Hüftarthrose

In jungen Jahren machen die Hüften viel mit. Tanzen, Fußball, Joggen – alles kein Problem. Im Alter sieht das oft anders aus. Wenn die Hüften plötzlich bei jedem Schritt schmerzen, kann das ein Anzeichen für eine Abnutzung im Hüftgelenk sein. Ihre Hüftgelenke sind die zweitgrößten Gelenke in Ihrem Körper. Sie verbinden Ihre Oberschenkel und Ihr Becken miteinander. Im Laufe der Zeit kann das Knorpelgewebe zwischen Oberschenkelkopf und Hüftpfanne verschleißen und es kommt zu einer schmerzhaften Reibung, häufig verbunden mit Schmerzen in der Leistengegend. Diese sogenannte Hüftarthrose ist jedoch gut behandelbar.

Unsere erfahrenen Spezialisten an den Schön Kliniken kombinieren bei der Behandlung Ihrer Hüftarthrose individuelle Physiotherapien mit schmerzstillenden Medikamenten. Zudem wenden wir, wenn notwendig, schonende, auch operative minimalinvasive Verfahren an, um den Einsatz eines künstlichen Hüftgelenks so lange wie möglich hinauszuzögern. Sollte doch eine Endoprothese nötig werden, sorgen wir dafür, dass Sie möglichst schmerzarm und schnell wieder in Bewegung kommen.

Unser Online-Selbsttest gibt Ihnen eine erste Einschätzung, ob eine Erkrankung bei Ihnen vorliegen kann.

Hüftarthrose – unsere Behandlung

Bei einer Hüftarthrose (Koxarthrose) beziehungsweise Hüftgelenksarthrose sollten Sie Ihre Behandlung möglichst früh in die Hände von Spezialisten geben, um Ihr Hüftgelenk möglichst lange zu erhalten. Unsere Spezialisten in der Schön Klinik München Harlaching sind ausgewiesene Experten für die Hüfte und behandeln jährlich eine Vielzahl von Patientinnen und Patienten mit Hüftarthrose. Dabei genießen sie einen ausgezeichneten Ruf weit über die Region München hinaus.

Auch ohne Hüft-OP gibt es viele Möglichkeiten, eine Hüftarthrose zu behandeln. Ist die Hüftgelenksarthrose noch im Anfangsstadium, können wir für viele Patientinnen und Patienten durch medikamentöse Schmerzbehandlung und gezielte physiotherapeutische Übungen Schmerzfreiheit oder zumindest Linderung der Beschwerden erreichen.

Sollten konservative Maßnahmen nicht den erhofften Erfolg bringen oder eine Fehlstellung im Gelenkbereich vorliegen, können auch minimalinvasive Therapie-Ansätze, wie zum Beispiel die Hüftarthroskopie, eine erfolgversprechende Alternative darstellen. Die Behandlung einer solchen Früharthrose kann einen Gelenkersatz hinauszögern oder sogar unnötig machen. Als eines der führenden hüftchirurgischen Zentren in München können wir die geeignete Therapie individuell auf die Patientin oder den Patienten abstimmen.

Sollte doch ein künstliches Hüftgelenk nötig werden, sorgen wir dafür, dass Sie möglichst schmerzarm und schnell wieder fit werden. Bereits vor der Operation Ihrer Hüfte empfehlen wir Ihnen daher im Rahmen unseres Endo Aktiv Programms Übungen für zu Hause. Dadurch bereiten Sie sich optimal auf den Eingriff vor und sind danach schneller wieder mobil.

Alle Operationen werden von erfahrenen Spezialisten durchgeführt, welche im Rahmen des Status als EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung jährlich zertifiziert werden.

Konservative Behandlungsmethoden

  • Medikamente
  • Physiotherapie
  • physikalische Therapie
  • Infiltrationen/Injektionen

Operative Behandlungsmethoden

  • Gelenkersatz (Hüftendoprothese, Hüft-TEP)
  • Revisionsoperationen (Tausch einer bestehenden Hüft-TEP)
  • Versorgung von Frakturen im Hüftbereich
  • Therapie der Hüftkopfnekrose

Nachsorge

  • Multimodale Schmerztherapie
  • physikalische Therapie
  • Anti-Gravity-Laufband

Gelenkersatz

In unserem EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung im Münchner Süden werden modernste Implantate als auch Operationsmethoden angewendet. Aufgrund unseres breiten Versorgungsspektrums und großer Erfahrung kann der Gelenkersatz auf die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten individuell abgestimmt werden. Die endoprothetische Operation erfolgt über minimalinvasive, muskelschonende Zugänge, kombiniert mit schonenden Narkoseverfahren. Abhängig von patientenspezifischen Faktoren wird eine differenzierte Auswahl der Implantate durchgeführt, um eine möglichst knochenschonende und langlebige Versorgung zu ermöglichen. Die Planung der Operation erfolgt computergestützt anhand von aktuellen Röntgenbildern, um mögliche Stolpersteine bereits im Vorfeld der Operation zu vermeiden. Verwendung finden sowohl moderne zementfreie Kurzschaftprothesen als auch bewährte zementfreie oder zementierte Standardprothesen.

In aller Regel ist trotz frisch operierten Hüftgelenks eine Vollbelastung möglich. Die Mobilisation erfolgt gemäß unserem Endo Aktiv Programm bereits am Operationstag. Dies ermöglicht eine zügige Rückgewinnung der Eigenständigkeit und führt zu einem nachweislich positiven Empfinden der Patientinnen und Patienten.

Ein klinikeigenes Hygieneteam arbeitet kontinuierlich den aktuellsten Wissensstand in die etablierten Behandlungskonzepte ein, um das Risiko von Infektionen zu vermeiden. Insbesondere kann hierdurch die Gefahr von sogenannten „Krankenhaus-Keimen“ stark reduziert werden. 

Wenn auch nicht die Regel, so können in speziellen Fällen auch beide Hüftgelenke im Rahmen einer Operation endoprothetisch ersetzt werden. Insbesondere bei schweren Bewegungseinschränkungen beider Hüftgelenke ermöglicht dieses Vorgehen eine vorteilhafte Rehabilitation.

In der Regel beträgt der stationäre Aufenthalt vier bis fünf Tage. Die Aufnahme am OP-Tag erlaubt es, die Nacht vor der Operation in gewohnter Umgebung zu verbringen und die Operation möglichst entspannt anzugehen. Das gesamte Team der Schön Klinik München Harlaching arbeitet von der Aufnahme bis zur Entlassung intensiv an einer erfolgreichen Operation und frühen Rehabilitation.

Bereits im Rahmen der operativen Vorbereitung erfolgt die Planung des Zeitraums nach der Entlassung aus dem stationären Aufenthalt durch das Case-Management im Haus. Je nach individuellen Bedürfnissen wird eine ambulante, häusliche oder stationäre Rehabilitationsmaßnahme eingeleitet.

Revisionsoperationen 

Der endoprothetische Ersatz des Hüftgelenks stellt eine sehr langlebige operative Therapie dar mit dem Ziel, die Lebensqualität nachhaltig wiederherzustellen. Obwohl über 90 Prozent der Hüft-Totalendoprothesen 15 Jahre und länger ein schmerzfreies Leben ermöglichen, können unterschiedliche Umstände einen Revisionseingriff notwendig machen.

Mögliche Ursachen für eine solche Folgeoperation können eine Infektion der einliegenden Endoprothese, ein Herausspringen des Hüftgelenks, anhaltende Schmerzen, eine Fraktur des umliegenden Knochens oder auch der Verschleiß der Gelenkpartner sein.

Um die Ursache von Schmerzen im Bereich eines operierten Hüftgelenks abzuklären, ist die Konsultation eines Spezialisten unseres Hüftteams im Münchner Süden zu empfehlen. Nicht selten kann durch eine professionelle Betrachtung der Situation die Notwendigkeit einer neuerlichen Operation ausgeschlossen werden. Ist doch ein Problem anzugehen, ermöglicht die vorhandene Expertise die Entwicklung eines individuellen Behandlungsplans.

Das Schön Klinik Endo Aktiv Programm

Nach der OP schnell wieder in Bewegung kommen – das wünschen sich unsere Patientinnen und Patienten am meisten. Die Schön Klinik hat dafür ihr Endo Aktiv Programm entwickelt. Es umfasst alle Maßnahmen, die den Heilungsprozess und die Mobilität nach einer Hüftoperation fördern.

Unsere Maßnahmen

  • frühe Mobilisation
  • weniger Komplikationen
  • schnelle Genesung
  • früherer Rehabeginn
  • mehr Lebensqualität

Unsere Spezialisten für Hüftarthrose

Prof. Dr. Ralf Bieger
CHEFARZT

Prof. Dr. Ralf Bieger

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

Tobias Baumgart
OBERARZT

Tobias Baumgart

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Schwerpunkt Hüftchirurgie mit Primärer- und Revisionsendoprothetik, sowie gelenkerhaltende Hüftchirurgie
EndoCert-Seniorhauptoperateur
Offizieller Mannschaftsarzt der Deutschen Ski-Nationalmannschaften Alpin, Ski Cross und Freeski
Diplom in Berg- und Höhenmedizin
GOTS Sportarzt, Hygiene beauftragter Arzt
 

Georg Hellbrügge
FUNKTIONSOBERARZT

Georg Hellbrügge

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie