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COVID-19 - Fragen und Antworten

Die häufigsten Fragen zu COVID-19

Das Corona-Virus stellt uns alle vor eine nie da gewesene Herausforderung. Viele von uns stellen sich Fragen, zum Beispiel wie man sich infiziert und wie man behandelt wird, wenn es soweit kommt. Gemeinsam mit verschiedenen Experten haben wir die häufigsten Fragen gesammelt und möchten Ihnen an dieser Stelle Antworten geben.

Unsere Antworten basieren auf dem aktuellen Wissenstand vom 08. April 2020. Weitere Informationen finden Sie tagesaktuell auf den Seiten des Roboter-Koch-Instituts sowie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Corona-Viren sind seit vielen Jahrzehnten bekannt. Es gibt vier Corona Erreger, die typischerweise nur Erkältungssymptome hervorrufen. Drei Erreger (SARS 1, SARS 2, MERS) können zu schweren Krankheitsverläufen führen. Das neuartige Corona-Virus wurde allerdings erst Ende 2019 identifiziert. Im Moment wird angenommen, dass Tiere für die Übertragung auf uns Menschen verantwortlich waren.

Bei uns Menschen lösen diese Viren unterschiedliche Krankheiten aus, die von einer einfachen Erkältung bis hin zu einem möglichen tödlich verlaufenden Lungenversagen reichen.

In der Wissenschaft trägt das Corona-Virus den Namen SARS-CoV-2. Besteht eine Infektion bei einem Menschen, so ist der Name der Erkrankung COVID-19.

Das Virus ist von Mensch zu Mensch über eine Tröpfcheninfektion übertragbar. Das bedeutet, dass das Virus aus den Atemwegen eines Infizierten über die Luft eingeatmet wird. Das Virus vermehrt sich dann in den Atemwegen und der Lunge. Im nächsten Schritt kann es dann zu Symptomen kommen, die einer Grippe sehr ähnlich sind.

Möglicherweise kann die Übertragung auch durch eine Schmierinfektion (Berührung kontaminierter Oberflächen) und Ansteckung über die Bindehaut der Augen. Bisher sind jedoch keine Übertragungen über diesen Weg bekannt.

Die durch das Corona-Virus SARS CoV-2 verusachte Erkrankung, die COVID-19 (Corona Virus Disease 2019) genannt wird, wirft für die Wissenschaft aktuell noch viele Fragen auf. Da dieses neuartige Virus erst vor einigen Monaten zum ersten Mal beschrieben wurde, gibt es kaum wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse. Der Wissensstand zu Ursachen, Verlauf und Symptomen der Krankheit unterliegt stetigen Veränderungen. Aufgrund der Beobachtung bisheriger Infektions- und Krankheitsverläufe haben sich jedoch die folgenden Symptome als besonders häufig herauskristallisiert:

  • Fieber (≥ 38,5 °C)
  • trockener Husten
  • Abgeschlagenheit
  • Kurzatmigkeit
  • Muskel-, Kopf- oder Gliederschmerzen
  • Halsschmerzen

Allerdings bedeutet es nicht, dass eine Person mit diesen Symptomen zwangsläufig an COVID-19 erkrankt ist, da diese Beschwerden auch bei anderen Infestionskrankheiten auftreten. Gleichermaßen ist bei andersartigen Symptomen eine Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus nicht zwingend ausgeschlossen. Es wurden auch bereits weniger häufige Symptome wie zum Beispiel Geschmacks- und Geruchsverlust oder Durchfall sowie atypische und symptomarme Verläufe der Erkrankung bebachtet.

Im Falle einer Infektion sind Verläufe von symptomlos bis zur schweren Lungenentzündung möglich. In 80% sind die Verläufe milde bis moderat. Bei etwa 5% der Infektionen wandert der Erreger in die Lunge und löst eine Lungenentzündung aus, die in besonders schweren Fällen durch ein Lungenversagen (ARDS) zum Tod führen kann.

Umso wichtiger ist es, sich selbst und andere mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln vor einer Infektion zu schützen.

Gerade weil die Verläufe der Infektion mit dem SARS CoV-2 Virus so unterschiedlich sein können, fragt sich jeder, ob er oder ein Angehöriger möglicherweise besonders gefährdet und dem erhöhten Risiko eines schweren Verlaufes ausgesetzt ist. Einzelfälle haben gezeigt, dass es grundsätzlich nahezu jeden treffen kann – unabhängig von Alter und Gesundheitszustand. Dennoch weisen die Statistiken gewisse Tendenzen auf, aus denen man konkrete Risikogruppen ableiten kann. 

Zu den Risikogruppen gehören ältere Menschen ab etwa 50 - 60 Jahren sowie Personen mit

  • Chronischen Erkrankungen der Atemwege
  • Geschwächtem Immunsystem (z.B. aufgrund von Immundefizienz, Strahlen- oder Chemotherapie bei Krebserkrankungen oder nach Organtransplantationen)
  • Bluthochdruck
  • Herz-Kreislauf-Erkankungen
  • Diabetes mellitus
  • Lebererkrankung
  • Adipositas
  • Sonstigen schweren (chronischen und malignen) Grunderkrankungen

Aktuell wird davon ausgegangen, dass bis zu 14 Tage zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit vergehen können - das nennt man Inkubationszeit.

Deswegen richtet sich die Quarantänezeit auch nach dieser Zeitangabe. Betroffene müssen 14 Tage zu Hause bleiben, wenn sie Kontakt mit einem Corona-Erkrankten hatten.

Es gibt jedoch auch Fälle, bei denen die Inkubationszeit länger beschrieben wurde. Meist stellen sich nach aktuellem Kenntnisstand die Symptome 5 – 6 Tage nach der Infektion ein.

Die virale Ansteckung beginnt nach aktuellen Erkenntnissen wahrscheinlich 2 Tage vor Symptombeginn und endet vermutlich 7 bis 10 Tage nach Krankheitsbeginn.

Untersuchungen auf das Corona-Virus per PCR-Test sind nach Expertenmeinung erst dann ratsam, wenn die typischen Symptome auftreten. Wer keine Symptome hat und sich wohl fühlt, sollte zunächst nach aktuellem Stand nicht getestet werden, damit die verfügbaren Ressourcen sinnvoll genutzt werden.

Allerdings gibt es derzeit auch Untersuchungen, bei denen asymptomatische bzw. symptomarme Personen getestet werden. Dies dient zur Erforschung des Corona-Virus.

Wenn Sie Kontakt zu einer nachweislich infizierten Person hatten, sollten Sie sich testen lassen. Nehmen Sie in diesem Fall telefonisch Kontakt zu Ihrem Hausarzt, dem Gesundheitsamt oder dem kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der bundesweit einheitlichen Telefonnummer 116 117 auf.

Da sich das Virus in den Atemwegen aufhält, dient ein Abstrich aus dem Rachenraum als Basis für einen Test. Dabei wird mit einem Wattestäbchen Untersuchungsmaterial aus dem tiefen Rachen entnommen. Alternativ kann ein Abstrich auch über die Nase erfolgen, was deutlich unangenehmer ist als durch den Mund.

Dieser Abstrich wird an das Labor geschickt und in der Regel steht innerhalb von circa 24 Stunden das Ergebnis zur Verfügung, über das der zuständige Arzt in Kenntnis gesetzt wird. Bei einem positiven Ergebnis besteht für die Einrichtung, die den Test durchgeführt hat, die Verpflichtung, das Gesundheitsamt der betreffenden Stadt zu informieren. Für die getestete Person gelten dann sofortige Quarantänemaßnahmen über einen Zeitraum von mindestens 14 Tagen, sofern kein Krankenhausaufenthalt notwendig ist.

Bei einer bereits überstandenen Corona-Infektion sind lediglich Antikörper über das Blut nachweisbar. Das kann für die Zukunft ein wichtiger Test sein, um festzustellen, wer über einen Schutz gegen das Virus verfügt. Es gibt sogar Ideen, das Serum (Bestandteil des Blutes) der Personen, die eine Infektion überstanden haben, als Therapie für Erkrankte einzusetzen - das ist jedoch aktuell noch Gegenstand der Forschung.

Der beste zur Zeit verfügbare Schutz vor einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus ist die Impfung mit einem der neu zugelassenen Impfstoffe. Darüber hinaus schützen am besten die bewährten Maßnahmen:

  • Regelmäßiges Händewaschen: mindestens 30 Sekunden lang mit Seife, gründlich unter fließendem Wasser abspülen und sorgfältig abtrocknen. Auf öffentlichen Toiletten zum Schließen des Wasserhahns möglichst ein Einweghandtuch oder Ihren Ellenbogen verwenden.

  • Einhalten der Hust- und Nies-Etikette: Beim Husten oder Niesen möglichst großen Abstand zu anderen Personen halten und nach Möglichkeit von anderen Personen wegdrehen. In ein Einwegtaschentuch oder die Armbeuge niesen oder husten. Die Hand als Schutz vermeiden, da so Viren und Bakterien unnötig verteilt werden.

  • Reduzieren aller Kontakte so weit wie möglich. Abstand 1,5-2 m.

Es gibt unterschiedliche Maskenarten – mit und ohne DIN-basierten Filtereigenschaften.

Die sogenannten FFP-Masken (1, 2 und 3) verfügen über unterschiedliche DIN-genormte Filtereigenschaften. FFP steht dabei für „filtering face piece“. Wichtig ist der gute Sitz am Träger. Diese Masken sollten jedoch zwingend den professionellen Hilfskräften vorbehalten sein.

Die einfacheren chirurgischen Gesichtsmasken oder selbstgenähte Mund-Nase-Masken senken durch ihre Filtereigenschaften in Gegenwart von Infizierten das Übertragungsrisiko für die tragende Person. Auch hier ist entscheidend, dass die Maske korrekt getragen wird, also eng anliegend über Mund und Nase. Diese Masken bieten allerdings keinen vollständigen Schutz. Wenn Corona-Infizierte die Masken tragen, wird das Übertragungsrisiko auf andere Menschen jedoch deutlich gesenkt.

Für eine Minderung der Übertragungsgefahr wurden diese Mund-Nase-Masken ursprünglich auch konzipiert. Sie sollen im Krankenhaus, speziell im OP-Saal, die Patienten vor Keimen der Ärzte oder Pfleger schützen.

Eine direkte Therapie für die Behandlung des Corona-Virus gibt es aktuell noch nicht. Es stehen allerdings verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, die Symptome zu behandeln.

Bei Fieber werden den Patienten fiebersenkende Medikamente verabreicht und gegen Schmerzen sogenannte Analgetika. Auch Übelkeit und Brechreiz können therapiert werden. Infusionen helfen dabei, ein mögliches Flüssigkeitsdefizit auszugleichen und lebensnotwendige Mineralien zuzuführen. Ebenso können bei Durchfällen entsprechende Medikamente helfen.

Dies ist jedoch nur ein Auszug an Beispielen für die Behandlung der COVID-19-Symptome.

Liegt eine begleitende bakterielle Infektion vor, kann auch eine zielgerichtete Antibiotika-Therapie zum Einsatz kommen.

Bei auftretender Atemnot sollte unbedingt Kontakt mit einem Arzt aufgenommen werden. Nach entsprechender Diagnostik (Bildgebung, Blutgase) kann bei Veränderung der Blutsauerstoffwerte Sauerstoff über eine sogenannte Nasensonde oder -maske zugeführt werden. Gegebenenfalls können weitere Therapiemaßnahmen notwendig sein, wie zum Beispiel eine Beatmungstherapie. Sollte dies der Fall sein, ist eine Aufnahme auf eine Intensivstation unabdingbar. Dort stehen neben Beatmungsgeräten auch weiteres intensivmedizinisches Equipment, Intensivpflege und intensivmedizinische ärztliche Betretung zur Verfügung, um den Krankheitsverlauf nach Möglichkeit günstig zu beeinflussen.

  • Hygiene – regelmäßig, vor allem nach Kontakten im öffentlichen Raum, die Hände gründlich (ca. 30 Sekunden) mit Seife waschen, unter fließendem Wasser abspülen und sorgfältig abtrocknen.
  • Einhalten der Hust- und Niesettikette
  • Kontakte zu anderen Personen reduzieren und so weit wie möglich vermeiden.
  • Mindestabstand einhalten: die Empfehlung liegt bei 1,50 m bis 2,00 m
  • Bewegung und Sport an frischer Luft: das stärkt Körper, Geist und Abwehrkräfte.
  • Gesunde Ernährung: viel Obst und Gemüse essen zur Versorgung mit wichitgen Vitaminen und Mineralien, um das Immunsystem zu stärken.
  • Für chronisch Kranke (beispielsweise Allergiker, Asthmatiker, Diabetiker): Medikamente gut einstellen lassen und regelmäßig einnehmen.
  • Rauchen vermeiden: Rauchen schwächt die Lunge, Raucher zählen mit zur Risikogruppe.

Unsere Behandlungsangebote nach COVID-19

Nach einer Corona-Erkrankung leiden viele Patienten noch unter „Folgeerkrankungen“ und Spätfolgen. Diese reichen von neurologischen Beschwerden bis hin zu kardiologischen oder pneumologischen Symptomen und Erkrankungen. Auch die psychischen Belastungen einer Corona-Infektion dürfen nicht unterschätzt werden. Aus diesem Grund haben die Experten der Schön Klinik maßgeschneiderte Behandlungs- und Rehabilitationskonzepte für Sie erstellt. Damit Sie nach einer Corona-Erkrankung wieder zurück ins Leben finden.

Pneumologische Reha für COVID-19 Patienten

Haben Sie eine COVID-19 Erkrankung mit schwerem Verlauf hinter sich und möchten wieder frei durchatmen? Wir bieten Ihnen eine auf Sie und Ihre speziellen Bedürfnisse zugeschnittene Reha.

Psychosomatische Behandlung nach COVID-19

Wir bieten Ihnen eine psychosomatische Behandlung nach einer Corona-Erkrankung. Sie erhalten bei uns eine individuelle Therapie, zugeschnitten auf Ihre Psyche.