Zurück zur Schön Klinik Gruppe

Diabetischer Fuß - unsere Behandlung

Wir schenken Ihren Füßen besondere Beachtung
In unserem Zentrum für diabetische und neuropathische Fußerkrankungen mit angeschlossenem Wundzentrum erhalten Sie eine fachkompetente und maßgeschneiderte Behandlung für Ihren diabetischen Fuß mit besonderer Kompetenz. Für Ihre interdisziplinäre Therapie arbeiten Wundmanager, Diabetologen, Gefäß-Chirurgen und spezialisierte Orthopäden eng zusammen und erstellen für Sie einen individuellen Therapieplan, der alle erforderlichen Maßnahmen sinnvoll miteinander verbindet. Unser oberstes Ziel ist immer der Erhalt der Funktion und Form ihres Fußes. Dafür stehen uns eine Vielzahl an medizinischen Methoden zur Verfügung – von der konservativen und operativen Therapie bis hin zur anschließenden Rehabilitation.

Fachlich geprüft von Univ.- Doz. Dr. Gernot Langs

Ältere Frau mit grauen Haaren sitzt entspannt am Poolrand, lächelt und taucht ihre nackten Füße ins Wasser, Schuhe stehen daneben

Wir legen Wert auf besonders schonende Therapieverfahren

In unserem Zentrum für diabetische und neuropathische Fußerkrankungen mit angeschlossenem Wundzentrum erhalten Patientinnen und Patienten eine fachkompetente und maßgeschneiderte Behandlung bei diabetischem Fuß mit besonderer Kompetenz. Für eine interdisziplinäre Therapie arbeiten Wundmanagerinnen und Wundmanager, Diabetologinnen und Diabetologen, Gefäß- und plastische Chirurginnen und Chirurgen sowie spezialisierte Orthopädinnen und Orthopäden eng zusammen und erstellen für unsere Patientinnen und Patienten einen individuellen Therapieplan, der alle erforderlichen Maßnahmen sinnvoll miteinander verbindet.

Als einziges zertifiziertes Fuß- und Sprunggelenkzentrum der Maximalversorgung (FußCert max) in Südbayern sowie als akademisches Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und der Paracelsus Universität Salzburg (PMU) stehen wird für innovativste Therapieverfahren und wissenschaftlich abgesicherte Behandlungskonzepte. Wir beteiligen uns an zahlreichen Forschungsprojekten, um anhand der gewonnenen Daten die Therapie für Sie kontinuierlich zu verbessern.

Konservative Therapie des diabetischen Fußes

Chronische Druckstellen mit oder ohne Ulkus können teilweise mit einer diabetesadaptierten Weichschaumeinlage und Konfektionsschuhen behandelt werden. Schon alleine die Druckentlastung führt oft zu einem Abheilen des Ulkus. Ist der Fuß deformiert und passt nicht mehr in einen normalen Schuh, wird auf diabetesadaptierte Konfektionsschuhe oder orthopädische Maßschuhe mit Sohlenversteifung und Abrollsohle zurückgegriffen.

Zusätzlich sind spezielle diabetesadaptierte Trainingsprogramme zur Prävention krankheitsspezifischer Fußfehlstellungen wichtig. Wir ermutigen alle Patientinnen und Patienten mit Diabetes, diese Angebote wahrzunehmen. Dazu gehören auch regelmäßige Vorstellungen beim Podologen (medizinische Fußpflege).

Diagnostik bei Diabetischem Fußsyndrom

Vor einer Behandlung gilt es, das Ausmaß der Erkrankung präzise festzustellen. Dies gilt insbesondere, wenn eine Infektion des Knochens (Osteomyelitis) im Raum steht. An der Schön Klinik München Harlaching profitieren Patientinnen und Patienten von hochwertiger Bildgebung. In der angebundenen Praxis für Radiologie werden zwei MRT-Geräte (unter anderem 3-Tesla-MRT-Gerät, Metallunterdrückung, spezielle Knorpelsequenzen) und ein CT der neuesten Generation vorgehalten. Wir können belastete Computertomografien (DVT) durchführen und haben alle Möglichkeiten der konventionellen Radiologie und Sonografie.

Operative Therapie des diabetischen Fußes

Da chirurgische Maßnahmen bei Diabetikerinnen und Diabetikern mit vielen möglichen Komplikationen verbunden sein können (zum Beispiel aufgrund einer eingeschränkten Wundheilung), haben wir uns auf minimalinvasive Techniken spezialisiert. Hier kann über die sogenannte Schlüsselloch-Chirurgie eine gezielte Korrektur des Fußes durchgeführt werden, um den Druck zum Beispiel in einem Bereich eines Ulkus zu reduzieren. So kommt es relativ schnell zur Abheilung des Ulkus, ohne dass der Fuß durch eine große, belastende OP geschädigt wird.

Bei schweren Fehlstellungen oder Entzündungen des Knochens (Infektion, Osteomyelitis) können größere Eingriffe notwendig sein, um die Infektion zu beruhigen und den Fuß wieder in eine normale Stellung zu bringen. Ziel sind dabei stets der Erhalt des Fußes und die Vermeidung von Amputationen. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser sind für Betroffene die Aussichten, dieses Ziel zu erreichen.

Regionalanästhesie für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie

Sollte eine Operation notwendig sein, profitieren Patientinnen und Patienten von den speziell auf Erkrankungen von Fuß- und Sprunggelenk ausgerichteten Anästhesie-Verfahren. Wir führen über 90 Prozent der Operationen in Regionalanästhesie durch. Dies bedeutet, dass ausschließlich das betroffene Bein betäubt wird. Eine Vollnarkose oder Spinalanästhesie (Injektion ins Rückenmark) kann dadurch vermieden werden. Nach der Operation können Patientinnen und Patienten selbst das Ausmaß der Betäubung des Beins per Knopfdruck steuern. Dieses schonende Anästhesie-Verfahren vermeidet die Risiken einer Vollnarkose und die Nebenwirkungen vieler klassischer Schmerzmittel. Gerade für Betroffene mit Diabetes und den hiermit verbundenen Risikofaktoren ist dieses Verfahren deutlich sicherer als eine Vollnarkose.

Konservative Behandlungen

  • Anpassung diabetesadaptierter Weichschaumeinlagen und Konfektionsschuhe
  • Anpassung orthopädischer Maßschuhe mit Sohlenversteifung und Abrollsohle
  • spezielle diabetesadaptierte Trainingsprogramme zur Prävention krankheitsspezifischer Fußfehlstellungen

Operation bei Infektionen

Wenn bei Ihnen eine Infektion der Weichteile (zum Beispiel Haut, Fett, Muskeln) vorliegt, können wir Ihren Fuß in der Regel durch alternative Maßnahmen behandeln. Dabei entlasten wir Ihren Fuß konsequent und leiten eine Antibiotikatherapie ein.
​​​​​​​
Eine Operation wird dann notwendig, wenn Ihre Entzündungszeichen durch die konservative Behandlung nicht zurückgehen oder die Knochen betroffen sind. Auch wenn sich ein erheblicher Gewebeuntergang abzeichnet oder schwere allgemeine Entzündungszeichen vorliegen, muss der Infektionsherd operativ behandelt werden. Je früher, desto besser. Im Rahmen des Eingriffs werden dann alle Bereiche entfernt, die durch die Infektion abgestorben sind.

Aber keine Sorge: Unsere Spezialisten aus der Fußchirurgie sind sehr erfahren. Sie legen die Schnitte gezielt an. So können sie alle zu entfernenden Strukturen darstellen undgleichzeitig übermäßige Schäden vermeiden.

Operative Behandlungen

  • minimalinvasive Korrektur von Zehenfehlstellungen, die zu mechanischer Überbelastung und zu Geschwüren (Ulzera) führen
  • minimalinvasive Korrektur von Fehlstellungen der Mittelfußknochen, die zu mechanischer Überbelastung und zu Geschwüren (Ulzera) führen
  • gezielte Verlängerung von Sehnen, was dann zur Druckreduktion im Bereich der Fußsohle und dadurch zur Abheilung von Ulzera führt
  • minimalinvasive Abtragung von Knochenvorsprüngen, die zu mechanischer Überbelastung und zu Geschwüren (Ulzera) führen
  • komplexe Rekonstruktionen von zerstörten Mittelfuß- und Sprunggelenkknochen im Rahmen der Charcot-Arthropathie
  • gezielte und innovative Behandlung von Weichteil- und Knocheninfektionen unter Berücksichtigung von Form und Funktionen des Fußes
  • plastische Deckung von nicht heilenden Weichteildefekten in Zusammenarbeit mit unseren plastischen Chirurginnen und Chirurgen

Amputation nur als letzter Ausweg

In seltenen Fällen ist bei weit fortgeschrittener, irreversibler Gewebezerstörung (Nekrose) eine Amputation nicht vermeidbar. Unsere Maxime ist, Amputationen wenn immer möglich zu vermeiden, und wenn nicht vermeidbar auf möglichst wenig Gewebe zu beschränken. Dies bedeutet, dass Unterschenkelamputationen die absolute Ausnahme bei lebensbedrohlichen, anders nicht beherrschbaren Infektionen sind. Fast immer ist es ausreichend, einzelne Knochenstücke oder manchmal auch Zehenanteile zu entfernen, welche eine Infektion oder Durchblutungsstörung irreversibel geschädigt hat. Wird die Behandlung frühzeitig eingeleitet, können solche Situationen für Betroffene fast immer vermieden werden.

Top-Fußzentrum für Diabetiker

Diesen Titel darf die Schön Klinik München Harlaching tragen. Das Magazin Focus-Diabetes hat Anfang Dezember 2018 die besten Fußzentren für Diabetikerinnen und Diabetiker ausgezeichnet. Denn Menschen mit Diabetes benötigen bei verschiedenen Folgeerkrankungen eine spezielle Behandlung. In unserem Zentrum für diabetische und neuropathische Fußerkrankungen mit angeschlossenem Wundzentrum sind Betroffene in besten Händen, das bestätigt das Focus-Siegel.

Unser Wundzentrum wurde 2019 durch die ICW (Initiative Chronische Wunden e. V.) als spezialisiertes Zentrum zertifiziert. Damit können unsere Experten chronische Wunden auf dem aktuellsten und innovativsten Stand behandeln. Hierbei setzen wir neueste Techniken, wie das ultraschallgestützte Wunddebridement, biochirurgische Methoden sowie Haut- und Lappentransplantationen, erfolgreich ein.

Mehr zu Diabetischer Fuß

Erfahren Sie mehr über Diabetischer Fuß – Ursachen, Diagnose, Behandlung und Nachsorge im Überblick.

Lernen Sie Ihre zuständigen Fachzentren kennen

Unsere spezialisierten Fachzentren behandeln dieses Krankheitsbild und beraten Sie gern.

Unsere Spezialisten

Sie sind unsicher? Wir helfen ihnen gerne

Sie haben eine Frage zu Bahandlung, Aufnahme und Aufenthalt in unseren Krankenhäusern oder möchten einen Sprechstundentermin vereinbaren?

nach oben