von Brustkorb, Bauch und Becken an.

Zur weiteren Abklärung werden sogenannte Tumormarker im Blut gemessen, etwa Alpha-Fetoprotein (AFP), Beta-HCG und Laktatdehydrogenase (LDH). Veränderungen dieser Werte geben Hinweise auf die Tumorart und das Ausmaß der Erkrankung.

Eine Besonderheit ist, dass bei Verdacht auf Hodenkrebs keine Gewebeprobe (Biopsie) entnommen wird, um eine Verbreitung von Tumorzellen zu vermeiden. Die sichere Diagnose erfolgt erst durch die feingewebliche Untersuchung nach operativer Entfernung des betroffenen Hodens.

Fachlich geprüft von:
Priv. Doz. Dr. Jens Cordes
Chefarzt