Nachhaltige Therapien für die junge Seele

Patientin in der Kunsttherapie

Altersgerechte Therapiekonzepte – weil Jugendliche keine Erwachsenen sind

Wir betreuen unsere jugendlichen Patienten intensiv und haben unser klinisch-therapeutisches Angebot auf die speziellen Bedürfnisse der Jugendlichen zugeschnitten. Die Therapie unserer jugendlichen Patienten orien­tiert sich an den fachlichen Leitlinien für eine krankheitsspezifische Behandlung. Dabei berücksichtigen wir die individuellen Bedürfnisse der Jugendli­chen.

Wir unterstützen den Kontakt unserer Patienten mit ihrer Familie während des Aufenthalts, denn die Angehörigen haben eine wich­tige Funktion in der gemeinsamen Bewältigung der Erkrankung. Zur Gestaltung des weiteren Zusammenlebens sowie der Planung der Nachsorge beziehen wir die Angehörigen frühzeitig in die Therapie ein. Auch der Kontakt zu Freunden ist während des stationären Aufenthalts weiterhin möglich, sofern dies von den Patienten gewünscht und therapeutisch unterstützend ist.

Wer kann zu uns kommen?

In unsere psychosomatischen Fachabteilungen für Jugendliche behandeln wir Kinder und Jugendliche im Alter von 12 Jahren bzw. von 14 bis 18 Jahren. Unser Therapieangebot richtet sich an Patientinnen und Patienten mit Essstörungen, Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen sowie emotionalen Störungen und Bindungsstörungen. Essstörungen stellen dabei die häufigste Diagnose dar, gefolgt von Depressionen. 

Jugendliche machen Notizen auf Flipchart

Intensive Betreuung und Einbindung der Familie

Um ausreichend auf die besonderen Bedürfnisse dieser Altersgruppe eingehen zu können, haben wir unser klinisch-therapeutisches Angebot entsprechend ausgerichtet:

  • intensive therapeutische Begleitung im Alltag
  • altersentsprechende Therapie mit spielerischen Elementen wie Rollenspiele in Einzel- und Gruppentherapien
  • Einbeziehung der Angehörigen in die Therapie
  • Leitungsteam bestehend aus Kinder- und Jugendpsychiatern sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten
  • Stationsteams bestehend aus Kinder- und Jugendpsychotherapeuten, Psychotherapeuten, Kinderkrankenschwestern sowie Fachtherapeuten (Ernährungswissenschaftler, Gestaltungstherapeuten, Sport- und Bewegungstherapeuten und Sozialtherapeuten)
  • enge Zusammenarbeit mit einem interdisziplinären Team aus Ärzten verschiedener Fachrichtungen
  • kontinuierliche therapeutische Betreuung durch Begleitung bei den Hauptmahlzeiten, Tagesstrukturierung und Planung sinnvoller Freizeitaktivitäten

Therapiebegleitender Schulbesuch

Abhängig vom Gesundheitszustand und vom Therapieverlauf ist ein stundenweiser Schulbesuch an einer der in Kliniknähe gelegenen Schulen möglich. An manchen unserer Standorte bieten wir auch einen klinikinternen Schulunter­richt. Voraussetzung ist, dass der Unterricht den Gesundheitszustand nicht belastet, sondern dazu beiträgt, das Gefühl einer gewissen Normalität zu vermitteln und eventuell bestehende Schulängste zu reduzieren. Daher wägen wir die Vor- und Nachteile individuell ab und betreuen die Teilnahme am Schulunterricht therapeutisch. Wir empfehlen zusätzlich, sich noch vor dem Klinikaufenthalt mit der Heimatschule in Verbindung zu setzen, um Fragen zum weiteren Schulbesuch zu besprechen bzw. Unterrichts­materialien anzufordern.

Jugendgerechte Unterbringung

Jugendzimmer Psychosomatik
Die Jugendzimmer in der Psychosomatik (Beispielbild)

Geborgenheit und Betreuung für ein gutes Zuhause auf Zeit

An mehreren Standorten bieten wir stationäre Behandlungsplätze für Jugendliche auf Stationen, die speziell für diese Altersgrup­pe ausgestattet sind. Der Aufenthaltsraum wird von den jugendlichen Patienten selbst gestaltet und ist zentraler Treffpunkt und Kommunika­tionsstätte zugleich. Die Behandlung erfolgt durch ein interdisziplinäres Team unter kinder- und jugendpsychiatrischer Leitung. Unsere Ärzte, Therapeuten und Co-Therapeuten (speziell ausgebildete Pflegekräfte) stehen den Jugendli­chen rund um die Uhr als Ansprechpartner zur Verfügung. Im Rahmen der Therapie werden die jugendlichen Patienten außerdem von Fachtherapeuten betreut.

Tomatenherz auf einem Schneidebrett

Unsere Behandlungsschwerpunkte bei Essstörungen

Wieder geregelt essen
Ein selbstbestimmtes und geregeltes Essverhalten mit ange­messenen Portionsgrößen ist unser zentrales Ziel der Behand­lung.

Lösungsstrategien entwickeln
In einer Kombination aus Einzel- und Gruppentherapien lernen unsere Patienten, das Essverhalten zu normalisieren und individu­elle Lösungen für die hinter der Essstörung stehenden Probleme zu finden.

Für die eigenen Bedürfnisse eintreten
Im sozialen Kompetenztraining lernen die Jugendlichen, ihre Bedürfnisse zunächst einmal wahrzunehmen und im zweiten Schritt angemessen dafür einzutreten. Die kann zum Beispiel sein, die eigenen Grenzen zu erkennen und anderen aufzuzeigen.

Den Körper realistisch wahrnehmen und wieder akzeptieren
Durch Interventionen, wie z. B. Kunsttherapie und Bewegungs­therapie, unterstützt unser Behandlungsteam die Patienten dabei, eine realistische, gesunde und positive Beziehung zum Körper zu entwickeln.

Vorbereitung auf zu Hause
Schon während der stationären Behandlung erarbeiten wir mit den Jugendlichen Strategien für ein geregeltes Essverhalten im häuslichen Umfeld. Zudem erhalten unsere Patienten Strategien und Fertigkei­ten für im Alltag auftretende Probleme.

Wichtige Therapiebausteine bei Depressionen

Gruppentherapie
Erfahrungen zu teilen und zu erleben, dass man mit seinen Problemen nicht alleine ist. Das gibt unseren Patienten Kraft für die Entwicklung eigener Lösungsmöglichkeiten.

Familiengespräche
Unser Ziel ist es, den Angehörigen Verständnis für die Erkrankung zu vermitteln und die Kommunikation innerhalb der Familie zu verbessern.

Sport- und Bewegungstherapie
Durch den Aufbau von Alltagstätigkeiten lernen die Jugendli­chen, dass sie ihre Stimmung durch Aktivität positiv beeinflus­sen können.

Familienalltag testen
Unsere Patienten haben, entsprechend des Gesundheitszustands, die Möglichkeit, ihre Familie an einem Wochenende zu Hause zu besuchen und dabei das in unserer Klinik erlernte Verhalten zu erproben.

Nachsorge
Um einen Rückfall zu vermeiden, achten wir darauf, den Transfer in den Alltag zu gewährleisten

maedchen-beim-boxen

Nachhaltiger Therapieerfolg

Wir messen die Behandlungsfort­schritte unserer Patienten kontinuierlich, um die Therapien weiter verbessern. Dank einer engen Zusammenarbeit mit Universitäten wie z. B. der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Philipps-Universität Marburg werden neueste wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in der klini­schen Praxis umgesetzt. Davon profitieren unsere Patienten. Die Auswertungen der Behandlungsfortschritte zeigen, dass die Jugendlichen auf ihrem Weg in einen möglichst unbeschwerten Alltag nachhaltig unterstützt werden.

Unser Team in den Kliniken

Schön Klinik Bad Arolsen

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Dr. Marion Seidel

Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Fachärztin für psychotherapeutische Medizin
Chefärztin - Psychosomatik & Psychotherapie
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Dipl. Psych. Stephanie Brausewetter

Psychologische Psychotherapeutin
Leitende Psychologin - Psychosomatik & Psychotherapie
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Christopher Moderhak

Psychologischer Psychotherapeut
Leitender Psychologe - Psychosomatik & Psychotherapie

Schön Klinik Bad Bramstedt

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Dr. Christina Teckentrup

Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie
Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie


Chefärztin - Psychosomatische Klinik & Psychotherapie
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Dipl.-Psych. Kirsten Schedler

Psychologische Psychotherapeutin
Leitende Psychologin - Psychosomatische Klinik & Psychotherapie

Schön Klinik Roseneck

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Dr. Silke Naab

Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin
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Dipl.-Psych. Markus Fumi

Psychologischer Psychotherapeut und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut
Leitender Psychologe der Jugendabteilung - Psychosomatik & Psychotherapie

Johanna Bauer

Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
Oberärztin - Psychosomatik & Psychotherapie
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Dr. Simone Pfeuffer

Fachärztin für Kinder-und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie
Oberärztin - Psychosomatik & Psychotherapie
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Dr. Inga Schumann

Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
Oberärztin - Psychosomatik & Psychotherapie
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Kerstin Pfeifer

Pflegedienstleitung

Wo gibt es die spezialisierte Behandlung von Jugendlichen?

Von unseren bundesweit insgesamt neun psychosomatischen Standorten verfügen die drei Kliniken in Bad Bramstedt, Bad Arolsen und in Prien am Chiemsee über spezielle Jugendstationen.

Frau mit Headset im Büro | ©

Die Schön Klinik Beratung

Bei allen Fragen zu unseren speziellen Jugendstationen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.