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Schulterluxation (Schulterinstabilität) – unsere Therapie

Zurück zur stabilen Schulter
Eine akute Schulterluxation, umgangssprachlich auch als Auskugeln des Schultergelenks bekannt, ist beispielsweise beim Sport schnell passiert und verursacht heftige Schmerzen. In der Folge kann es zu einer dauerhaften Schulterinstabilität kommen, die Ihre Beweglichkeit einschränkt. In Abhängigkeit vom Alter kann die Therapie Ihrer Schulterluxation oder Schulterinstabilität zunächst mit konservativen Methoden erfolgen, wie speziellen Übungen aus der Physiotherapie oder dem Tapen zur Stabilisierung Ihres Schulterbereichs. Wenn bei Ihnen aber eine schwere Schulterinstabilität - oft als Folge einer früheren Schulterluxation - vorliegt, kann auch die Therapie mittels einer OP sinnvoll sein. Insbesondere bei jungen, sportlich aktiven Patientinnen und Patienten wird üblicherweise eine operative Stabilisation der Schulter vorgenommen.

Eine Schulterinstabilität hat unterschiedliche Gründe: Abriss der Gelenklippe (Bankart-Läsion), knöcherne Verletzungen oder Substanzdefekt der Gelenkpfanne. Daher ist eine umfassende schnittbildgebende Diagnostik zur Einschätzung der Verletzungsschwere in der Regel erforderlich. Unsere Schulterspezialisten in der Schön Klinik Neustadt verfügen über große Erfahrung bei der operativen Therapie von Schulterluxationen und Schulterinstabilitäten. Ihre anschließende Heilungsdauer hängt von individuellen Faktoren ab, in jedem Fall ist nach einer Schulterluxation aber eine gezielte Physiotherapie notwendig.
Fünf junge Menschen geben sich im Freien bei Sonnenschein ein High-Five, Sonnenstrahlen zwischen den erhobenen Armen

Wir geben Ihrer Schulter die Stabilität zurück

Nach einer Schulterluxation ist eine Schulterreposition notwendig. Hierzu stehen uns verschiedene Techniken zur Verfügung. Dabei legen wir besonderen Wert auf eine sanfte Reposition. Um das zu gewährleisten, ist manchmal auch eine kurze Narkose oder ein sogenannter „Dämmerschlaf“ notwendig.

Im Anschluss an die Schulterreposition muss Ihre Schulter zunächst ruhig gestellt werden. Dafür erhalten Sie von uns einen Schlingenverband. Zusätzlich führen unsere Schulterspezialisten in vielen Fällen eine weitere MRT- oder CT-Untersuchung durch. So bestimmen wir das Ausmaß Ihrer Verletzungen. Im Anschluss entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen über die weitere Behandlung Ihrer Schulterluxation.

Konservative Therapie bei Schulterinstabilität

Die angeborene Form der Instabilität wird selten operiert. Im Fokus Ihrer Behandlung stehen physiotherapeutische Übungs- und Trainingsprogramme mit schulterblattstabilisierenden und muskelaufbauenden Maßnahmen. Unsere Spezialisten wenden dabei auch moderne Therapieverfahren wie EMS-Training (Elektromyostimulation) an. Hierbei werden Ihre Muskeln nicht nur mit Gewichten trainiert, sondern mittels elektrischer Impulse stimuliert. Einzelne Muskelpartien können dabei gezielt angesteuert werden.

Arthroskopische Schulterstabilisierung

Mithilfe einer Gelenkspiegelung (Arthroskopie) beurteilen unsere Schulterexperten das Ausmaß Ihrer Verletzung. Hierfür führen wir über einen kleinen Hautschnitt eine Mikrokamera in Ihr Gelenk ein. Meist ist die Gelenklippe von der Schulterpfanne gelöst und es besteht ein kleiner Defekt am hinteren Oberarmkopf. Wir führen dann die Gelenklippe an ihre ursprüngliche Position zurück und flechten Fäden hindurch. Diese fixieren wir am Rand der Gelenklippe mit kleinen „Dübeln“ (Fadenankern). Oft ist eine zusätzliche Raffung der überdehnten Gelenkkapsel notwendig.
Eine Behandlung des Defekts am hinteren Oberarmkopf ist meistens nicht notwendig. In bestimmten Fällen korrigieren wir die Verletzung an dieser Stelle. Hierbei vernähen wir die hintere Sehne Ihrer Rotatorenmanschette mit dem Knochendefekt (Remplissage). Diese zusätzliche Technik bringt weitere Stabilität und kann in Risikofällen eine erneute Ausrenkung (Rezidiv) verhindern.

Latarjet-Operation

Bei der Operation nach Latarjet transferieren unsere Schulterexperten einen Teil Ihres Schulterblattknochens an Ihre Gelenkpfanne. Dieses Verfahren ist notwendig, wenn bei Ihnen ein größerer Knochendefekt der vorderen Gelenkpfanne vorliegt. Mit diesem Eingriff stellen unsere Spezialisten die Stabilität Ihres Schultergelenks wieder her. Ob die Latarjet-Operation sinnvoll ist, entscheiden unsere Experten gemeinsam mit Ihnen in einem ausführlichen Gespräch. Wir führen diesen Eingriff in einem schonenden Verfahren arthroskopisch unterstützt oder über einen kleinen Hautschnitt (Mini-open) durch.

Pfannenrand-Rekonstruktion mittels Beckenkamm-Spanplastik

Die Anwendung dieser Behandlungsmethode hängt von vielen Faktoren ab. Unsere Schulterexperten stimmen sich hierzu eng mit Ihnen ab. Wichtig dabei sind das Ausmaß des Knochendefekts am vorderen Pfannenrand, Ihre vorausgegangenen Verletzungen, Ihr Sportprofil und Ihre Alltagseinschränkungen. Bei dieser Operation verwenden unsere Schulterspezialisten Knochen aus Ihrem Beckenrand. Mit diesem Knochenstück rekonstruieren wir den vorderen Rand Ihrer Gelenkpfanne. Das Verfahren ermöglicht uns eine Wiederherstellung Ihrer ursprünglichen Anatomie. Auch die Beckenkamm-Operation führen wir arthroskopisch durch.

Schulterreposition

Nach einer Schulterluxation ist eine Schulterreposition (Einrenken) notwendig. Hierzu stehen uns verschiedene Techniken zur Verfügung. Dabei legen wir besonderen Wert auf eine sanfte Reposition. Um das zu gewährleisten, ist manchmal auch eine kurze Narkose oder ein sogenannter „Dämmerschlaf“ notwendig.

Im Anschluss an die Schulterreposition muss Ihre Schulter zunächst ruhiggestellt werden. Dafür erhalten Sie von uns einen Schlingenverband. Zusätzlich führen unsere Schulter-Spezialisten in vielen Fällen eine weitere MRT- oder CT-Untersuchung durch. So bestimmen wir das Ausmaß Ihrer Verletzungen. Im Anschluss entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen über die weitere Behandlung Ihrer Schulterluxation.

Mehr zu Schulterinstabilität

Erfahren Sie mehr über Schulterinstabilität – Ursachen, Diagnose, Behandlung und Nachsorge im Überblick.

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