Behandlungsmethoden

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Wir helfen Ihnen, Ihre Depression zu überwinden

Verschiedene Ansätze bieten wirksame Hilfe bei Depression. Sie können sich auch gegenseitig ergänzen. Alle Methoden zielen auf eine Verbesserung der Stimmung und der weiteren Symptome ab und sollen Ihnen langfristig wieder eine bessere Lebensqualität ermöglichen.

In vielen Fällen können Depressionen ambulant behandelt werden. Wenn dies nicht ausreicht oder ohne Erfolg bleibt, kann eine stationäre Therapie erforderlich werden. Hier wirkt allein schon die Distanz zu häuslichen Aufgaben und Konflikten sowie zur erlebten Überforderung oft entlastend. Alternativ kann aber auch die teilstationäre Behandlung in einer Tagesklinik sinnvoll sein. Die Nähe zum Alltag ist der große Vorteil einer Tagesklinik, denn Sie können das Gelernte direkt zu Hause ausprobieren. Falls dort Probleme auftreten, können Sie diese in der Therapie besprechen und Lösungsansätze erarbeiten.

Konservative Behandlungsmethoden

Depression: Behandlung mit Medikamenten

Bei einer mittelschweren und schweren Depression ist eine unterstützende medikamentöse Behandlung mit einem Antidepressivum oft sinnvoll. Dieses soll zur Normalisierung des Hirnstoffwechsels und somit zur Verbesserung der Beschwerden beitragen. In Einzelfällen kommen zusätzlich weitere Methoden, wie die Wachtherapie, zur Anwendung. Schon nach einer schlaflosen Nacht verbessert sich bei vielen Patienten die Stimmung.

Psychotherapie nach der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT)

Mit Hilfe der Psychotherapie erarbeiten wir gemeinsam mit Ihnen Ansatzpunkte für positive Veränderungen in Ihrem Leben.

Zu den Therapieelementen gehören:
  • der Aufbau positiver und angenehmer Aktivitäten und Erlebnisse
  • die Veränderung verzerrter, übermäßig negativer oder pessimistischer Denkmuster
  • das Einüben sozialer Fertigkeiten zum besseren Umgang mit anderen Menschen
  • der (Wieder-)Aufbau sozialer Kontakte
  • der Aufbau von Strategien zum Lösen von Problemen
  • sport- und bewegungstherapeutische Maßnahmen
  • Achtsamkeitstraining

Psychotherapeutische Gruppensitzungen

An der Schön Klinik gibt es zahlreiche psychotherapeutische Gruppensitzungen, aus denen Ihr Therapeut die für Sie passenden Gruppen für Ihren individuellen Therapieplan aussucht.

Depressionsbewältigungsgruppe
Hier lernen Sie, wie sich die Depression auf Ihre Person und Ihre zwischenmenschlichen Beziehungen auswirkt. Angeleitet von einem Therapeuten entsteht ein Austausch mit anderen Betroffenen. Auf diese Weise lernen Sie die depressiven Denk- und Verhaltensweisen besser zu verstehen. Sie beobachten Ihr Verhalten genau, diskutieren mit den anderen Teilnehmern Ihre selbstgesteckten Ziele und erkennen dabei Veränderungsmöglichkeiten. Dies führt zu mehr positiven Aktivitäten, konstruktiverem Denken, verbesserter Stimmung auch in zwischenmenschlichen Kontakten. Langfristig finden Sie so ein ausgewogenes Maß zwischen Aktivität und Selbstfürsorge, das Ihnen mehr Stabilität gibt.

Berufsbezogene Gruppentherapien
Verschiedene Berufsgruppen sind besonders gefährdet, an einem Burnout zu erkranken, aus dem sich eine manifeste Depression entwickeln kann. Für Lehrer, Polizeibeamte, Ärzte und Therapeuten bieten wir an der Schön Klinik daher jeweils spezielle Behandlungskonzepte. In diesen Gruppen erlernen Sie Strategien, um auch nach der Rückkehr in den Beruf langfristig gesund zu bleiben.

Achtsamkeitsbasierte Therapie
Wer achtsam durch das Leben läuft, kann sich neue Optionen eröffnen.

Therapie bei chronischen Depressionen

Wenn Sie länger als zwei Jahre an einer Depression leiden und keine Besserung spüren, leiden Sie unter einer chronischen Depression. Dann benötigen Sie ein spezielles Therapiekonzept: Das kognitiv-verhaltensorientierte Analysesystem der Psychotherapie (CBASP) ist speziell bei chronischen Depressionen ein nachweislich erfolgreiches Konzept, das Ihnen hilft, Ihre Krankheit besser zu bewältigen.

Therapie einer Altersdepression

Grundsätzlich unterscheidet sich die psychotherapeutische Behandlung älterer Menschen nur wenig von der Behandlung Jüngerer. Für die praktische Durchführung haben wir jedoch inhaltliche Anpassungen vorgenommen, um auch älteren Betroffenen eine erfolgreiche Teilnahme zu ermöglichen.

Für unsere älteren Patienten, die sich häufig in einem Lebensumbruch befinden, wurde das Behandlungskonzept „60 “ entwickelt. Dabei stehen Themen wie Verlust bzw. Verlustängste, Umgang mit altersbedingten Einschränkungen, Wertschätzung des bisherigen Lebenslaufes oder Versetzung in den Ruhestand im Vordergrund.

Im Gegensatz zu jüngeren Patienten verfügen Sie aber auch über einen Vorteil: Ihre große Lebenserfahrung. Auf diese greifen unsere Therapeuten zurück und machen Ihnen bewusst, welche Herausforderungen Sie schon gemeistert haben. Diese Stärke fließt in die Lösungsstrategien Ihrer aktuellen Krise ein.

Zur Behandlung stehen verschiedene Ansätze zur Verfügung, die sich als wirksam erwiesen haben und sich ergänzen können:

Gerontopsychosomatischer Behandlungsansatz
Da im Alter oft körperliche und psychische Erkrankungen gleichzeitig auftreten, ist eine Behandlung wichtig, bei der vor allem die Fachbereiche Psychosomatik und Geriatrie eng zusammenarbeiten. Dabei erhalten Sie neben psychotherapeutischen Elementen auch eine intensive organmedizinische Behandlung. Unsere Spezialabteilung für Gerontopsychosomatik ist für Menschen ab 65 Jahren definiert. Hier unterstützen wir Sie dabei, Lebensthemen wie Angst vor Behinderung, Abhängigkeit, Pflegebedürftigkeit, Einsamkeit und Wegfall der Alltagsstrukturierung zu bewältigen.

Medikamentöse Behandlung
Insbesondere bei einer mittelschweren oder schweren Depression ist oft eine medikamentöse Behandlung mit einem Antidepressivum sinnvoll. Dies soll zur Normalisierung des Hirnstoffwechsels und somit zur Verbesserung der Beschwerden beitragen. Hier achten unsere Ärzte genauestens auf die gute Verträglichkeit mit anderen notwendigen Medikamenten.