Vaskulitis (Gefäßentzündung)

Eine Gefäßentzündung (Vaskulitis) ist eine krankhafte chronische Entzündung überwiegend kleiner Blutgefäße, die im gesamten Körper auftreten kann und die Gefäßwände schädigt. Sie kann zu Durchblutungsstörungen und Einwanderung entzündeter Zellen in umliegendes Gewebe, wie Haut, Nerven und Organe, führen und diese stark schädigen und zerstören. Die Vaskulitis zählt zu den entzündlich-rheumatischen Erkrankungen sowie zu den seltenen Krankheiten und ist nicht heilbar. Häufig wird sie erst spät festgestellt. Je früher die Behandlung beginnen kann, desto besser sind die Aussichten, individuelle Beschwerden zu lindern und Komplikationen zu vermeiden.

Unsere interdisziplinären Spezialisten für Gefäßerkrankungen in den Schön Kliniken helfen dabei, Entzündungen Ihrer Blutgefäße zu hemmen, Ihre Lebensqualität zu verbessern und schweren Verläufen entgegenzuwirken.

Vaskulitis (Gefäßentzündung)-Behandlung

Entzündungsprozesse stoppen und Folgebeschwerden vorbeugen

Die Behandlung der Vaskulitis richten wir an den betroffenen Gefäßen und Organen, der Ausprägung der Erkrankung sowie weiteren individuellen Faktoren, wie Ihrem Alter und dem allgemeinen Gesundheitszustand, aus. Liegt der Gefäßentzündung eine systemische Grunderkrankung zugrunde, behandeln wir diese zuerst. Die Therapie der Vaskulitis teilt sich in die Anfangsphase mit der Behandlung akuter Beschwerden und in die Erhaltungsphase, um den bestmöglichen erreichten Zustand aufrechtzuerhalten. Ziel ist es, Ihre Beschwerden zu mindern und den Entzündungsprozess zu stoppen beziehungsweise zu verlangsamen, um einen schwereren Verlauf sowie Komplikationen zu vermeiden und Ihre Lebensqualität zu erhöhen. Hierfür stehen verschiedene medikamentöse Therapien zur Verfügung.

So therapieren wir die Gefäßentzündung konservativ

Besonders in der akuten Phase können wir Entzündungen der Gefäße in der Regel mithilfe von Kortison (Glukokortikoiden) hemmen und den Angriff Ihres Immunsystems auf die Blutgefäße ausbremsen. In schweren Fällen können zusätzliche Medikamente (beispielsweise Rituximab) für eine ausreichende Unterdrückung des Immunsystems notwendig sein, um organ- oder lebensbedrohliche Situationen zu verhindern beziehungsweise zu behandeln. Ist die Entzündung abgeklungen, können wir die Behandlung auf verträglichere Mittel (beispielsweise Methotrexat, Azathioprin) umstellen, um einem Wiederauftreten vorzubeugen. Physiotherapie sowie Funktionstraining können dabei helfen, schmerzende Gelenke und Muskeln beweglich zu halten und den Umgang mit der Krankheit zu erleichtern. Darüber hinaus stehen Ihnen unsere spezialisierten Psychotherapeutinnen und -therapeuten gerne zur Seite und unterstützen Sie dabei, im Alltag besser mit der chronischen Erkrankung sowie der damit einhergehenden psychischen Belastung umzugehen.

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