Nachsorge

Lebensqualität und Selbstständigkeit erhalten

Rehabilitative Maßnahmen sind bereits auf der Intensivstation bzw. in der Frühphase notwendig, um nachfolgende Komplikationen zu verhindern. Sowohl bei unvollständiger als auch bei kompletter Querschnittlähmung konzentriert sich die Behandlung zunächst darauf, Fehlhaltungen und Fehlbelastung zu vermeiden. Im Frühstadium kommt es darauf an, den Kreislauf zu stabilisieren. Dies gelingt durch die kontrollierte Mobilisation auf der Bettkante und die Mobilisation im Rollstuhl. Um die verbliebenen motorischen Fähigkeiten zu erhalten und die Funktions- und Bewegungseinschränkung von Gelenken zu vermeiden, setzen wir kombinierte Übungen aus der Physiotherapie und der Ergotherapie (Bewegungstherapie) ein. Die Übungen trainieren gezielt intakte Muskeln. Sofern noch ein Teil der Nervenzellen intakt ist, können auch gelähmte Gliedmaßen neue Bewegungen erlernen. Zudem können Betroffene den sicheren Umgang mit dem Rollstuhl in alltagsnahen Situationen verbessern, zum Beispiel beim Überwinden von Bordsteinkanten.

Rehabilitation und Nachsorge

Lokomat-Therapie bei erhaltener Restfunktion

Ist das Rückenmark nicht vollständig durchtrennt und haben Fasern des Rückenmarks unversehrt überlebt, besteht die Chance, dass Patienten wieder lernen, ihre Muskeln anzusteuern. Hierzu ist monatelanges Training notwendig. Die Schön Klinik Bad Aibling bietet Patienten mit erhaltener Restfunktion an, die Gehfähigkeit mit einem motorbetriebenen Gangroboter, dem Lokomaten, zu trainieren. Bei einer Therapieeinheit zwischen 45 und 60 Minuten treiben dabei Motoren die Ober- und Unterschenkel des mit Haltegurten gesicherten Patienten so an, dass Schreitbewegungen wie beim Gehen entstehen. Während des Trainings werden alle Sinne des Patienten angesprochen.

Als erstes Krankenhaus in Süddeutschland setzt die Schön Klinik Bad Aibling zudem den Gangroboter EKSO ein. Dieses neue Therapiegerät ermöglicht Gelähmten wieder selbstständig zu gehen.