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20.09.2022 09:00 Uhr

Hybrid-Operationssaal eröffnet

Nach achtmonatiger Bauzeit eröffnet die Schön Klinik Vogtareuth einen hochmodernen Hybrid-Operationssaal. Ab sofort können dort während eines chirurgischen Eingriffs bildgebende Verfahren wie die Angiographie und 3D-Rotationsangiographie, die CT-ähnliche Bilder erzeugt, eingesetzt werden. Dies ermöglicht komplexe minimalinvasive Eingriffe in der Herz-, Gefäß-, Neuro- und Wirbelsäulenchirurgie für Patientinnen und Patienten aller Altersgruppen. Dieses breite Angebot ist in Südostbayern einmalig.

Ein Hybrid-OP ist ein High-Tech-Operationssaal, der mit bildgebenden Apparaturen wie Angiografieanlagen und Computertomographien (CT) ausgestattet ist, die für diagnostische Verfahren eingesetzt werden. Dadurch stehen während einer laufenden Operation unmittelbar aktuelle Daten und Bilder in hochauflösender Qualität bereit, die beispielweise für minimalinvasive Eingriffe in der Herz- und Gefäßchirurgie benötigt werden. Die Chirurginnen und Chirurgen erhalten während des Eingriffs dreidimensionale Aufnahmen von Gefäßen, von der Wirbelsäule, dem Gehirn oder intraoperativ eingebrachten Implantaten, ohne dass die Operation unterbrochen oder die Patientinnen und Patienten bewegt werden müssen.

„Dank des neuen Hybrid-OP können wir unser Leistungsspektrum im Bereich der Herz- und Gefäßchirurgie sowie der Neuro- und Wirbelsäulenchirurgie deutlich ausweiten. In Südostbayern haben wir damit ein einmaliges Angebot auf höchstem medizinischen Niveau für Groß und Klein geschaffen. Sowohl unsere Kinder-Patientinnen und -Patienten mit Epilepsie oder Skoliose als auch Ältere mit Gefäß- oder Wirbelsäulenerkrankungen können dank der neuen Anlage noch besser behandelt werden”, sagt Klinikgeschäftsführer Sven Schönfeld.

„Operationen am Gefäßsystem oder im Gehirn sowie die Positionierung von Implantaten in der Wirbelsäulenchirurgie, z. B. bei Skoliose-Operationen, stellen komplexe und anspruchsvolle Eingriffe dar, die mit Hilfe des Hybrid-OP noch sicherer und präziser werden”, führt Dr. Manfred Kudernatsch, Ärztlicher Direktor der Schön Klinik Vogtareuth aus. „Neben der deutlich verbesserten Behandlungsqualität profitieren unsere Patientinnen und Patienten auch von verkürzten Operations- und damit Narkosezeiten. Zusätzlich können wir durch die moderne Technik die Strahlenbelastung und die Anwendung von Kontrastmitteln signifikant reduzieren”, ergänzt Dr. Tim Claußnitzer, Chefarzt des Gefäß- und Herzchirurgischen Zentrums. Dr. Mostafa Mosafer, Chefarzt des Fachzentrums für Neurochirurgie, Epilepsiechirurgie, Wirbelsäulenchirurgie und Skoliose blickt mit Freude in die Zukunft: „Der Hybrid-OP stellt auch eine optimale Basis für weitere hochmoderne Operationsassistenten wie Navigation und Robotik dar. Beide Technologien werden noch in diesem Jahr zusätzlich im OP-Saal mit intraoperativer Bildgebung implementiert werden.“

Nach dem Baubeginn im Januar 2022 kann nun der Hybrid-OP in Betrieb gehen. Der Bauphase ging eine sechsmonatige Planungsphase voran. Insgesamt umfasst das 2015 erbaute OP-Zentrum in Vogtareuth auf 12.000 Quadratmetern zehn hochmoderne Operationssäle, von denen einer nun als Hybrid-OP ausgestattet ist, sowie eine Intensiv- und Beatmungsstation mit 22 Betten. Das Bauvolumen für die Einrichtung des Hybrid-OP betrug rund zwei Millionen Euro, finanziert ausschließlich durch eigene Mittel der familiengeführten Schön Klinik Gruppe.
 

Bildunterschrift (v.l.n.r.): Dr. Mostafa Mosafer (Chefarzt des Fachzentrums für Neurochirurgie, Epilepsiechirurgie, Wirbelsäulenchirurgie und Skoliose), Dr. Andrea van Dyck (Oberärztin im Gefäß- und Herzchirurgischen Zentrum), Dr. Tim Claußnitzer (Chefarzt des Gefäß- und Herzchirurgischen Zentrums), Hubert Sewald (OP-Manager), Michael Neustifter (Hybrid-OP-Techniker), Dr. Manfred Kudernatsch (Ärztlicher Direktor der Schön Klinik Vogtareuth und Chefarzt des Fachzentrums für Neurochirurgie, Epilepsiechirurgie, Wirbelsäulenchirurgie und Skoliose).