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Individuelle Therapieansätze für nachhaltige Veränderung

Chronische Depression und Dysthymie

Das Erleben von Traurigkeit, Antriebslosigkeit oder depressiver Verstimmung zählt zu den universell menschlichen Erfahrungen. Halten diese Symptome jedoch über mindestens zwei Jahre an und beeinträchtigen Lebensqualität sowie Funktionsfähigkeit erheblich, spricht die medizinische Fachwelt von einer chronischen Depression oder persistierenden depressiven Störung. In abgeschwächter Ausprägung wird von einer Dysthymie gesprochen. Die Schön Klinik Gruppe ist spezialisiert auf die evidenzbasierte, psychotherapeutische Behandlung dieser langjährigen und komplexen Störungsbilder, einschließlich der hochfunktionalen Depression. Das individualisierte Therapiekonzept CBASPersonalized basiert auf einem speziell für Menschen mit chronischer Depression entwickelten Therapieverfahren namens CBASP („Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy“). Im Kern lernen die Patientinnen und Patienten, sich selbst und ihre Wirkung auf andere besser zu verstehen – und so neue Wege im Umgang mit ihrem Umfeld zu finden (mehr dazu s. u.). Nachfolgend werden zentrale Aspekte zu Symptomen, Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten skizziert und der therapeutische Schwerpunkt der Schön Kliniken in diesem Bereich erläutert.

Was ist eine chronische Depression?

Chronische Depression bezeichnet eine über mindestens zwei Jahre bestehende depressive Symptomatik, die mit massiven Einschränkungen im beruflichen, sozialen und privaten Alltag einhergeht. Im Gegensatz zur akuten depressiven Episode, zeichnet sich die chronische Form durch eine persistierende, oft therapieresistente Symptomatik aus. Besonders Patientinnen und Patienten mit mehrfach erfolglosen Therapieversuchen – darunter medikamentöse, psychotherapeutische oder kombinierte Ansätze – erleben eine langanhaltende Belastung.
Im klinischen Kontext ist die klare Unterscheidung zu anderen psychiatrischen Krankheitsbildern essenziell. Während depressive Verstimmungen zum Erleben des Menschen gehören und auch selbstlimitierend sein können, sind chronische Verläufe differenziert zu betrachten. Hochfunktionale Depressionen können sich zudem so äußern, dass Betroffene trotz gravierender Beschwerden weiterhin nach außen hin funktionieren – die Problematik bleibt dabei jedoch häufig verborgen.

Wie äußert sich eine chronische Depression?

Das klinische Bild der chronischen Depression präsentiert sich mit vielfältigen emotionalen, kognitiven und somatischen Symptomen, die sich typischerweise schleichend entwickeln. Zu den prägenden Merkmalen zählen:

  • andauernd gedrückte oder gleichförmige Stimmung mit nur kurzen Unterbrechungen
  • deutlicher Interessenverlust (Anhedonie) an einst bewährten Aktivitäten
  • reduzierter Antrieb sowie rasche Erschöpfung bereits bei Alltagsaufgaben
  • Schwierigkeiten, Freude, Hoffnung oder Perspektive zu empfinden
  • sozialer Rückzug, Gefühl von Entfremdung oder reduzierte Verbundenheit
  • Schlafstörungen (Ein- und Durchschlafprobleme), gestörter Tag-Nacht-Rhythmus
  • Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen, Entscheidungsprobleme
  • übermäßige Schuldgefühle, niedriges Selbstwertgefühl
  • wiederkehrende Gedanken an Tod oder Suizid

Häufig finden sich diese Symptome bereits im jungen Erwachsenenalter, werden jedoch nicht selten fehlinterpretiert. Für Außenstehende ist es mitunter nicht einfach, die hohe innere Belastung des Betroffenen zu erkennen, nicht zuletzt da Menschen mit chronischer Depression quasi eine Mauer um sich herum aufbauen, um sich selbst vor weiteren Verletzungen zu schützen. Dies geschieht meist infolge durchlebter widriger Beziehungserfahrungen – und genau hier kann CBASP wirkungsvoll ansetzen. Zusätzlich zu den oben genannten Symptomen können weitere auftreten, denn Komorbiditäten mit weiteren psychischen Erkrankungen sind bei chronischen Depressionen häufig. Auch diese Begleiterkrankungen erfordern dann eine therapeutische Berücksichtigung erfordern.

Dysthymie: ebenfalls chronisch, aber abgeschwächt

In Abgrenzung zur chronischen Depression ist eine Dysthymie eine abgeschwächte, aber über mindestens zwei Jahre fast kontinuierlich bestehende depressive Symptomatik. Die Intensität ist geringer als bei einer depressiven Episode (Major Depression), dennoch sind die Funktionsbeeinträchtigungen erheblich und gehen nur selten mit symptomfreien Intervallen einher.
Typische Beschwerden einer Dysthymie sind:

  • Chronisch gedrückte, depressive Grundstimmung.
  • Eingeschränktes Selbstwertgefühl, Hoffnungslosigkeit, Hilflosigkeit.
  • Anhaltende Ermüdbarkeit, Erschöpfung und Konzentrationsdefizite.
  • Rückzug aus sozialen Kontakten und Schwierigkeiten mit zwischenmenschlichen Beziehungen.

Erste Symptome zeigen sich oftmals bereits im Jugendalter, wobei die Erkrankung über Jahre oder Jahrzehnte persistieren kann. Dysthymie erhöht das Risiko für zusätzliche depressive Episoden („Double Depression“) und verlangt nach einem spezialisierten therapeutischen Vorgehen.
 

Spezialisierte Kliniken für Chronische Depression und Dysthymie

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Luftaufnahme der Schön Klinik Bad Bramstedt umgeben von Wald
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Schön Klinik Bad Bramstedt

Birkenweg 10
24576 Bad Bramstedt
+49 4192 504-7600

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