
Dr. Jens Birkl
Leitender OberarztFacharzt für Viszeralchirurgie
Spezielle Viszeralchirurgie
Ein Darmverschluss – in der Medizin Ileus genannt – kann im Dünndarm oder im Dickdarm auftreten. Dabei kann der Darminhalt (Nahrung, Flüssigkeit, Sekrete, Gase) nicht mehr weitertransportiert werden. Die Folge: Die Darmwand wird nicht mehr mit Blut versorgt und der Darminhalt lässt den Druck in dem Organ ansteigen.
Dort, wo die Blockade entstanden ist, füllt sich der Darm und dehnt sich aus. Es kommt zu einer Schwellung und Entzündung der Schleimhaut. Oberhalb des Darmverschlusses ist die Funktion des Darms hingegen nicht gestört.
Gut zu wissen: Ärztinnen und Ärzte unterscheiden zwischen dem teilweisen/unvollständigen Darmverschluss (Subileus) und dem vollständigen Darmverschluss (Ileus).
Lesen Sie weiter, um zu erfahren, wie ein Darmverschluss entsteht, sich bemerkbar macht und behandelt wird. Bei Fragen sind die Expertinnen und Experten der Schön Kliniken gerne für Sie da!
Fachlich geprüft von Dr. Katja Staade

Je nach Ursache und Ausprägung des Darmverschlusses können unterschiedliche operative Eingriffe erfolgen. Verklebungen, Verwachsungen, Verdrehungen und Verschiebungen lassen sich beispielsweise mittels OP entfernen. Außerdem kann ein chirurgischer Eingriff Abhilfe schaffen, wenn sich Tumore, Gallensteine, Kotsteine oder sonstige Fremdkörper im Darm befinden.
Eine weitere Behandlungsmöglichkeit ist die Ileostomie. Dabei wird der Dünndarm durchtrennt und mit einer Öffnung in der Bauchdecke verbunden. Bei einer Kolostomie wird wiederum der Dickdarm zur Bauchdecke hin geöffnet. In beiden Fällen entsteht ein künstlicher Darmausgang. Dieser kann vorübergehend sein. Das heißt, der Darm erhält Zeit, um zu verheilen – anschließend wird in einer erneuten OP der künstliche Darmausgang wieder verschlossen und die normale Darmfunktion wiederhergestellt.
Wurde der Darm durch den Ileus bereits beschädigt, kann es notwendig sein, die beschädigten Abschnitte zu entfernen.
In manchen Fällen muss zur Behandlung des Darmverschlusses ein Endoskop durch den After geleitet werden. Auch ein Einlauf ist möglich.





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