Behandlungsmethoden

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Individuelles Vorgehen – auf Ihre Beschwerden abgestimmt

Nicht alle Erkrankungen des Verdauungstraktes müssen zwangsläufig operiert werden. So können wir beispielsweise ein Magengeschwür oder einen zu engen Mageneingang sehr wirkungsvoll mit entsprechenden Medikamenten oder einer Injektion therapieren.
Einige Darmerkrankungen können auch durch eine gezielte Ernährungsberatung und anschließende Kostumstellung deutlich verbessert werden. Entsprechend umfangreich ist unser konservatives Behandlungsangebot in der Schön Klinik.

Konservative Behandlungsmethoden

Therapie bei akuten Oberbauchschmerzen

Bei Verdacht auf eine Erkrankung im Bereich des Magens oder Zwölffingerdarmes kann zunächst eine säurehemmende Therapie erfolgen. Ergänzend können Medikamente eingesetzt werden, die die Bewegungsabläufe des Magens, zum Beispiel bei Verkrampfungen, beeinflussen. Führt diese Behandlung nicht in wenigen Tagen zum Erfolg, kann nach Ausschluss der Erkrankung anderer Organe eine Magenspiegelung erfolgen, die immer eine genaue Diagnose ergibt. Auch ist es möglich, dass Schleimhaut-Bakterium Helicobacter mit anderen Mitteln als der Magenspiegelung festzustellen, zum Beispiel in der Atemluft, im Blut oder im Stuhlgang. Bei Nachweis des Bakteriums kann dann eine gezielte Behandlung erfolgen.

Operative Behandlungsmethoden

Der Darmschrittmacher – Inkontinenz behandeln, Infektionen vermeiden

Für die Kontrolle der Harnausscheidung bzw. des Stuhlgangs sind die Sakralnerven von entscheidender Bedeutung. Sie befinden sich im Bereich des Kreuzbeins, unmittelbar oberhalb des Steißbeins. Über sie sendet das Gehirn Befehle als elektrische Impulse über das Rückenmark an den Dickdarm und die Blase. Bei gesunden Menschen wird zum Beispiel die Information einer vollen Blase oder eines vollen Mastdarms über die Sakralnerven an das Gehirn übermittelt. Sind die Sakralnerven jedoch verletzt, kommt es zu ungewollten oder sogar irrtümlichen Mitteilungen, die über die Nervenbahnen gesendet werden: Inkontinenz ist die Folge. Die Stimulation durch einen Darmschrittmacher kann dann helfen, die Mitteilungen zu korrigieren. Dazu wird der Schrittmacher im Gesäß oder im Bauchbereich implantiert. Von dort sendet er seine elektrischen Impulse an die jeweiligen Sakralnerven. Die gesamte Behandlung wird von den Krankenkassen übernommen.

Vor dem Einsatz: die Teststimulation
Zunächst bestimmt unser Spezialist genau den Nerv, der die für Blase beziehungsweise Darm zuständigen Muskeln am besten stimuliert. In einer Teststimulation überprüfen wir dann, ob die Therapie bei Ihnen wirkt. Dafür führen wir einen dünnen Draht in Ihren Kreuzbeinbereich ein und schließen ihn an einem kleinen Gerät an. Dieses tragen Sie während der Testphase an Ihrem Gürtel. Indem Sie nun Ihre Blasen- oder Darmaktivität in einem Tagebuch genau aufzeichnen, helfen Sie uns, Rückschlüsse auf die Wirksamkeit bei Ihnen zu ziehen.

Bei Besserung der Inkontinenz: permanente Implantation
Verspüren Sie in der mehrwöchigen Testphase eine deutliche Besserung, steht einer dauerhaften Implantation des Schrittmachers nichts mehr im Weg. In einer etwa einstündigen Operation wird er schließlich über zwei bis drei kleine Hautschnitte eingesetzt und mit der stimulierenden Elektrode verbunden. Ihre Nerven werden durch die elektrische Stimulation nicht geschädigt. Die Haltbarkeit der Batterie beträgt ca. fünf bis neun Jahre. Für den Austausch ist nur ein kleiner Hautschnitt unter lokaler Betäubung nötig.