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Pneumologie

Pneumologische Rehabilitation auf höchstem Niveau

Zahlreiche Studien – darunter auch viele wegweisende aus unserer Klinik – zeigen, dass Patientinnen und Patienten mit Lungen- und Atemwegserkrankungen enorm von pneumologischer Rehabilitation profitieren. Als Forschungsinstitution der Universität Marburg, eines der fünf Deutschen Zentren für Lungenforschung, entwickeln wir die Konzepte der pneumologischen Rehabilitation kontinuierlich weiter.Die Professur an der Universität Marburg, die als einzige in Deutschland dem Thema „pneumologische Rehabilitation“ gewidmet ist, ermöglicht uns einen noch intensiveren Austausch mit den innovativsten Lungenzentren in der ganzen Welt.

Wir suchen stets nach neuen Wegen, die Ihnen nicht nur das Atmen, sondern auch das Leben leichter machen. Unsere Messlatte heißt nicht Lungenfunktion: Nein, Ihre Lebensqualität ist für uns das Maß der Dinge.

Forschungsinstitut für pneumologische Rehabilitation

In unserem hausinternen Forschungsinstitut läuft eine Vielzahl von Studien rund um Themen wie zum Beispiel medizinische Trainingstherapie, Sauerstofftherapie/nicht invasive Beatmung, Schlafmedizin oder digitale Medizin (Apps/Telemedizin). Deutschlandweit rennomiert ist auch die Forschungsarbeit rund um die Behandlung von Post- und Long COVID-Symptomen. Das Projekt „ReLoAd after COVID-19-Study“ wird durch das Bayerische Staasministerium für Gesundheit und Pflege gefördert.

Bei Interesse und individueller Eignung können Sie gerne freiwillig an einer entsprechenden Studie teilnehmen. Weitere Informationen zu den laufenden Projekten erhalten Sie während Ihres Aufenthaltes vor Ort.

Behandlungsspektrum unserer pneumologischen Rehabilitation

Therapien, die Lebensqualität zurückgeben

Wir haben uns spezialisiert auf die Rehabilitation pneumologischer Erkrankungen, deren vollständiges Spektrum in unserer Klinik behandelt wird. Durch unsere zahlreichen Studien und wissenschaftlichen Projekte, die wir als Forschungsinstitution der Universität Marburg durchführen, entwickeln wir die Therapiekonzepte kontinuierlich weiter. 

Ob bei der Differenzialdiagnostik unbehandelbarer Atemnot, bei der Betreuung von Lungentransplantationskandidaten vor und nach der Operation oder bei anderen wichtigen Problemstellungen – wir hinterfragen die Erkenntnisse, die wir in Zusammenarbeit mit unseren Patientinnen und Patienten gewinnen, durch stetige wissenschaftliche Begleitung.

COPD und Lungenemphysem

Unser Fachzentrum hat sich besonders spezialisiert auf die chronisch obstruktive Bronchitis mit und ohne Lungenemphysem (COPD), auch im fortgeschrittenen Stadium. Mit optimierter medikamentöser Behandlung, Informations- und Schulungsmaßnahmen, vor allem aber mit motivierenden Sport- und Bewegungstherapien steigern auch schwer kranke Patientinnen und Patienten ihr Wohlbefinden erheblich. Den konsequenten Einstieg in eine kontinuierliche Sauerstoff-Langzeittherapie erleichtern wir durch intensive Betreuung.

Renommierte Anlaufstelle für Vocal Cord Dysfunction

Paradoxe Stimmband-Bewegungsstörungen, bekannt als Vocal Cord Dysfunction (VCD), werden oft als asthmabedingte Atemnot verkannt und ohne Erfolg behandelt. Durch sorgfältige diagnostische Verfahren, die in Deutschland ausschließlich in unserer Klinik angewendet werden, lassen sich Stimmbandstörungen eindeutig erkennen. Mit speziellen, in unserem Hause entwickelten Atemtechniken können dann Wege aus der beängstigenden Atemnot gefunden werden.

Treffpunkt Lungentransplantation

Wenn Sie in der Schön Klinik Berchtesgadener Land auf die Lungentransplantation vorbereitet werden, erfahren Sie Ihren Aufenthalt nicht als passive Wartezeit, sondern als aktive Vorbereitung auf diesen lebensentscheidenden Schritt. In der Transplantationsgruppe lernen Sie Menschen kennen, die eine Lungentransplantation bereits hinter sich haben.

Die postoperativen Patientinnen und Patienten werden so bald wie möglich wieder an körperliche Alltagsaktivitäten herangeführt, damit sie einen möglichst großen Nutzen aus der neuen Lunge ziehen können. Dabei spielt die individuell angepasste Sport- und Bewegungstherapie eine wichtige Rolle. Darüber hinaus vermitteln wir Transplantierten alles, was für ihr weiteres Leben bedeutend ist.

Ungeahnte Perspektiven für Lungenfibrosepatientinnen und -patienten

Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen des Lungengewebes, sogenannter Lungenfibrose, gelten noch vielerorts als nicht wirklich rehabilitierbar. Unsere wissenschaftlichen Ergebnisse widersprechen diesem noch immer verbreiteten Pessimismus. Intensive und gut überwachte Atem- und insbesondere Sporttherapien zeigen auch bei diesen Erkrankungen einen deutlichen Gewinn an Leistungsfähigkeit und Lebensqualität.

Bundesweite Anlaufstelle für Alpha-1-Patientinnen und -Patienten

Als Alpha-1-Center steht unsere Klinik Patientinnen und Patienten mit angeborenem Alpha-1-Antitrypsin-Mangel (AATM) zur Verfügung. Professor Dr. Rembert Koczulla ist aktuell der Leiter der Alpha-1-Center in Deutschland. Die AATM-Patientinnen und -Patienten leiden in der Regel darunter, dass ihre Lungenfunktion frühzeitig stark beeinträchtigt ist. Da die Möglichkeiten der medikamentösen Behandlung begrenzt sind, benötigen sie verstärkt nicht medikamentöse Therapie-Ansätze und insbesondere eine Trainingstherapie. Wir besitzen langjährige Erfahrungen – bei der Rehabilitation sicherlich die umfangreichsten weltweit – und ein besonderes Know-how bei der Behandlung dieser Krankheit.

Für die Selbsthilfegruppe „Alpha1 Deutschland“ stellen wir unser Wissen als Alpha-1-Center zur Verfügung. Zudem gibt es unsere Telefon-Hotline (Alpha-Doc-Line) für medizinische und psychologische Fragen. Die Trainingsergebnisse erfassen wir wissenschaftlich, um Antworten auf noch ungeklärte Fragen zu dieser seltenen Erkrankung zu finden.

Mit Sauerstoff Fitness reaktivieren

Bei fortgeschrittenen Lungenerkrankungen kann sich ein erheblicher Sauerstoffmangel entwickeln. Die Betroffenen sind kaum noch zu körperlichen Aktivitäten fähig. Nur eine kontinuierliche Sauerstoff-Langzeittherapie (Long Term Oxygen Therapie, LTOT) ermöglicht diesen Patientinnen und Patienten auf Dauer, ihren Alltag ohne Hilfe zu bewältigen. Eine ausführliche Information und Schulung sowie der Austausch mit anderen Betroffenen in speziellen Gruppen helfen den Patientinnen und Patienten, ihre anfänglichen Widerstände gegen die Sauerstofftherapie zu überwinden.

Differenzierte Diagnostik bei Asthma

Langjährige Erfahrung haben wir bei der Behandlung von Asthma bronchiale. Ausgefeilte Therapiekonzepte und wirkungsvolle Behandlungsmethoden kommen hier zum Einsatz. Unsere Pneumologinnen und Pneumologen besitzen zudem ein spezielles Know-how für Differenzialdiagnosen bei schwergradigem und therapieresistentem Asthma.

Schlafapnoe: Wenn Schlafen müde macht

Bei Patientinnen und Patienten mit schlafbezogenen Atemstörungen, der sogenannten Schlafapnoe, ist die Schlafqualität so vermindert, dass keine nächtliche Regeneration möglich ist. In einem modernen, komplett ausgerüsteten Schlaflabor können wir – für unsere pneumologischen Patientinnen und Patienten bei speziellen Fragestellungen – diese nächtlichen Atmungsstörungen erkennen. Durch eine behutsam eingeleitete Beatmungstherapie, die mit intensiver Schulung und engmaschiger Betreuung einhergeht, erhält der Schlaf seine natürliche Funktion wieder: Die Nächte werden wieder erholsam.

Nicht invasive Beatmung (NIV)

Bei Patientinnen und Patienten mit einer chronischen Schwäche der Atemmuskulatur verschafft eine nicht invasive Beatmung (NIV) Entlastung und gibt der Atempumpe Zeit zur Erholung. Unser Beatmungsteam sucht für alle Patientinnen und Patienten die individuell passende Atemmaske, weist ausführlich in die Therapie ein und optimiert sie durch

Nachbetreuung bei Tumoren

Bei Patientinnen und Patienten mit Bronchialkarzinomen (Lungenkrebs) hilft in der Rehabilitation neben Betreuung und Behandlung durch Ärztinnen und Ärzte, Pflegepersonal sowie Physiotherapeutinnen und -therapeuten eine behütete Atmosphäre und gegebenenfalls psychologische Mitbetreuung sehr. Diese Patientinnen und Patienten profitieren von der Atem- und Trainingstherapie in erheblichem Maße und finden in unserem Hause Kraft und Mut für einen neuen Start in den Alltag.

Die wichtigsten medizinischen Indikationen auf einen Blick

  • Chronisch obstruktive Bronchitis mit und ohne Lungenemphysem (COPD)
  • Cor pulmonale
  • Rhinokonjunktivitis allergica, Neurodermitis
  • Nahrungsmittelallergien
  • Asthma bronchiale mit allen Manifestationsformen 
  • Analgetika-Asthma-Syndrom 
  • schwergradiges/nicht behandelbares Asthma bronchiale
  • chronischer, unbehandelbarer Husten unklarer Ursache
  • Vocal Cord Dysfunction (VCD)
  • schlafbezogene Atmungsstörungen („Schlaf-Apnoe“)
  • nicht invasive Beatmung bei chronischer Ateminsuffizienz wegen Erschöpfung der Atempumpe
  • Zustand nach Pneumonien (alle Formen)
  • Bronchiektasie, bronchial deformierende Prozesse 
  • Mukoviszidose (zystische Fibrose) des Erwachsenenalters
  • Lungengerüsterkrankungen, Lungenfibrosen
  • Nachbetreuung bei Tumoren der Atemwege, Lunge und Pleura
  • Zustand nach Lungenembolie
  • prä- und postoperative Rehabilitation bei Lungentransplantationen (LTx) und Lungenvolumenreduktion
Prof. Dr. Rembert Koczulla
CHEFARZT

Prof. Dr. Rembert Koczulla

Internist, Pneumologe, Intensivmediziner, Notfallmediziner, Physikalische Therapie, Balneologie

Dr. Bernd Sczepanski
OBERARZT

Dr. Bernd Sczepanski

Facharzt Innere Medizin, Schwerpunkt Pneumologie, Schwerpunkt Gastroenterologie, Zusatzbezeichnung Notfallmedizin
Stellvertretender Leiter Pneumologie, Qualitätsbeauftragter

Dr. Sandra Winterkamp
OBERÄRZTIN

Dr. Sandra Winterkamp

Fachärztin Innere Medizin, Schwerpunktbezeichnung Pneumologie, Zusatzbezeichnung Schlafmedizin, Somnologin DGSM