Intensivmedizin

Multiprofessionell – rund um unsere Patientinnen und Patienten

Auf unserer Intensivstation überwachen und betreuen wir Patientinnen und Patienten sowohl mit schweren neurologischen Erkrankungen als auch mit krankheits- oder unfallbedingten Komplikationen. So können beispielsweise Patientinnen und Patienten mit längerfristigem intensivmedizinischem Versorgungsbedarf nach komplizierten Eingriffen an Gehirn, Herz oder nach Organtransplantationen und Kunstherzversorgung bei uns weiterbehandelt werden. Die Übernahme unserer Patientinnen und Patienten erfolgt zumeist durch Weiterverlegung von anderen Intensivstationen sowohl regional aus München und Oberbayern als auch überregional.

Um unsere Patientinnen und Patienten kümmert sich gemeinsam ein Expertenteam aus Intensivmedizinerinnen und -medizinern aus den Fachbereichen Neurologie, Anästhesiologie und Innere Medizin. Großen Wert legen wir dabei auf eine einfühlsame und sensible Betreuung durch unsere erfahrenen Ärztinnen und Ärzte und spezialisierten Intensivfachkräfte.

Einfühlsam und aktiv

Behütet mit Herz und Hightech

Unsere Intensivmedizin bietet hochmoderne medizinische Therapie- und Überwachungsverfahren. Hierzu zählen zum Beispiel die differenzierte Überwachung der Herz- und Kreislaufleistung, Ultraschalldiagnostik – unter anderem von Gehirn, Herz und Bauch – sowie sämtliche Formen der Beatmung und Beatmungsunterstützung. Wichtige Laborparameter erheben wir direkt am Krankenbett und bieten modernste Verfahren zur Durchführung von Luftröhrenschnitten (Tracheotomie), zur Spiegelung von Magen und Darm sowie der Blutwäsche (Dialyse).

Unseren Patienten steht dabei ein Team zur Verfügung, das sich in diesem Rahmen um die Schwerpunkte Schluckstörungen, aktivierende, wahrnehmungsfördernde Pflege, Mobilisierung, Grob- und Feinmotorik sowie Beatmungs- und Wundmanagement kümmert.

 

Spezielle Techniken, Diagnostik- und Organersatzverfahren unserer Intensivstation (Auswahl):

  • invasive und nicht invasive differenzierte maschinelle Beatmung
  • perkutane Tracheotomie (Dilatationstracheotomie)
  • Lagerungstherapien inklusive Bauchlagerung
  • maschinelle Atmungstherapie mit mechanischem Insufflator/Exsufflator, Sekretmanagement
  • invasives und nicht invasives Monitoring
  • erweitertes invasives hämodynamisches Monitoring (PiCCO)
  • intrakranielle Druckmessung mit externer Ventrikeldrainage (EVD)
  • kontinuierliche Elektroenzephalografie (EEG)
  • neurophysiologisches Monitoring (AEP, SEP, VEP)
  • transiente Herzschrittmachertherapie mit Anlage von transienten transvenösen Schrittmachersonden
  • inhalative Anästhesieverfahren
  • Ultraschall (zum Beispiel TTE, TEE, transkranielle Verfahren)
  • Point-of-Care(POC)-Labordiagnostik wie arterielle Blutgasanalyse
  • Bronchoskopie
  • Endoskopie (Gastroskopie, Koloskopie)
  • perkutane endoskopische Gastrostomie (PEG)
  • fiberendoskopische Evaluation des Schluckaktes (FEES)
  • Immunadsorptionsverfahren, zum Beispiel bei Guillain-Barré-Syndrom
  • kontinuierliche Hämodiafiltration (CVVHDF)
  • diskontinuierliche Dialyseverfahren
  •  intensivmedizinische Frühmobilisation mit Einsatz von Robotikverfahren

 

Weiterhin stehen unseren Patientinnen und Patienten während ihrer Behandlung multiprofessionelle spezialisierte Teams zur Verfügung, die sich neben der intensivmedizinischen Betreuung um verschiedene Behandlungsschwerpunkte wie Schluckstörungen, aktivierende, wahrnehmungsfördernde Pflege, Mobilisierung, Verbesserung von Grob- und Feinmotorik sowie Wund- und Infektmanagement (Antibiotic Stewardship/ABS-Team) kümmern.

Bei einigen unserer chronisch kritisch kranken Patientinnen und Patienten kann der Zeitpunkt erreicht werden, an dem eine Änderung des gemeinsamen Therapieziels im Sinne einer symptomorientierten Therapie sinnvoll und notwendig ist. Hier unterstützt dann unser interdisziplinäres Palliativteam in enger Zusammenarbeit zwischen Patientin beziehungsweise Patient, Angehörigen und Behandlerinnen und Behandlern.  

Zurück ins Leben

Mit der Mobilisation unserer Patientinnen und Patienten starten wir bereits ganz früh, denn für den Weg zurück ist es wichtig, so zeitig wie möglich zu beginnen. Hier bauen wir auf ein interdisziplinäres und multiprofessionelles Team aus Physiotherapie, Ergotherapie, Sprach-und Schlucktherapie (Dysphagietherapie) sowie Pflegetherapie. Auch eine neuropsychologische Behandlung ist bereits auf der Intensivstation möglich.

Besondere Expertise besitzen wir in der Beatmungsentwöhnung und der intensivierten Atmungstherapie nach Langzeitbeatmung. Unsere Station ist von der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) als Zentrum zur Entwöhnung von der Beatmung (dem sogenannten „Weaning“) zertifiziert. Unsere intensivmedizinischen Therapien sind am aktuellen Kerndatensatz Intensivmedizin der Deutschen Gesellschaft für Interdisziplinäre Intensivmedizin (DIVI) und der DGAI ausgerichtet.

So können die meisten unserer Patientinnen und Patienten nach Abschluss der intensivmedizinischen Versorgung in unserem Haus in der neurologischen Frührehabilitation (Phase B) weiterversorgt werden.

In einigen wenigen Fällen benötigen Betroffene eine Weiterführung ihrer Beatmung oder eine intensivmedizinische Versorgung auch nach Ende des Klinikaufenthalts. Hier stellen wir die Überleitung in die außerklinische Versorgung sicher.

Unsere heilungsfördernde Architektur

Unsere moderne und freundliche Intensivstation ist zur Förderung einer schnellen Heilung konzipiert. Hier bieten wir ausschließlich Einzelzimmer mit großen Fenstern, deren niedrige Brüstungshöhe einen ungehinderten Blick in die Natur ermöglicht. Zusammen mit den weiteren lichtgestaltenden Elementen und warmen Materialien entsteht eine ruhige Atmosphäre zur optimalen Genesung.

Unser Weiterbildungsangebot für Ärztinnen und Ärzte in spezieller Intensivmedizin

 

Besonderen Wert legen wir auch auf die Förderung und Weiterbildung junger Ärztinnen und Ärzte an unserer Klinik. Dazu leben wir ein strukturiertes Fort- und Weiterbildungscurriculum in einer kollegialen, wertschätzenden Atmosphäre:

  • strukturierte Einarbeitung unter anderem mit Hospitation im anästhesiologisch operativen Bereich für Kolleginnen und Kollegen aus konservativen Fächern
  • tutoriertes Erlernen neuer Techniken durch engmaschige oberärztliche Betreuung und mit strukturierten Visiten
  • regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen zu aktuellen Themen der gesamten Intensivmedizin
  • Möglichkeit zur Teilnahme an speziellen Kursen zur Vertiefung intensivmedizinischer Kenntnisse und Fähigkeiten (zum Beispiel FEES-Kurs, Ultraschallkurse)
  • Journal Club mit „Hot Topics“ der Intensivmedizin
  • Möglichkeit zur Mitarbeit an klinisch-wissenschaftlichen Studien
OBERÄRZTIN

Dr. Ricarda Günther

Fachärztin für Anästhesie
Zusatzbezeichnung:
Spezielle Anästhesiologische Intensivmedizin und Palliativmedizin