Fachzentrum für Pneumologie - Unser Team

Fachzentrum für Pneumologie

Patient mit Unterlagen im Gespräch

Pneumologische Rehabilitation auf höchstem Niveau

Zahlreiche Studien – darunter auch viele wegweisende aus unserer Klinik – zeigen, dass Patienten mit Lungen- und Atemwegserkrankungen enorm von pneumologischer Rehabilitation profitieren. Als Forschungsinstitution der Universität Marburg, eines der fünf Deutschen Zentren für Lungenforschung, entwickeln wir die Konzepte der pneumologischen Rehabilitation kontinuierlich weiter.

Die Professur an der Universität Marburg, die als einzige in Deutschland dem Thema „Pneumologische Rehabilitation“ gewidmet ist, ermöglicht uns einen noch intensiveren Austausch mit den innovativsten Lungenzentren in der ganzen Welt. Wir suchen stets nach neuen Wegen, die Ihnen nicht nur das Atmen, sondern auch das Leben leichter machen. Unsere Messlatte heißt nicht Lungenfunktion, nein, Ihre Lebensqualität ist für uns das Maß der Dinge.

Behandlungsspektrum unserer pneumologischen Rehabilitation

Therapien, die Lebensqualität zurückgeben

Wir haben uns spezialisiert auf die Rehabilitation pneumologischer Erkrankungen, deren vollständiges Spektrum in unserer Klinik behandelt wird. Durch unsere zahlreichen Studien und wissenschaftlichen Projekte, die wir als Forschungsinstitution der Universität Marburg durchführen, entwickeln wir die Therapiekonzepte kontinuierlich weiter. 

Ob bei der Differentialdiagnostik unbehandelbarer Atemnot, bei der Betreuung von  Lungentransplantationskandidaten vor und nach der Operation oder bei anderen wichtigen Problemstellungen – wir hinterfragen die Erkenntnisse, die wir in Zusammenarbeit mit unseren Patienten gewinnen, durch stetige wissenschaftliche Begleitung.

COPD und Lungenemphysem

Unser Fachzentrum hat sich besonders spezialisiert auf die chronisch obstruktive Bronchitis mit und ohne Lungenemphysem (COPD), auch im fortgeschrittenen Stadium: Mit optimierter medikamentöser Behandlung, Informations- und Schulungsmaßnahmen, vor allem aber mit motivierenden Sport- und Bewegungstherapien steigern auch schwerkranke Patienten ihr Wohlbefinden erheblich. Den konsequenten Einstieg in eine kontinuierliche Langzeit-Sauerstoff-Therapie erleichtern wir durch intensive Betreuung.

Renommierte Anlaufstelle für Vocal Cord Dysfunction

Paradoxe Stimmband-Bewegungsstörungen, bekannt als Vocal Cord Dysfunction (VCD), werden oft als asthmabedingte Atemnot verkannt und ohne Erfolg behandelt. Durch sorgfältige diagnostische Verfahren, die in Deutschland ausschließlich in unserer Klinik angewandt werden, lassen sich Stimmbandstörungen eindeutig erkennen. Mit speziellen, in unserem Hause entwickelten Atemtechniken können dann Wege aus der beängstigenden Atemnot gefunden werden.

Treffpunkt Lungentransplantation

Wenn Sie in der Schön Klinik Berchtesgadener Land auf die Lungen-Transplantation vorbereitet werden, erfahren Sie Ihren Aufenthalt nicht als passive Wartezeit, sondern als aktive Vorbereitung auf diesen lebensentscheidenden Schritt. In der Transplantationsgruppe lernen Sie Menschen kennen, die eine Lungentransplantation bereits hinter sich haben.

Die post-operativen Patienten werden sobald wie möglich wieder an körperliche Alltagsaktivitäten herangeführt, damit sie einen möglichst großen Nutzen aus der neuen Lunge ziehen können. Dabei spielt die individuell angepasste Sport- und Bewegungstherapie eine wichtige Rolle. Darüber hinaus vermitteln wir Transplantierten alles, was für ihr weiteres Leben bedeutend ist.

Ungeahnte Perspektiven für Lungenfibrose-Patienten

Patienten mit Erkrankungen des Lungengewebes, sogenannter Lungenfibrose, gelten noch vielerorts als nicht wirklich rehabilitierbar. Unsere wissenschaftlichen Ergebnisse widersprechen diesem noch immer verbreiteten Pessimismus. Intensive und gut überwachte Atem- und insbesondere Sporttherapien zeigen auch bei diesen Erkrankungen einen deutlichen Gewinn an Leistungsfähigkeit und Lebensqualität.

Bundesweite Anlaufstelle für Alpha-1-Patienten

Als Alpha-1 Center steht unsere Klinik Patienten mit angeborenem Alpha-1 Antitrypsin-Mangel zur Verfügung. Diese Patienten leiden in der Regel daran, dass ihre Lungenfunktion frühzeitig stark beeinträchtigt ist. Da die Möglichkeiten der medikamentösen Behandlung begrenzt sind, benötigen sie verstärkt nicht-medikamentöse Therapieansätze und insbesondere eine Trainingstherapie. Wir besitzen langjährige Erfahrungen - bei der Rehabilitation sicherlich die umfangreichsten weltweit - und ein besonderes Know-how bei der Behandlung dieser Krankheit. 
Für die Selbsthilfegruppe "Alpha1 Deutschland" stellen wir unser Wissen als Alpha-1 Center zur Verfügung. Zudem gibt es unsere Telefon-Hotline (Alpha-Doc-Line) für medizinische und psychologische Fragen. Die Trainingsergebnisse erfassen wir wissenschaftlich, um Antworten auf noch ungeklärte Fragen zu dieser seltenen Erkrankung zu finden.

Mit Sauerstoff Fitness reaktivieren

Bei fortgeschrittenen Lungenerkrankungen kann sich ein erheblicher Sauerstoffmangel entwickeln. Die Betroffenen sind kaum noch zu körperlichen Aktivitäten fähig. Nur eine kontinuierliche Sauerstofflangzeit-Therapie (Long Term Oxygen Therapie, LTOT) ermöglicht diesen Patienten auf Dauer, ihren Alltag ohne Hilfe zu bewältigen. Eine ausführliche Information und Schulung sowie der Austausch mit anderen Betroffenen in speziellen Gruppen hilft den Patienten, ihre anfänglichen Widerstände gegen die Sauerstoff-Therapie zu überwinden.

Differenzierte Diagnostik bei Asthma

Langjährige Erfahrung haben wir bei der Behandlung von Asthma bronchiale. Ausgefeilte Therapiekonzepte und wirkungsvolle Behandlungsmethoden kommen hier zum Einsatz. Unsere Pneumologen besitzen zudem ein spezialisiertes Know-how für Differential-Diagnosen bei schwergradigem und therapieresistentem Asthma.

Schlafapnoe. Wenn Schlafen müde macht

Bei Patienten mit schlafbezogenen Atemstörungen, der so genannten Schlafapnoe, ist die Schlafqualität so vermindert, dass keine nächtliche Regeneration möglich ist. In einem modernen, komplett ausgerüsteten Schlaflabor können wir - für unsere pneumologischen Patienten bei spezieller Fragestellungen - diese nächtlichen Atmungsstörungen erkennen. Durch eine behutsam eingeleitete Beatmungstherapie, die mit intensiver Schulung und engmaschiger Betreuung einhergeht, erhält der Schlaf seine natürliche Funktion wieder: Die Nächte werden wieder erholsam.

Nicht-invasive Beatmung (NIV)

Bei Patienten mit einer chronischen Schwäche der Atemmuskulatur verschafft eine Nicht-invasive Beatmung (NIV) Entlastung und gibt der Atempumpe Zeit zur Erholung. Unser Beatmungs-Team sucht für alle Patienten die individuell passende Atemmaske, weist ausführlich in die Therapie ein und optimiert sie durch engmaschige Kontrollen.

Nachbetreuung bei Tumoren

Bei Patienten mit Bronchialkarzinomen (Lungenkrebs) hilft in der Rehabilitation neben Betreuung und Behandlung durch Ärzte, Schwestern und Physiotherapeuten eine behütete Atmosphäre und ggf. psychologische Mitbetreuung sehr. Diese Patienten profitieren von der Atem- und Trainingstherapie in erheblichem Maße und finden in unserem Hause Kraft und Mut für einen neuen Start in den Alltag.

Die wichtigsten medizinischen Indikationen auf einen Blick

  • Chronisch obstruktive Bronchitis mit und ohne Lungenemphysem (COPD)
  • Cor pulmonale
  • Rhinokonjunktivitis allergica, Neurodermitis
  • Nahrungsmittelallergien
  • Asthma bronchiale mit allen Manifestationsformen 
  • Analgetika Asthma-Syndrom 
  • Schwergradiges/nicht behandelbares Asthma bronchiale
  • Chronischer, unbehandelbarer Husten unklarer Ursache
  • Vocal Cord Dysfunction (VCD)
  • Schlafbezogene Atmungsstörungen („Schlaf-Apnoe“)
  • Nicht-invasive Beatmung bei chronischer Ateminsuffizienz wegen Erschöpfung der Atempumpe
  • Zustand nach Pneumonien (alle Formen)
  • Bronchiektasie, bronchial deformierende Prozesse 
  • Mukoviszidose (Cystische Fibrose) des Erwachsenenalters
  • Lungengerüsterkrankungen, Lungenfibrosen
  • Nachbetreuung bei Tumoren der Atemwege, Lunge und Pleura
  • Zustand nach Lungenembolie
  • Prä- und postoperative Rehabilitation bei Lungentransplantationen (LTx) und Lungenvolumen-Reduktion