Essstörungen

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Essstörungen: Wege aus der Essstörung

Ein auffälliges Essverhalten alleine muss noch keine Essstörung bedeuten. Wenn sich aber all Ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen um das Thema Essen drehen, dann sollten Sie sich Hilfe suchen. Das Essen ist im Falle einer Essstörung mit negativen Gefühlen wie Ängsten, Schuldgefühlen, Selbsthass, Ekel, Unzufriedenheit oder Frustration besetzt. Doch Essstörungen sind nicht einfach nur Probleme mit dem Essen, sondern eine komplexe psychische Erkrankung und haben oft schwere gesundheitliche Folgen.

 

Vorreiter in der Behandlung von Essstörungen

Unsere zentralen Behandlungsbausteine bei Essstörungen sind daher sowohl das Ernährungsmanagement als auch die Psychotherapie - mit den Zielen kontrollierte Gewichtsregulierung, Körperakzeptanz und die Lösung zugrunde liegender Probleme. Die Schön Klinik Roseneck war bei ihrer Gründung 1985 die erste Klinik in Deutschland, die ein spezialisiertes stationäres Behandlungskonzept für Essstörungen angeboten hat. Aufgrund der nachweisbar nachhaltigen Erfolge wurde dieses Konzept auf alle neun Standorte ausgeweitet, an denen wir Essstörungen behandeln. Inzwischen vertrauen mehr als 1.600 Patienten pro Jahr auf unsere hohe Spezialisierung und große Erfahrung.

Essstörungen: Symptome frühzeitig erkennen

Allen Formen von Essstörungen gemeinsam ist die ständige gedankliche und emotionale Beschäftigung mit dem Thema Essen und der große Leidensdruck. Das Körpergewicht kann dagegen ganz unterschiedlich sein. Die Bandbreite reicht von stark untergewichtig über normalgewichtig bis hin zu stark übergewichtig (adipös). Auch das Essverhalten unterscheidet sich je nach Art der Essstörung deutlich: Es reicht von der fast vollständigen Vermeidung von Nahrungsaufnahme bis hin zu regelmäßigen Heißhungeranfällen.

Die bekanntesten Formen von Essstörungen sind Magersucht (Anorexia Nervosa), Ess-Brech-Sucht (Bulimie) und Esssucht (Binge-Eating-Störung). Darüber hinaus gibt es weniger bekannte Essstörungen (z.B. Orthorexie), die aber ebenso ernst zu nehmen sind. Häufig treten Essstörungen nicht alleine auf, sondern in Kombination mit anderen psychischen Erkrankungen, wie Depressionen oder Zwängen. Sie können in unterschiedlichen Lebensphasen entstehen und sowohl Frauen als auch Männer betreffen.


Essstörungen: Ursachen - komplexes Zusammenspiel mehrerer Faktoren

Essstörungen haben nie nur eine Ursache, sondern entstehen durch das Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren. Das Verständnis für die individuelle Entstehung der Essstörung ist wichtig, um im Rahmen der Therapie die beeinflussbaren Faktoren positiv zu verändern.

Neben einer möglichen genetischen Veranlagung oder dem Einfluss bestimmter Hormone, gibt es auch Ursachen, die in der Persönlichkeitsstruktur begründet sind. Perfektionismus, Leistungsorientierung, Kontrollbedürfnis oder ein geringes Selbstwertgefühl spielen bei der Entstehung häufig eine große Rolle. 

Konkrete Auslöser für Essstörungen können in der familiären oder gesellschaftlichen Situation liegen. Beispiele dafür können die Scheidung der Eltern oder vorherrschende Schönheitsideale in den Medien sein.

Bei Essstörungen versuchen die Betroffenen, tiefer liegende seelische Probleme durch Essen bzw. Hungern zu lösen. Das Essverhalten dient als vermeintlicher Ausweg, Flucht oder Ersatz für verdrängte Gefühle und Bedürfnisse. Auch stummer Protest oder Ablehnung können sich in Essstörungen äußern.