Dr. Thomas Hölting
Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie
Klinische Akut- und Notfallmedizin
Intensivmedizin, Notarzt (ehemals Notfallmedizin)
Somnologie
Das Obesitas-Hypoventilationssyndrom (OHS), auch als Pickwick-Syndrom bezeichnet, gehört zu den seltenen, aber schwerwiegenden Komplikationen von Übergewicht (Adipositas, BMI>30). Es geht auf eine unzureichende Atmung zurück, die primär durch starkes Übergewicht und eine gestörte Funktionsweise der Atemmuskulatur verursacht wird. Diese Atmungseinschränkung führt zu einer verminderten Sauerstoffaufnahme in den Körper und einer Ansammlung von Kohlendioxid (Hypoventilation).
Betroffene Patienten entwickeln dadurch nicht nur Atemprobleme, sondern leiden oft unter vielfältigen Begleiterscheinungen, wie Tagesschläfrigkeit, Müdigkeit und Konzentrationsproblemen bis hin zu lebensbedrohlichen Komplikationen, wie Herzinsuffizienz oder Bluthochdruck. In den Schön Kliniken bieten wir gezielte Diagnostik- und Therapieoptionen an, die den Betroffenen wieder mehr Lebensqualität ermöglichen – individuell abgestimmt auf die Besonderheiten dieses Krankheitsbildes.
Eine erfolgreiche Therapie des Obesitas-Hypoventilationssyndroms beruht auf einem ganzheitlichen Ansatz, der die zugrunde liegende Adipositas, die gestörte Atemmechanik und mögliche Begleiterkrankungen berücksichtigt. Das Ziel besteht darin, die Sauerstoffaufnahme zu verbessern, das Risiko von Begleiterkrankungen zu minimieren und die Lebensqualität der Betroffenen zu steigern. In den Schön Kliniken bündeln wir dafür Expertisen aus den Bereichen Adipositaschirurgie, Schlafmedizin, Lungenheilkunde, Atemtherapie und Physiotherapie.
Die zwei Hauptpfeiler der Behandlung umfassen:
Bei der konservativen Therapie stehen die Verbesserung der Atmung mit nicht invasiven Mitteln und die Kontrolle von Begleiterkrankungen im Fokus. Dazu zählen:
Wenn konservative Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg erzielen, besteht die Möglichkeit, chirurgische Eingriffe durchzuführen:
Die Wahl der geeigneten Vorgehensweise hängt stets vom individuellen Krankheitsbild ab und wird mit den Patientinnen bzw. den Patienten im Vorfeld umfangreich besprochen.