Morbus Perthes-Therapie

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Individuelle Hüftkopfnekrose-Therapie – je nach Krankheitsstadium

Ziel aller Therapieverfahren in der Schön Klinik ist es, den Hüftkopf innerhalb der Hüftgelenkpfanne zu halten. Im Endstadium sollen gleichförmige Gelenkverhältnisse vorliegen. Dazu stehen uns verschiedene konservative und operative Methoden zur Verfügung.

Konservative Behandlungsmethoden

Morbus-Perthes-Therapie: konservative Möglichkeiten

Regelmäßige Physiotherapie, häufig über mehrere Jahre hinweg, ist ein wesentlicher Bestandteil der Morbus-Perthes-Therapie. Nur so kann der Hüftkopf in der Pfanne zentriert und somit die Beweglichkeit maßgeblich verbessert werden.

Wenn sich die Beweglichkeit im Zuge der Physiotherapie nicht ausreichend verbessert, gibt es weitere konservative Möglichkeiten:
  • die sogenannte Extensionstherapie – hierbei wird durch ein Gewicht die hüftgelenksumgreifende Muskulatur gedehnt und das Gelenk entlastet
  • die Anlage eines Spreizgipses (Petrie Cast), der insbesondere vor geplanten Operationen zur Verbesserung der Beweglichkeit manchmal erforderlich ist
In der Regel kann sich der Patient im Alltag belasten, jedoch nach dem Motto: Schritte sparen, um eine übermäßige Belastung des Hüftgelenks zu vermeiden.

Ist das Hüftgelenk allerdings schlecht beweglich, hinkt das Kind oder kommt es zum Gelenkerguss, sind Gehhilfen oder ein Rollstuhl notwendig, um das Hüftgelenk zu entlasten.

Sportliche Belastung, darunter auch Trampolinspringen und Hüpfen, ist während der gesamten Erkrankungsdauer bis zum Wiederaufbau des Hüftkopfes verboten. Nur Schwimmen und Radfahren sind in Maßen möglich.

Operative Behandlungsmethoden

Morbus-Perthes-Therapie: operative Möglichkeiten

Wenn der Hüftkopf nicht mehr vollständig von der Hüftgelenkpfanne umschlossen wird, kommt es zu einem sogenannten Containment-Verlust. In diesem Fall helfen häufig nur operative Maßnahmen, um den Hüftkopf wieder in der Pfanne zu zentrieren. Dies kann sowohl durch einen Eingriff am Oberschenkelknochen (Varisationsosteotomie) als auch am Becken (Beckenosteotomie) erfolgen.  Manchmal ist auch die Kombination beider OP-Verfahren erforderlich.