Behandlungsmethoden

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So behandeln wir einen Herzinfarkt

Bei einem Herzinfarkt ist schnelle Hilfe entscheidend. Innerhalb der ersten Stunde stehen die Aussichten gut, dass eine Herzkatheter-Behandlung den Infarkt nahezu ohne Folgen des Herzmuskels therapieren kann. Auch da die Gefahr des Herzstillstands durch Kammerflimmern in der ersten Stunde am größten ist, sollte bei Herzinfarkt- Symptomen rasch reagiert und der Rettungsdienst alarmiert werden.

Konservative Behandlungsmethoden

Erste Notfallversorgung

Erstes Ziel der Notfallversorgung ist es, den Kreislauf zu stabilisieren, Schmerzen zu nehmen und lebensrettende Medikamente wie Aspirin zu geben.

Operative Behandlungsmethoden

Beste Behandlung je nach Art des Infarkts

Herzinfarkt-Patienten müssen umgehend in eine geeignete Klinik mit 24-stündiger Herzkatheter-Bereitschaft transportiert werden. Dort werden spezielle Herzkatheter über die Schlagadern in die Leiste oder den Arm eingeführt und so die Herzkranzgefäße über eine digitale Röntgenanlage mit Kontrastmittel sichtbar gemacht. Mit dieser Methode lassen sich hochgradige Engstellen oder Verschlüsse der Herzkranzgefäße feststellen. Ob und wann die Herzkatheter-Behandlung durchgeführt wird, hängt vom Infarkt-Typ ab.

Beim „großen“ Herzinfarkt mit typischen EKG-Veränderungen, die auf einen akuten Gefäßverschluss hinweisen, sollte die Herzkatheter-Behandlung möglichst unverzüglich und unbedingt innerhalb von 90 bis maximal 120 Minuten erfolgen.

Der Einsatz des Herzkatheters beim „kleinen“ Herzinfarkt oder instabilen Brustschmerzen hängt von den Beschwerden und möglichen Risikofaktoren ab. Bei fortbestehenden Beschwerden sollte sofort eine Herzkatheter-Untersuchung erfolgen. Bei nur geringem Risiko kann der Eingriff auch noch in einem Intervall von maximal ein bis zwei Tagen durchgeführt werden.

Mit Hilfe des Herzkatheters können wir nach der Wiedereröffnung eines Gefäßes auch Stents (Gefäßstützen) implantieren. Diese erweitern das verschlossene Gefäß und halten es offen. Dadurch führen sie zu einer Normalisierung des Blutflusses. In seltenen Fällen – zum Beispiel bei sehr schwerem Befall aller drei Herzkranzgefäße oder des linken Hauptgefäßes – wird statt einer Herzkatheter-Behandlung eine Bypass-Operation durchgeführt. Über die im Einzelfall beste Behandlungsstrategie entscheiden die Herz-Spezialisten. Unser Ziel ist es immer, einen dauerhaften Schaden am Herzmuskel zu vermeiden oder so gering wie möglich zu halten.