
Kopfschmerzen
Wieder einen freien Kopf bekommenMit moderner Diagnostik kann unser erfahrenes neurologisches Personal eine eindeutige Diagnose Ihres Kopfschmerz-Typs stellen. In den Schön Kliniken bieten wir Ihnen eine Vielzahl von Therapie-Verfahren, um Ihren Kopf wieder freizubekommen.
Fachlich geprüft von Prof. Dr. Klaus Jahn

Kopfschmerzen - unsere Behandlung
Kopfschmerzen der verschiedenen Arten, wie Spannungskopfschmerz, Migräne oder Cluster-Kopfschmerzen, um nur einige Formen zu nennen, sind in der Bevölkerung häufige Beschwerdebilder. Primäre Kopfschmerzen ohne eine fassbare organische Ursache treten in verschiedenen Varianten auf und können die Lebensqualität massiv beeinträchtigen. Im Gefolge des Schmerzes beklagen viele Patientinnen und Patienten zusätzliche Symptome wie Schwindel, Übelkeit mit Erbrechen, Sehstörungen oder muskuläre Verspannungen, nicht selten mit Verschlechterung bei körperlicher Aktivität.
Wenn bei Ihnen bewährte Hausmittel und Tipps gegen Kopfschmerzen, auf die man zunächst zurückgreifen würde, wie beispielsweise ätherische Öle, nicht anschlagen und auch Schmerzmittel nur bedingt helfen oder gar Teil des Problems sind, bieten Ihnen unsere Experten in der Schön Klinik Roseneck am Chiemsee intensive Beratung und professionelle Hilfe in Form einer zielgerichteten Behandlung an. Wir setzen alles daran, Sie dabei zu unterstützen, die Symptome in den Griff zu bekommen und Sie wieder fit für den Alltag zu machen. Dazu bieten die malerische Seelage der Klinik und das Klima des Luftkurortes Prien die idealen Rahmenbedingungen, um in entspannter Atmosphäre zu genesen.
Konservative Behandlung
Individueller Therapieplan
Nach einer ausführlichen Diagnose erstellen unsere Spezialisten einen individuellen Therapieplan für Sie, der nicht nur Ihre Erkrankung, sondern auch Ihre persönliche Situation und den individuellen Schmerz berücksichtigt. In der Regel kombinieren wir dabei gemäß unseren Therapieschemata medikamentöse und nicht medikamentöse Therapieverfahren, wie Biofeedback, Massagen oder Wärmeanwendungen, die bei akuten wie auch chronischen Kopfschmerzen nachweislich positive Effekte haben.
Zudem setzen wir auf Übungen zur Stress- und Schmerzbewältigung sowie Entspannungsmethoden. Etwa zwölf bis vierzehn Prozent der Frauen und sechs bis acht Prozent der Männer in Deutschland leiden unter Migräne.Die letztgenannten nicht medikamentösen Behandlungsmethoden haben zum Beispiel bei der Therapie der Migräne einen hohen Stellenwert.
Nicht zuletzt haben auch Sport und die richtige Ernährung einen positiven Einfluss. Hier wollen wir Ihnen wichtige Grundlagen vermitteln, die Ihnen auch bei Ihrer Rückkehr in den Alltag guttun. Die Therapiebausteine betreffen einzel- und gruppentherapeutische Interventionen.
Da nicht jede Patientin und jeder Patient in gleichem Maße vom jeweiligen Therapiebaustein profitiert, wird zusammen mit der Bezugstherapeutin oder dem Bezugstherapeuten in der Klinik in Prien eine auf Sie und Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Therapiekombination erarbeitet. Diesbezüglich besteht natürlich jederzeit die Möglichkeit, die Therapiekomponenten in Absprache mit dem Team in ihrer Kombination und Frequenz zu verändern.
Gute Prognose
Ziel ist, dass Sie zum Ende der Behandlung deutlich schmerzgebessert und möglichst umfassend zufrieden die Therapie beenden können. Orientiert am Therapieverlauf ist selbstverständlich vorgesehen, Sie auch im Hinblick auf die Weiterführung der Behandlung im ambulanten Setting (Nachsorge) zu beraten.
Die Prognose, dass wir Ihre Symptome im Rahmen der Behandlung über etwa sechs bis acht Wochen werden bessern können, ist bei den primären Kopfschmerzformen diagnoseübergreifend gut.
Weitere Therapien bei Kopfschmerzen
Wärme-Anwendungen, Massagen oder Dehnungsübungen zeigen insbesondere beim chronischen Spannungskopfschmerz positive Effekte. Auch bei Kopfschmerzen, die durch Veränderungen der Halswirbelsäule ausgelöst werden, kann ein Einsatz sinnvoll sein.
Kopfschmerzen: OP kann helfen
Am häufigsten werden bislang Operationen bei der Trigeminusneuralgie (Gesichtsschmerz) durchgeführt. Dabei werden entweder die Nervenkerngebiete des schmerzauslösenden Trigeminusnervs im Gehirn zerstört oder – wenn als Schmerzauslöser ein drückendes Blutgefäß identifiziert worden ist – der Trigeminusnerv entlastet. Seit Kurzem ist es auch möglich, mit speziellen Bestrahlungstechniken schmerzempfindliche Strukturen „herauszuschneiden“.
Bei Cluster-Kopfschmerzen, die auf keine Therapie ansprechen, wurden jüngst erfolgreich Elektroden zur tiefen Hirnstimulation („Hirnschrittmacher“) eingesetzt. Diese Methode sollte jedoch nur in einem hoch spezialisierten Zentrum durchgeführt werden.
Migräne-Therapie
Attackenbehandlung bei leichter bis mittelstarker Migräne
Hier sind die sogenannten Triptane am wirksamsten. Diese Gruppe von Medikamenten hilft ausschließlich bei Migränekopfschmerzen. Nicht geeignet sind Triptane bei Patientinnen und Patienten mit bestimmten Herzerkrankungen in der Vorgeschichte.
Achtung: Bei zu häufiger Einnahme von Schmerzmitteln und Triptanen besteht die Gefahr, dass die Kopfschmerzen dadurch immer häufiger auftreten bis hin zu Dauerkopfschmerzen. In diesen Fällen steht an erster Stelle ein Entzug der bisherigen Schmerzmedikation und anschließend eine sinnvolle Behandlung der zugrunde liegenden Kopfschmerzerkrankung, also der Migräne oder des Spannungskopfschmerzes.
Migränevorbeugung mit Medikamenten
Ziel einer medikamentösen Vorbeugung ist es, die Häufigkeit der Migräne-Anfälle um mindestens 50 Prozent zu reduzieren. Mittel der ersten Wahl sind die Betablocker Metoprolol und Propranolol, der Kalziumkanalblocker Flunarizin sowie die Anti-Epileptika Topiramat und Valproinsäure. Diese Medikamente müssen täglich eingenommen werden. Wenn die Attacken entsprechend reduziert wurden und die Verträglichkeit gut ist, sollte die medikamentöse Behandlung wenigstens sechs Monate lang weiter durchgeführt werden. Danach kann ein Auslassversuch erfolgen.
Migränevorbeugung ohne Medikamente
Nachgewiesen erfolgreich sind hierbei kognitiv-verhaltenstherapeutische Ansätze. Diese beinhalten neben dem Erlernen von Schmerz- sowie Stressbewältigungsstrategien unter anderem auch Entspannungsübungen (vor allem progressive Muskelrelaxation nach Jacobson) und Biofeedbackverfahren. Beim Biofeedback erhalten Sie über den Computerbildschirm Rückmeldung zu Ihren Körpersignalen (zum Beispiel Muskelanspannung oder Durchblutung der Schläfenarterie). Durch regelmäßiges Üben lernen Sie so allmählich, diese bewusster zu steuern.
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Unsere Spezialisten


Dr. Karsten Jöster
Oberarzt
Dr. Florian Kirsten
OberarztZusatzbezeichnung Intensivmedizin

Prof. Dr. Ulrich Pulkowski
ChefarztSpezielle Schmerztherapie
Intensivmedizin – Notfallmedizin

Thorsten Schulte
Leitender OberarztZusatzbezeichnung Geriatrie

Kai-Uwe Tesch
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