Trauerstörung
Hilfe bei komplizierter anhaltender TrauerTrauer ist eine normale Reaktion auf den Verlust einer nahestehenden Person und wird häufig als sehr schmerzhaft erlebt. Dennoch bewältigen die meisten Menschen ihre Trauer ohne professionelle Hilfe. Eine Minderheit erlebt anhaltende und schwerwiegende Trauersymptome, die das Bild einer anhaltenden Trauerstörung erfüllen (circa 4 Prozent in Deutschland). Sie leiden oft nach Jahren noch sehr unter ausgeprägten schmerzhaften Emotionen, starker Sehnsucht nach der oder dem Verstorbenen, haben Schwierigkeiten, den Verlust hinzunehmen, und sind mit der oder dem Verstorbenen gedanklich so stark beschäftigt, dass sie in ihrem alltäglichen Leben deutlich eingeschränkt sind.
Fachlich geprüft von Prof. Dr. Ulrich Voderholzer

Anhaltende Trauerstörung: Behandlung und Therapie
Die Therapie erfolgt in der Einzeltherapie und in Gruppentherapien. In der Einzeltherapie kann die oder der Betroffene offen über den Verlust und alle damit zusammenhängenden schmerzlichen Erfahrungen sprechen. Sie oder er kann die Bedeutung des Verlustes im Kontext der individuellen Lebensgeschichte betrachten, Informationen zur anhaltenden Trauerstörung bekommen und unterschiedliche Bewältigungsmöglichkeiten kennenlernen.
Trauerstörung - konservative Behandlung
In den Gruppentherapien wird diese Arbeit unterstützt. Achtsamkeitsbasierte Ansätze stellen eine wichtige Ergänzung zur Einzel- und Gruppentherapie dar.
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