7. Aiblinger Intensivsymposium widmete sich ethischen und rechtlichen Grenzfragen der Intensivmedizin
Am 10. Juni 2026 fand das 7. Aiblinger Intensivsymposium in der Schön Klinik Bad Aibling Harthausen statt. Die Veranstaltung stand unter dem thematischen Schwerpunkt „Ethik und Recht in der Intensivmedizin“ und rückte eine der schwierigsten Fragen ärztlichen Handelns in den Mittelpunkt: Welche intensivmedizinischen Therapien sind wie lange geboten – und wann ist die Grenze der Sinnhaftigkeit erreicht? Damit griff das Symposium ein Spannungsfeld zwischen Medizin, Ökonomie, Ethik und Recht auf, das für die intensivmedizinische Versorgung zunehmend wichtiger wird.
Das große Interesse gab dem Thema recht: Mehr als 100 Ärztinnen, Ärzte, Therapeutinnen, Therapeuten und Pflegekräfte aus der Region folgten der Einladung von Priv.-Doz. Dr. med. Volker Huge, Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin in der Schön Klinik Bad Aibling Harthausen. Zudem konnten erneut renommierte Referenten für den Abend gewonnen werden: Dr. Andrej Michalsen, international anerkannter Experte für Ethik in der Intensivmedizin und langjähriges Mitglied der Sektion Ethik der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), sprach über die Indikationsstellung intensivmedizinischer Maßnahmen. Prof. Dr. Bernhard Zwißler, Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Leiter des Zentrums für Intensivmedizin am LMU Klinikum München, diskutierte die Fallstricke und Herausforderungen bei der Therapiezieländerung kritisch kranker Patientinnen und Patienten. Den Abend eröffnete Dr. Tim Eiser, Oberarzt der Intensivmedizin und Palliativmediziner der Schön Klinik Bad Aibling Harthausen, mit einem Fallbeispiel aus dem klinischen Alltag.
„Es war ein rundum gelungener Abend mit hochkarätigen Fachleuten, spannenden Vorträgen und einem sehr regen Austausch. Dass so viele Interessierte den Weg zu uns gefunden haben, zeigt, wie sehr diese ethischen und rechtlichen Grenzfragen unsere Kolleginnen und Kollegen bewegen“, resümierte Dr. Huge. „Mit unserem jährlichen Intensivsymposium möchten wir dazu beitragen, die Qualität intensivmedizinischer Versorgung kontinuierlich weiterzuentwickeln. Der Erfolg dieses Abends bestärkt uns darin, diese wichtige Tradition fortzuführen“, betonte er und kündigte eine Fortsetzung der Reihe an.
Das Aiblinger Intensivsymposium hat sich in den vergangenen Jahren als feste Fortbildungsveranstaltung etabliert und fördert die Vernetzung von Intensivmedizinerinnen und Intensivmedizinern in der Region. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der teleintensivmedizinischen Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Intensivmedizin München (ZIM) der Ludwig-Maximilians-Universität München zu.
Mit der regelmäßigen Ausrichtung des Symposiums unterstreicht die Schön Klinik Bad Aibling Harthausen ihren Anspruch, aktuelle Entwicklungen der Intensivmedizin aufzugreifen und den fachlichen Austausch mit renommierten Zentren und Expertinnen und Experten aktiv zu fördern.
Bild v.l.n.r.: Dr. Eiser, Prof. Dr. Zwißler, Dr. Michalsen, Dr. Huge
Über die Schön Klinik Bad Aibling Harthausen
Die Schön Klinik Bad Aibling Harthausen ist eines der größten neurologischen und orthopädischen Fachzentren Deutschlands mit einem breiten und zugleich hoch spezialisierten Behandlungsangebot. Das Spektrum reicht von der Diagnostik über die Intensivmedizin, die konservative und operative Akutmedizin bis hin zur Rehabilitation. Die Fachklinik verfügt über 440 Betten und behandelt mit ihren 1.300 Mitarbeitenden jährlich rund 10.700 stationäre und ambulante Patientinnen und Patienten. Wesentliche Schwerpunkte in der Neurologie sind die Intensivmedizin, die Akutneurologie mit eigener Stroke-Unit, die neurologische Frührehabilitation mit weiterführender Rehabilitation sowie das Alzheimer Therapiezentrum. Eine besondere Spezialisierung im Bereich der Inneren Medizin liegt für die Akutgeriatrie vor. Schwerpunkte der Orthopädie sind das Wirbelsäulen- und das Gelenkzentrum. Die Behandlungskonzepte orientieren sich an den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, teilweise ist die Fachklinik über Forschungsprojekte auch an der Entwicklung neuer Verfahren beteiligt. Dementsprechend gehören innovative Ansätze wie robotergestützte Therapien seit Jahren zum Behandlungsstandard.
www.schoen-klinik.de/bad-aibling-harthausen
Über die SCHÖN KLINIK GRUPPE
Die 1985 gegründete Schön Klinik Gruppe ist das größte Familienunternehmen im deutschen Krankenhaussektor. An 17 Kliniken und 47 ambulanten und tagesklinischen Einrichtungen in Deutschland und Großbritannien arbeiten rund 13.600 Mitarbeitende zusammen, um täglich die beste Behandlungsqualität für gesetzlich und privat versicherte Patientinnen und Patienten zu erzielen. Das Portfolio umfasst Schwerpunktversorger, Grund- und Regelversorger sowie Fachkliniken in den Bereichen Psychosomatik, Orthopädie, Neurologie und Rehabilitation.
