Niereninsuffizienz-Therapie

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Verschiedene Bausteine – je nach Stadium der Erkrankung

Nierenerkrankungen sind in der Regel chronische Erkrankungen. In der Schön Klinik achten wir deshalb besonders auf ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Arzt und Patient. Es bildet die Grundlage für den Erfolg der Niereninsuffizienz-Therapie und für die Lebensqualität des Patienten. Unsere Nierenversagen-Behandlung setzt sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen:
  • Behandlung der auslösenden Grunderkrankung
  • Nierenschutz-Therapie, um das Fortschreiten zu verhindern bzw. zu verlangsamen
  • Behandlung der eigentlichen Niereninsuffizienz mit ihren Folge-Erkrankungen
  • Vorbereitung und Durchführung einer Nierenersatz-Behandlung (Dialyse, Transplantation)

Konservative Behandlungsmethoden

Niereninsuffizienz-Therapie ohne OP: Behandlung der auslösenden Grunderkrankung

In der Schön Klinik legen wir großen Wert auf eine genaue Diagnosestellung, da oft eine sehr spezialisierte Therapie erforderlich ist. Unsere erfahrenen Ärzte orientieren sich dabei immer am aktuellen Stand der Forschung. Bei Bluthochdruck oder Zuckerkrankheit geht es zum Beispiel darum, die optimale Einstellung dieser Vorerkrankung zu finden.

Nierenschutztherapie – das Fortschreiten der Niereninsuffizienz verhindern

Durch bestimmte Verhaltensweisen oder die wirksame Behandlung von Begleiterkrankungen kann das Fortschreiten einer Niereninsuffizienz verzögert und in manchen Fällen sogar gestoppt werden. Deshalb informieren wir unsere Patienten ausführlich über mögliche Vorsorgemaßnahmen (Prophylaxe).

Behandlung der eigentlichen Niereninsuffizienz und ihrer Folge-Erkrankungen

Neben der Niereninsuffizienz-Therapie legen wir ein besonderes Augenmerk auf die konsequente Behandlung ihrer Folgeerkrankungen. Viele Nierenfunktionen lassen sich durch gezielte Therapien unterstützen oder sogar ersetzen. Beispielsweise wird die Blutbildung durch das Hormon Erythropoeitin (kurz: Epo) und der Knochenstoffwechsel teilweise durch Vitamin D reguliert. In der Schön Klinik zeigen wir Ihnen auch, wie Sie Ihre Ernährungsgewohnheiten an Ihre persönliche Stoffwechselsituation anpassen können. 

Niereninsuffizienz-Therapie: Dialyse

Bei einem Nierenversagen kann die Nierenfunktion durch die sogenannte Dialyse ersetzt werden. Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten: die Hämodialyse, im Volksmund auch „Blutwäsche“ genannt, und die Peritoneal- oder Bauchfelldialyse. Die Dialyse-Technik wurde in den letzten Jahrzehnten permanent verfeinert. Sie rettet vielen Betroffenen das Leben und ermöglicht ein relativ komfortables Leben.

Hauptaufgabe der Dialyse ist die Entfernung der Stoffwechsel-Abbauprodukte, die Kontrolle der Blutsalze und die Regulation des Wasserhaushalts. Welches Verfahren angewendet wird, hängt von mehreren Faktoren ab. Neben den medizinischen Voraussetzungen spielen auch persönliche Lebensumstände und Wünsche eine wichtige Rolle. In der Schön Klinik legen wir großen Wert darauf, Sie vor dem Beginn einer Dialyse-Therapie umfassend über alle Nierenersatz-Verfahren sowie mögliche Vor- und Nachteile aufzuklären.

Hämodialyse („Blutwäsche“)
Über ein Dialyse-Gerät wird das Blut von Giftstoffen und überschüssigem Wasser befreit. Die Blutsalze werden ausgeglichen. Zur Durchführung der Dialyse ist ein Gefäßzugang nötig, der meist am Arm hergestellt wird. Die Hämodialyse-Therapie wird in der Regel in einer Dialyse-Praxis durchgeführt. Dazu kommen Sie mindestens dreimal pro Woche für jeweils vier Stunden an das Dialyse-Gerät. Bei geeigneten Voraussetzungen kann die Hämodialyse auch zu Hause durchgeführt werden (Heim-Hämodialyse).  

Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse)
Bei diesem Verfahren wird mehrmals täglich frische Dialyse-Flüssigkeit in die Bauchhöhle geleitet und beim nächsten Wechsel wieder abgelassen. So werden Giftstoffe und überschüssiges Wasser entfernt. Für diese Behandlungsform ist ein dauerhafter Katheter über die Bauchdecke erforderlich. Unsere Chirurgen in der Schön Klinik habe große Erfahrung bei diesem Eingriff. 

Durch ihre tägliche Anwendung gilt die Peritonealdialyse als kreislaufschonender. Zudem ermöglicht sie große Eigenständigkeit, weil sie problemlos zu Hause durchgeführt werden kann. Ergänzend kann sie durch ein Dialyse-Gerät unterstützt werden.

Operative Behandlungsmethoden

Operative Niereninsuffizienz-Therapie: Nierentransplantation

In besonderen Fällen kann man die Niere durch eine Transplantation ersetzen. Dazu wird die Niere eines anderen Menschen in den Körper des Erkrankten verpflanzt. Man unterscheidet zwischen der Lebendspende (zum Beispiel von einem Angehörigen) und der Spende eines Verstorbenen (zum Beispiel nach einem Unfall). Nierentransplantationen werden in ganz bestimmten, spezialisierten Zentren vorgenommen. Nach dem Eingriff ist eine dauerhafte Einnahme von Medikamenten notwendig, um die Abstoßung der Spenderniere zu verhindern.