Die künstliche Kugel (Glenosphäre) sitzt am Schulterblatt, die Pfanne am Oberarm. Dadurch verlagert sich das Drehzentrum nach unten und zur Körpermitte.
Die inverse Schulterprothese wird vor allem bei irreparablen Rotatorenmanschettendefekten, bei komplexen Oberarmkopfbrüchen im höheren Alter oder nach gescheiterten Voroperationen eingesetzt. Ein funktionstüchtiger Deltamuskel ist dafür wichtig, da er die Bewegung wesentlich übernimmt.
Die Operation dauert in der Regel etwa 60 bis 90 Minuten und erfolgt meist in Vollnarkose. Aufgrund der exzellenten Primärstabilität wird nur eine kurze, schmerzadaptierte Ruhigstellung durchgeführt; die anschließende Nachbehandlung erfolgt progressiv und physiotherapeutisch begleitet.