Wirbelbruch

Die Wirbelsäule ist die tragende Säule des menschlichen Körpers. Sie überträgt die Kräfte und Lasten von Kopf und Rumpf auf Becken und Beine. Das ist keine leichte Aufgabe. Während Brust- und Lendenwirbelsäule eher auf Stabilität und hohe Kräfte ausgelegt sind, steht der Aufbau der Halswirbelsäule ganz im Dienste der Beweglichkeit. Ein Wirbelbruch kann daher schwere Folgen haben.

Eines der Fachgebiete an der Schön Klinik ist der Rücken. Nach einer sorgfältigen Diagnose lassen unsere Spezialisten Ihnen die beste Behandlung zukommen. Damit Sie sich rasch wieder schmerzfrei bewegen können.

Verletzungen der Brust- und Lendenwirbelsäule

Bei einem Sturz oder einem Verkehrsunfall kann es zu einer schweren Verletzung des Brustkorbs kommen. Dadurch kann die Brustwirbelsäule gebrochen sein, aber auch ein Lendenwirbelbruch im unteren Rücken ist möglich.

Ist der Knochen bereits geschwächt, zum Beispiel bei Osteoporose, können auch kleinere Stürze zu Brüchen führen. Im Extremfall brechen Wirbel sogar spontan.

Verletzungen der Halswirbelsäule

Erwachsene ziehen sich Verletzungen häufig durch Stürze zu, zum Beispiel bei Motorrad- oder Mountainbike-Unfällen. Kontaktsportarten, wie Eishockey oder Football, bergen ebenso ein hohes Risiko. Auch beim Reiten oder einem Kopfsprung in unbekanntes Gewässer kann man sich schwer verletzen.

Bei Säuglingen und Kleinkindern können Verkehrsunfälle mit einem Auffahrunfall oder einem Frontalzusammenstoß zu schweren Verletzungen der Halswirbelsäule führen.

Schon harmlose Stürze reichen hingegen aus, um bei älteren Menschen Wirbelbrüche zu verursachen. Auch Patientinnen und Patienten mit Morbus Bechterew (ankylosierende Spondylitis ) haben ein großes Risiko, Wirbelbrüche bei einem Sturz zu erleiden.

Symptome: Anzeichen einer Fraktur

Bestehen nach einem Sturz oder Unfall Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule, sollten Sie immer eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen. Treten Nervenausfälle oder gar Lähmungen auf, kann ein instabiler Wirbelbruch vorliegen. Oft klagen Patientinnen und Patienten über Schmerzen in der Halswirbelsäule und im Nacken, in Ruhe und/oder bei Bewegung. Eine Fehl- beziehungsweise Schiefstellung des Kopfes oder das Gefühl, den Kopf selbst nicht mehr halten zu können, ist ebenfalls Anzeichen für eine Verletzung der Halswirbelsäule.

Bei Osteoporose kann es auch ohne Unfall zum Bruch eines oder mehrerer Wirbel und damit zu erheblichen Schmerzen kommen.

Wenn Betroffene nach einem Unfall nicht ansprechbar sind, sollten Sie sofort den Notarzt rufen!

So machen wir den Wirbelbruch sichtbar

Falls der Verdacht auf eine Verletzung der Wirbelsäule besteht, führen wir im Rahmen der Diagnose zunächst eine vorsichtige körperliche Untersuchung durch und überprüfen die Funktion Ihres Nervensystems. Wir ertasten Schmerzpunkte und stellen fest, ob im Bereich der Arme und Beine die Funktion von Bewegung und Gefühl vollständig ist. Allerdings kann die körperliche Untersuchung eine Verletzung der Halswirbelsäule nie vollständig ausschließen.

Diagnostik bei Verletzungen der Halswirbelsäule

Hier werden die Verletzungen mittels Röntgen, Computertomografie (CT) und Magnetresonanztomografie (MRT) diagnostiziert.

Diagnostik bei Verletzungen der Brust- und Lendenwirbelsäule

Zunächst fertigen wir Röntgenaufnahmen an. Sehen wir hier bestimmte Verletzungszeichen, muss der verdächtige Wirbelsäulenabschnitt mittels Computertomografie (CT) weiter abgeklärt werden. Mit einer Magnetresonanztomografie (MRT) können wir Schäden an Ihrer Wirbelsäule frühzeitig erkennen, auch wenn sie im CT noch nicht erkennbar sind.

Wirbelbruch – unsere Behandlung

Wenn ein Wirbel in Ihrem Rücken gebrochen ist, ist eine schnelle und kompetente Behandlung entscheidend, um negative Spätfolgen des Wirbelbruchs zu vermeiden. In der Schön Klinik Hamburg Eilbek arbeiten international renommierte Spezialisten, auf deren langjährige Erfahrung und wissenschaftliche Expertise Sie vertrauen können.

Ob Sie unter einem Halswirbelbruch, einem Brustwirbelbruch oder einem Lendenwirbelbruch leiden, hier werden Sie optimal versorgt. Unser Ziel ist es, die Stabilität und Belastbarkeit Ihrer Wirbelsäule dauerhaft wiederherzustellen. Häufig ist eine Osteoporose oder ein Morbus Bechterew die zugrunde liegende Ursache des Wirbelbruchs.

Neben konservativen Therapien, wie der Versorgung mit einer Orthese (ähnlich eines Korsetts), ist eine OP bei einem Wirbelbruch oft eine geeignete Therapie. Der Vorteil der Wirbelbruch-OP ist die sofortige Wiederherstellung Ihrer Mobilität. Unsere Experten wenden dabei hochmoderne, teils navigierte OP-Verfahren auch mit intraoperativer CT-Kontrolle an.

Konservative Behandlungsmethoden

  • Korsettbehandlung (Orthese): Liegt ein stabiler Bruch ohne Verletzung von Nervenwurzeln oder des Rückenmarks vor, so kann eine konservative Behandlung gewählt werden. Bei Halswirbelsäulenverletzungen wird in aller Regel eine Halskrause für die ersten Wochen sinnvoll sein. Bei Brust- und Lendenwirbelsäulenverletzungen empfehlen wir zur Schmerztherapie das Tragen eines Stützkorsetts.
  • Diagnostik und Therapie der Osteoporose: Sollte es sich um einen osteoporotischen Bruch eines Wirbelkörpers handeln, leiten wir die weitere Diagnostik und Therapie der Osteoporose ein, die dann ambulant weitergeführt werden sollte.
  • Physiotherapie: Bereits während des stationären Aufenthaltes beginnt die krankengymnastische Übungstherapie, um eine schnelle Mobilisierung zu ermöglichen. Die Weiterbehandlung kann je nach Mobilität der Patientinnen und Patienten ambulant oder im Rahmen einer stationären Rehabilitationsbehandlung erfolgen. Privat Versicherten und Selbstzahlenden können wir die ambulante Nachbehandlung auch im eigenen Haus in unserem Therapie- und Trainingszentrum anbieten.

Operative Behandlungsmethoden

  • Instabile Brüche der Halswirbelsäule: Instabile Brüche müssen operiert werden, damit die Wirbel sich nicht gegeneinander verschieben und zu einer Bedrohung für das Rückenmark werden. Die verletzten Segmente werden mit Schrauben oder Platten fixiert. So wird Ihr Rückenmark nicht weiter geschädigt. Bei instabilen Verletzungen der unteren Halswirbelsäule entfernen wir die verletzten Bandscheiben und die gebrochenen Anteile der Wirbel. Diese ersetzen wir entweder durch ein körpereigenes oder -fremdes Knochenstück oder aber durch einen Wirbelkörperersatz aus Titan beziehungsweise Kunststoff. Eine Titanplatte vor der Wirbelsäule verbessert zusätzlich die Stabilität. Brüche an der oberen Halswirbelsäule werden häufig mit Schrauben oder einem Schrauben-Stab-System fixiert.
  • Instabile Brüche der Brust- und Lendenwirbelsäule: Rund 80 Prozent der Belastung der Wirbelsäule werden von den vorne gelegenen Wirbelkörpern getragen. Kommt es durch eine Verletzung zur Zerstörung eines oder mehrerer Wirbelkörper, müssen diese operativ wieder aufgerichtet und manchmal auch wieder aufgebaut werden. Dank der modernen Wirbelsäulenchirurgie können wir heute auch schwerste Verletzungen so korrigieren und stabilisieren, dass Sie rasch wieder mobil sind und Ihre Wirbelsäule schnell wieder belastbar ist. Je nach Schwere des Bruchs reichen die operativen Techniken einer minimalinvasiven Stabilisierung des Rückens bis zu Wirbelkörperersatzoperationen von der Seite oder von vorne. Alle genannten Verfahren führen wir nach Möglichkeit navigiert auch unter Nutzung unseres intraoperativen CT durch. Dadurch können der durch die Operation verursachte Gewebeschaden, die Operationsdauer und der Blutverlust verringert werden. Dank der kleinen Schnitte haben Sie weniger Schmerzen nach dem Eingriff. Sie erholen sich schneller und sind früher mobil. Die Narben sind nach wenigen Monaten kaum noch sichtbar.
  • Osteoporotische Brüche der Brust- und Lendenwirbelsäule: Mittlerweile sind die Mehrzahl der in Deutschland behandelten Wirbelbrüche durch Osteoporose verursacht. Hier bedarf es einer besonderen Behandlung, da diese Brüche nicht immer instabil sind, aber mit der Zeit zusammensinken und so zu starken Schmerzen führen können. Deshalb ist bei diesen Brüchen eine Verlaufsbeobachtung sehr wichtig. Wir begleiten Sie den ganzen Behandlungsprozess hindurch und kümmern uns um Ihre schnelle Genesung. Sollte im Verlauf eine Operation notwendig werden, so stehen hierfür ebenfalls minimalinvasive Methoden zur Verfügung. Durch Einbringen von Knochenzement in den Wirbelkörper oder das Stabilisierungssystem wird die Stabilität im schwachen Knochen deutlich verbessert.

Nachsorge/Reha

Um den Heilungsverlauf optimal zu gestalten, können wir für Sie eine Rehabilitationsbehandlung bereits im stationären Verlauf in die Wege leiten. Eine ambulante Nachkontrolle in unserer Sprechstunde wird Ihnen selbstverständlich angeboten.

Unsere Spezialisten bei Wirbelbrüchen

CHEFARZT

Prof. Dr. med. Christian Alexander Kühne

Facharzt für Chirurgie
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Zusatzbezeichnung Spezielle Unfallchirurgie
Schwerpunktbezeichnung Unfallchirurgie
Zusatzbezeichnung Handchirurgie
Zusatzbezeichnung Notfallmedizin

LEITENDER ARZT

Dr. Gregor Schmeiser

Facharzt für Allgemeinchirurgie
Facharzt für Unfallchirurgie und Orthopädie
Zusatzbezeichung Rettungsmedizin
Master-Zertifikat der DWG

LEITENDER OBERARZT

Dr. med. Nikolaus Kreitz

Facharzt für Chirurgie
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Schwerpunktsbezeichnung Unfallchirurgie
Zusatzbezeichung Spezielle Unfallchirurgie
Bereichsbezeichung Rettungsmedizin