Behandlungsmethoden

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Die meisten Fehlstellungen sind gut und einfach behandelbar

Welche Therapie bei einer Fehlstellung Ihres Fußes für Sie am besten geeignet ist, hängt immer vom Ausmaß der Verformung und Ihren Beschwerden ab. Leichte Fälle können oft durch Schuheinlagen und Training der Fußmuskulatur gut behandelt werden. Nur bei schweren Fällen ist ein operativer Eingriff erforderlich.

Konservative Behandlungsmethoden

Konservative Therapie: Korrektur der Fehlstellung durch Schuheinlagen

Mildere Platt- und Hohlfüße können gut mit Einlagen therapiert werden.

Bei Plattfüßen werden Einlagen eingesetzt, die das Längsgewölbe des Fußes stützen. So werden die Fußmuskeln aktiviert, die dieses Längsgewölbe halten.

Die Einlagen bei einem Hohlfuß sind am Fußaußenrand erhöht und kippen dadurch den Fuß aus der Fehlstellung. Je flexibler der Fuß, desto besser sind die Erfolgsaussichten.

Operative Behandlungsmethoden

Operative Behandlung bei einem Plattfuß

Bei jungen Patienten können wir die Fehlstellung durch einen Abstandhalter („Spacer“) zwischen dem Fersenbein und dem Sprungbein korrigieren. Nach zwei bis drei Jahren wird dieser wieder entfernt. Voraussetzung für diese OP ist, dass sämtliche Sehnen normal funktionieren.

Besteht eine knöcherne Brücke zwischen einzelnen Fußwurzelknochen, können wir diese ebenfalls im Rahmen einer Operation entfernen. Da Sie die betroffenen Gelenke während Ihres bisherigen Lebens nie normal bewegt haben, können allerdings Restbeschwerden verbleiben. Hat sich gar kein normales Gelenk ausgebildet, kann unter Umständen nur durch eine Gelenkversteifung Beschwerdefreiheit erreicht werden.
Bei einer Plattfuß-OP korrigieren unsere Spezialisten die Fehlstellung und stellen zudem eine normale Funktion der Tibialis-posterior-Sehne wieder her. Hierzu nähen wir eine der vielen Sehnen, die die Zehen beugen, zur Verstärkung auf die Tibialis-posterior-Sehne. Die Fehlstellung der Knochen beheben wir durch eine Stellungskorrektur im Fersenbein. Je nach individueller Fehlstellung können zusätzlich Operationsschritte nötig werden, wie eine Stellungskorrektur im Mittelfuß oder eine Verlängerung der Achillessehne.

Besteht die Fehlstellung schon über viele Jahre, kann das untere Sprunggelenk irreversibel geschädigt sein. Liegt bereits eine Arthrose im unteren Sprunggelenk vor, lassen sich Fehlstellung und Beschwerden nur durch eine Versteifung des unteren Sprunggelenks behandeln. Ziel ist es daher, frühzeitig eine Behandlung einzuleiten, sodass versteifende Operationen nicht notwendig sind.

Operative Behandlung bei einem Hohlfuß

Bei der Operation eines Hohlfußes korrigieren wir die Rückfußfehlstellung am Fersenbein. Gegebenenfalls werden die Außenbänder verstärkt und der Muskelzug gekräftigt, indem wir einzelne Sehnen zum Fußaußenrand umlenken. Je nach individueller Fehlstellung kann es notwendig werden, einzelne Sehnen zu verlängern bzw. weitere knöcherne Stellungskorrekturen durchzuführen.