Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)

Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) ist eine bösartige Tumorerkrankung, die durch krankhaft veränderte Zellen des Gebärmutterhalses (Zervix = lat. für Hals, Nacken) entsteht. Auslöser ist fast immer eine Infektion mit bestimmten Humanen Papillomaviren (HPV). Im Rahmen des Früherkennungsprogramms wird er meist im Anfangsstadium entdeckt und kann gut behandelt werden. Da er sich im fortgeschrittenen Stadium auf benachbartes Gewebe ausbreiten und über Lymph- oder Blutbahnen Tochtergeschwülste (Metastasen) in anderen Organen bilden kann, sind eine regelmäßige Vorsorge und frühzeitige Behandlung wichtig.

Unsere interdisziplinären Spezialisten-Teams in den Schön Kliniken behandeln Ihren Gebärmutterhalskrebs möglichst frühzeitig in jedem Stadium der individuellen Ausprägung.

Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)-Behandlung

Individuelle Ausprägung gezielt therapieren

Ihren Gebärmutterhalskrebs behandeln unsere Spezialisten abhängig von verschiedenen Faktoren wie dem Stadium der Erkrankung sowie Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand. Darüber hinaus berücksichtigen wir soweit möglich Ihre individuelle Lebenssituation. Je nachdem, wie weit fortgeschritten der Tumor ist, kommen unterschiedliche Therapieverfahren – auch in Kombination – infrage. In der Regel entfernen wir in einem ersten Schritt das Tumorgewebe operativ. Zur Operation und den konservativen Verfahren beraten wir Sie ausführlich und beantworten Ihnen alle Fragen rund um Erkrankung, Behandlung und Nachsorge. Die Behandlungsplanung bespricht unser interdisziplinäres Team aus erfahrenen Spezialisten ausführlich in der Tumorkonferenz, die wöchentlich stattfindet.

So therapieren wir Gebärmutterhalskrebs konservativ

Die konservative Behandlung richten wir nach dem Stadium und der individuellen Ausprägung Ihrer Gebärmutterhalserkrankung aus. Ziel der Therapie ist es, Krebszellen zu zerstören bzw. an der weiteren Ausbreitung zu hindern und Ihr individuelles Rückfallrisiko (Rezidiv) zu senken. Die wichtigsten Therapien sind:

  • Bestrahlung in frühem Stadium (auch alternativ bei Unverträglichkeit einer Chemotherapie)
  • Chemotherapie bei fortgeschrittener Erkrankung
  • Kombination aus Bestrahlung und Chemotherapie (Radiochemotherapie), wobei die Chemotherapie das Gewebe für die Strahlentherapie sensibilisieren soll
  • sowie bei weit fortgeschrittener Erkrankung:
  • zielgerichtete Medikamente (Bevacizumab)
  • Immuntherapie bei bestimmten Biomarkern der Krebszellen

Die für Sie geeigneten Verfahren sowie mögliche Nebenwirkungen besprechen unsere Spezialisten individuell mit Ihnen. Von der Diagnose bis zur Nachsorge stehen Ihnen auch unsere Spezialisten der Psychoonkologie begleitend zur Seite, um Ihnen bei der emotionalen Verarbeitung Ihrer Erkrankung zu helfen und Sie psychisch in dieser fordernden Zeit zu stärken. Auf Wunsch nehmen wir gerne Ihre Angehörigen in das Unterstützungsangebot mit auf.

So operieren wir Ihren Gebärmutterhalskrebs

Bei einem Tumor im frühen Stadium, der auf Gebärmutterhals und Scheide begrenzt ist, ist eine Operation meist die Therapie der Wahl. Je nach Stadium der Erkrankung und Ihrer Lebenssituation kommt ein Gebärmutter-erhaltender Eingriff oder eine vollständige Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie) infrage. Besteht bei Ihnen ein Kinderwunsch, können wir in bestimmten Fällen Ihre Gebärmutter erhalten, indem wir einen Großteil des Gebärmutterhalses und einen kleinen Teil der Scheide entfernen (Trachelektomie). Unter bestimmten Umständen kann eine Konisation (Konus = Kegel) ausreichend sein, bei der wir das Tumorgewebe kegelförmig aus Gebärmutterhals und Muttermund herausschneiden. Hat sich der Tumor bereits weiter ausgebreitet, können wir vor einer geplanten Radiochemotherapie die Eierstöcke operativ verlegen, um sie vor der schädigenden Bestrahlung zu schützen. Dieser Eingriff kann sinnvoll sein, wenn Sie noch regelmäßige Monatsblutungen (Menstruation) haben. Wenn Sie sich bereits in den Wechseljahren befinden, entfernen wir neben der Gebärmutter in der Regel vorsorglich auch Eileiter und Eierstöcke operativ, um das Risiko von Tochtergeschwülsten (Metastasen) zu senken. In vielen Fällen entfernen wir in der Operation Lymphknoten in der Nähe des Tumors (Wächterknoten), um sie auf Krebszellen zu untersuchen. Je nach Ergebnis können wir die weitere individuelle Behandlung planen. In seltenen Fällen kann eine umfangreiche Operation notwendig sein, um neben der Gebärmutter auch umliegendes mitbefallenes Gewebe und Teile von Organen wie Scheide, Harnblase oder Darm zu entfernen (Exenteration). Ziel aller operativen Maßnahmen ist es, das Tumorgewebe vollständig bzw. so weit wie möglich zu entfernen, um Ihre individuelle Heilungschance zu erhöhen.

Mehr zum Krankheitsbild (Symptome & Diagnostik)

Weitere Informationen zur Behandlung im Fachzentrum

Unsere Experten bei Gebärmutterhalskrebs

Prof. Dr. Oliver Behrens
CHEFARZT

Prof. Dr. Oliver Behrens

Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe