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Obesitas-Hypoventilationssyndrom (Pickwick-Syndrom)

Das Obesitas-Hypoventilationssyndrom im Blick

Das Obesitas-Hypoventilationssyndrom (OHS), auch als Pickwick-Syndrom bezeichnet, gehört zu den seltenen, aber schwerwiegenden Komplikationen von Übergewicht (Adipositas, BMI>30). Es geht auf eine unzureichende Atmung zurück, die primär durch starkes Übergewicht und eine gestörte Funktionsweise der Atemmuskulatur verursacht wird. Diese Atmungseinschränkung führt zu einer verminderten Sauerstoffaufnahme in den Körper und einer Ansammlung von Kohlendioxid (Hypoventilation).

Betroffene Patienten entwickeln dadurch nicht nur Atemprobleme, sondern leiden oft unter vielfältigen Begleiterscheinungen, wie Tagesschläfrigkeit, Müdigkeit und Konzentrationsproblemen bis hin zu lebensbedrohlichen Komplikationen, wie Herzinsuffizienz oder Bluthochdruck. In den Schön Kliniken bieten wir gezielte Diagnostik- und Therapieoptionen an, die den Betroffenen wieder mehr Lebensqualität ermöglichen – individuell abgestimmt auf die Besonderheiten dieses Krankheitsbildes.

Obesitas-Hypoventilationssyndrom (Pickwick-Syndrom)-Behandlung

So sieht die Therapie beim Obesitas-Hypoventilationssyndrom aus

Eine erfolgreiche Therapie des Obesitas-Hypoventilationssyndroms beruht auf einem ganzheitlichen Ansatz, der die zugrunde liegende Adipositas, die gestörte Atemmechanik und mögliche Begleiterkrankungen berücksichtigt. Das Ziel besteht darin, die Sauerstoffaufnahme zu verbessern, das Risiko von Begleiterkrankungen zu minimieren und die Lebensqualität der Betroffenen zu steigern. In den Schön Kliniken bündeln wir dafür Expertisen aus den Bereichen Adipositaschirurgie, Schlafmedizin, Lungenheilkunde, Atemtherapie und Physiotherapie.

Die zwei Hauptpfeiler der Behandlung umfassen:

  1. konservative Maßnahmen zur Stabilisierung der Atemwege und zur Gewichtsreduktion
  2. gegebenenfalls operative Eingriffe, um langfristige Verbesserungen zu erzielen und weiteren Krankheiten vorzubeugen
    Junge Frau mit geschlossen Augen atmet tief im Wald ein, roter Pullover und grüne Bäume

    Konservative Behandlung

    Bei der konservativen Therapie stehen die Verbesserung der Atmung mit nicht invasiven Mitteln und die Kontrolle von Begleiterkrankungen im Fokus. Dazu zählen:

    1. Gewichtsverlust als zentrale Maßnahme:

    • Eine kombinierte Ernährungsumstellung, Bewegungstherapie und psychologische Unterstützung helfen dabei, nachhaltig abzunehmen und die Atemfunktion zu verbessern. Studien zeigen, dass bereits ein moderater Gewichtsverlust von 10 bis 15 Prozent die Sauerstoffaufnahme erheblich verbessert.
    • Unsere Kliniken unterstützen Sie durch individuelle Pläne und Gruppenseminare zur Förderung einer gesundheitsbewussten Lebensweise.

    2. CPAP-Therapie (Atemunterstützung):

    • Die Anwendung eines CPAP-Geräts (Continuous Positive Airway Pressure)hält den Luftweg im Schlaf offen und reduziert Atemaussetzer sowie das Ansteigen von Kohlendioxid im Blut. Diese Therapie sorgt oft kurzfristig für eine deutliche Verbesserung der Schlafqualität und der Sauerstoffsättigung.

    3. Medikamente:

    • Falls Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes mellitus vorliegen, werden diese symptomgerecht medikamentös therapiert.

    Operative Behandlung

    Wenn konservative Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg erzielen, besteht die Möglichkeit, chirurgische Eingriffe durchzuführen:

    1. Adipositaschirurgie:

    • Eingriffe wie der Magenbypass oder die Schlauchmagen-Operation haben sich als wirksame Maßnahmen etabliert, um eine Gewichtsreduktion zu erreichen und so die Atemprobleme signifikant zu reduzieren. Diese Verfahren werden in unseren Schön Kliniken von spezialisierten Adipositas-Chirurginnen und -Chirurgen durchgeführt.

    2. Operative Atemwegskorrekturen:

    • Wenn anatomische Hindernisse (zum Beispiel vergrößerte Rachenmandeln) die Atmung erschweren, können operative Entfernungen notwendig sein.

    Die Wahl der geeigneten Vorgehensweise hängt stets vom individuellen Krankheitsbild ab und wird mit den Patientinnen bzw. den Patienten im Vorfeld umfangreich besprochen.

    Mehr zum Krankheitsbild (Symptome & Diagnostik)

    Weitere Informationen zur Behandlung im Fachzentrum

    Unsere Spezialisten bei Obesitas-Hypoventilationssyndrom (Pickwick-Syndrom)

    Dr. Thomas Hölting
    CHEFARZT

    Dr. Thomas Hölting

    Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie
    Klinische Akut- und Notfallmedizin
    Intensivmedizin, Notarzt (ehemals Notfallmedizin)
    Somnologie