Behandlungsmethoden

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Die Handfunktionen möglichst optimal wiederherstellen

Morbus Dupuytren ist heute mit verschiedenen Therapieansätzen gut behandelbar.
Neben der Dupuytren-Operation bieten unsere Spezialisten an der Schön Klinik auch minimalinvasive Dupuytren-Therapien an. Auch mit kleinen Eingriffen können wir häufig verwachsene Bindegewebsstränge in Ihrer Hand lösen, etwa durch den Einsatz von Medikamenten oder feiner Nadeln.

Konservative Behandlungsmethoden

Morbus-Dupuytren-Behandlung: neue Therapien als Alternative zur Dupuytren-OP

Es stehen uns zwei ambulante minimalinvasive Verfahren für Ihre Dupuytren-Therapie zur Verfügung:

Wenn der Bindegewebsstrang bei Ihnen sehr ausgeprägt und gut tastbar ist, können unsere Handchirurgen Sie mit einem Medikament behandeln (Collagenase-Behandlung / Enzym-Behandlung). Dabei wird das Enzym Collagenase direkt in den verdickten Bindegewebsstrang eingespritzt und schwächt diesen.

Nach 24 Stunden ist der Strang dann so geschwächt, dass der Handchirurg ihn mit einer gezielten Überstreckung der Handfläche zerbrechen kann. Für diese Behandlung brauchen Sie nur zwei Tage hintereinander kurz in unsere Klinik kommen. Sie brauchen  keine Vollnarkose und haben keine offenen Wunden. Ihre Hand wird einen Tag geschient  und bereits am nächsten Tag können Sie sie wieder voll einsetzen.

Bei einer Krümmung im Grundgelenk und einem gut tastbaren Bindegewebsstrang können wir Sie auch mit einer feinen Nadel behandeln (PNF-Methode /Nadelfasziotomie). Unter örtlicher Betäubung zerstechen wir damit den Bindegewebsstrang durch die Haut. So wird dieser wie bei der Enzym-Behandlung geschwächt und kann ebenfalls zerbrochen werden.

Allerdings treten bei der Hälfte der Patienten nach den ambulanten Behandlungen nach etwa drei Jahren wieder Probleme auf. So muss immer individuell entschieden werden, welche Behandlungsmethode für Sie aktuell am besten zur Verbesserung Ihrer Lebensqualität geeignet ist.

Operative Behandlungsmethoden

Morbus Dupuytren: Operation durch neue Methoden nicht überholt

Im Anfangsstadium der Krankheit sind die Bindegewebsstränge meist noch nicht so gut tastbar. Bei fehlender Bewegungseinschränkung sollte mit einer Operation noch abgewartet werden. Beginnt jedoch eine Einschränkung der Beweglichkeit der Finger oder findet sich ein fortgeschrittenes Stadium mit sehr stark verkrümmten Händen, dann ist eine Operation langfristig die beste und sicherste Behandlung. Allerdings ist die Dupuytren-OP mit einem Krankenhausaufenthalt und einer längeren Regenerationszeit verbunden. Im Anschluss an die Operation muss Ihre Hand für einige Zeit ruhiggestellt werden. Dafür erhalten Sie eine maßgefertigte Schiene, die Sie in den ersten zwei Wochen nach der OP Tag und Nacht tragen müssen. Weitere sechs Monate müssen Sie sie nachts tragen. Bereits ein oder zwei Tage nach der OP wird die Schiene allerdings zu Übungszwecken abgenommen, damit Sie Ihre Finger und Ihre Hand so früh wie möglich wieder bewegen können. Unsere Therapeuten zeigen Ihnen gezielte Übungen für Zuhause und nach etwa sechs bis acht Wochen können Sie Ihre Hand wieder voll einsetzen.
Ambulant geht schneller – aber der Patient ist auch schneller wieder bei uns, weil wahrscheinlich ein Folgeeingriff nötig ist.
Dr. Bernhard Lukas, Chefarzt der Hand-, Mikro-, plastischen Chirurgie der Schön Klinik München Harlaching