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10.09.2026 10:47 Uhr

Sicher auf den Beinen: Mehr als 120 Gäste informieren sich über Gangunsicherheit und Sturzprävention

Mehr als 120 Interessierte kamen am 9. September 2026 zur kostenfreien Informationsveranstaltung „Sicher auf den Beinen: Gangunsicherheit verstehen und Stürzen vorbeugen“ der Schön Klinik Bad Aibling Harthausen und der OVB Heimatzeitungen ins OVB MEDIA Forum in Rosenheim. Die Veranstaltung war ausgebucht. Im Mittelpunkt standen Ursachen und Erscheinungsformen von Gangunsicherheit, moderne Behandlungsmöglichkeiten sowie konkrete Ansätze zur Sturzprävention.

Aktiv und sicher unterwegs zu sein, bedeutet Lebensqualität und Selbstständigkeit. Doch Gehen ist eine anspruchsvolle Leistung: Muskeln, Gelenke, Nerven und Gehirn müssen präzise zusammenspielen. Neurologische Erkrankungen wie z.B. Parkinson oder Polyneuropathie können dieses Zusammenspiel beeinträchtigen. Betroffene gehen beispielsweise mit kleineren Schritten, haben Schwierigkeiten beim Anlaufen oder erleben ein plötzliches „Einfrieren“ der Bewegung – das sogenannte Freezing of Gait. Dadurch steigt auch das Sturzrisiko.

Im Rahmen der Veranstaltung am 9. September 2026 im OVB Media Forum in Rosenheim erläuterte Prof. Dr. Klaus Jahn, Chefarzt der Neurologie, welche Ursachen hinter Gangstörungen stehen können und welche modernen Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Er machte deutlich, dass sich Gangunsicherheit gezielt behandeln lässt. Entscheidend ist, ihre Ursachen und besonderen Erscheinungsformen zu erkennen und die medizinische Behandlung individuell darauf abzustimmen.

Neben der medizinischen Behandlung spielt die Physiotherapie eine wichtige Rolle. Physiotherapeutin Susanne Tillmann stellte konkrete therapeutische Ansätze vor und zeigte vier einfache Übungen, die sich unkompliziert in den Alltag integrieren lassen. Unter dem Motto „Vier Übungen, vier Minuten am Tag“ setzte sie diese direkt gemeinsam mit dem Publikum um. So konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unmittelbar erfahren, wie gezielte Bewegungsstrategien und regelmäßiges Training dazu beitragen können, das Gehen sicherer zu gestalten, Stürzen vorzubeugen und die Selbstständigkeit im Alltag möglichst lange zu erhalten.

Im Anschluss nutzten zahlreiche Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, Fragen zu stellen und sich mit den Fachleuten persönlich auszutauschen. Die große Resonanz und die hohe Besucherzahl zeigen, wie relevant verständliche Informationen und praktische Hilfen rund um Gangunsicherheit, Mobilität und Sturzprävention für Betroffene und Angehörige sind.

links: Prof. Klaus Jahn; rechts: Susanne Tillmann