Nachsorge

Bei Arthrose: Schulter-Nachbehandlung für Schmerzfreiheit

Patienten mit Arthrose konnten ihre Schulter in der Regel vor der OP nicht vollständig belasten und einsetzen. Daher braucht eine operierte Schulter Zeit, um wieder voll beweglich zu werden. Ziel der Nachbehandlungsphase ist es nun, dass Sie Ihre Schulter wieder voll im Alltag einsetzen können – ganz ohne Schmerzen.

Rehabilitation und Nachsorge

Vorsichtige Physiotherapie nach Schultertotalprothese (TEP)

Kurz nach der Operation wird Ihre Schulter meist in einer stabilisierenden Bandage ruhiggestellt. Nur so kann sie richtig ausheilen. Um die Beweglichkeit aber schnellstmöglich wiederherzustellen, üben unsere Physiotherapeuten mit Ihnen bereits ab dem ersten Tag nach der Operation erste Bewegungen aus dem Verband heraus. Ist eine schmerzarme Beweglichkeit Ihrer Schulter möglich, kann die Bewegungstherapie in den ersten Tagen durch eine passive Motorschiene, einem sogenannten Bewegungsstuhl, ergänzt werden.

Reha nach Implantation einer Schulterprothese

Die Rehabilitation nach inverser und anatomischer Schulterprothese unterscheidet sich deutlich. Falls bei Ihnen ein anatomisches Schultergelenk eingesetzt wurde, empfehlen wir, die Schulter für etwa vier bis sechs Wochen in einer Bandage zu sichern, um die Sehnenheilung zu gewährleisten. In dieser Zeit sollten Sie mit Ihrem Physiotherapeuten nur passive Bewegungsübungen durchführen. Eine intensive ambulante oder stationäre Rehabilitation ist in dieser Phase noch nicht sinnvoll. Ab der vierten bis sechsten Woche beginnen Sie mit aktiven Übungen zur Steigerung des Bewegungsumfangs. Ist eine gute und schmerzfreie Beweglichkeit erreicht, schliesst sich ein Kraftaufbautraining an. Die Nachbehandlung dauert etwa drei bis vier Monate. Insbesondere Kräftigungsübungen der Schultermuskulatur sollten noch länger durchgeführt werden.

Nach dem Einsatz von inversen Schulterprothesen kann schneller mit der aktiven Bewegung begonnen werden. Eine Sicherung in einer Armschlinge ist in der Regel etwa ein bis drei Wochen lang notwendig. Eine stationäre Reha kann sich direkt an den Klinikaufenthalt anschließen. Ähnlich wie bei der anatomischen Prothese wird zunächst die Beweglichkeit des Schultergelenks verbessert, und dann schrittweise mit Kräftigungsübungen begonnen. Meistens erreichen unsere Patienten eine adäquate Alltagsfunktion bereits nach sechs Wochen.