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Morbus Menière

Der Morbus Menière ist eine seltene Erkrankung, die sowohl das Hör- als auch das Gleichgewichtsorgan betrifft. Dabei kommt es zu einem Stau von Flüssigkeit im Hör- und Gleichgewichtsorgan im Innenohr (Endolymphhydrops). Dieser Stau ist die Folge eines Ungleichgewichts zwischen Produktion und Abtransport der Flüssigkeit, die regelmäßig ausgetauscht wird.

Unsere Spezialisten in den Schön Kliniken haben umfassende Erfahrung in der Behandlung von Morbus Menière. Ziel ist es, Ihre Beschwerden zu lindern oder Ihre Lebensqualität zu erhöhen.

Morbus Menière (anfallsartiger Drehschwindel) – unsere Behandlung

Die Schön Klinik Bad Arolsen liegt in Nordhessen in der Nähe von Kassel. Sie hat das Flair eines Hotels mit wunderschönem Ambiente in Schlossnähe. Ein See ist fußläufig erreichbar.
Der Drehschwindel ist seit vielen Jahren ein Schwerpunkt in der Schön Klinik Bad Arolsen.

Interdisziplinäres Experten-Team

HNO-Ärztinnen und Ärzte

Zum interdisziplinären Experten-Team gehören HNO-Ärztinnen und Ärzte, die dauerhaft im Haus präsent sind. Sie ermöglichen eine ausführliche Diagnostik und eine gezielte HNO-Therapie, sodass die Behandlung von Tinnitus, otogenem (= ohrbedingtem) Schwindel und Schwerhörigkeit garantiert ist. Eine ergänzende Hörgeräteversorgung wird bei Bedarf angeboten, um die Korrektur der Hörverluste zu reduzieren.

Das alles ist sinnvoll, da der Morbus Menière typischerweise mit drei gleichzeitig auftretenden Symptomen einhergeht: Drehschwindelattacken, Intensivierung von Ohrgeräuschen, die häufig als Brummen wahrgenommen werden, und wiederkehrender Tieftonhörminderung, die oft von einer Drucksymptomatik begleitet wird.

Diese können im Verlauf der Erkrankung eine dauerhafte, nicht selten fortschreitende Schwerhörigkeit zur Folge haben. Auch die Abgrenzung zu isolierten Endolymphschwankungen (endolymphatischer Hydrops = mögliche Ursache einer Tieftonhörminderung) erfordert eine Thematisierung und Erläuterung. Alle Symptome bedürfen einer HNO-ärztlichen Expertise.

Psychologinnen und Psychologen, Psychotherapeutinnen und -therapeuten sowie Fachtherapeutinnen und -therapeuten

Das Team setzt sich weiterhin aus Psychologinnen und Psychologen, Psychotherapeutinnen und -therapeuten sowie zahlreichen Fachtherapeutinnen und -therapeuten zusammen, sodass eine enge Zusammenarbeit und ein regelmäßiger Austausch mit allen Fachgruppen möglich sind. Diese Kooperation ist wichtig und deshalb elementarer Bestandteil des Therapie-Konzeptes, weil die vielseitigen Symptome des Morbus Menière nicht nur körperliche, sondern auch seelische Leiden zur Folge haben.

Das macht eine umfassende Behandlung unerlässlich. Intensive HNO-ärztliche Informationsvermittlungen und die Erarbeitung von Bewältigungsstrategien sind Themen der HNO-Einzel- und -Gruppentherapien. Die häufig begleitenden seelischen Belastungen der Betroffenen erfordern darüber hinaus eine intensive psychologische Betreuung, die ebenfalls im Einzel- und Gruppen-Setting angeboten wird. Sie ist verhaltenstherapeutisch ausgerichtet und hat ein optimiertes Symptom-Management zum Ziel. Eine Auflistung der Einzel- und Gruppentherapien finden Sie unten stehend.

Darüber hinaus bildet ein gezieltes, intensives Gleichgewichtstraining, das ebenfalls individuell, aber auch gruppenspezifisch verordnet wird, einen weiteren Schwerpunkt der Morbus-Menière-Behandlung in der Schön Klinik Bad Arolsen. Es dient zum einen der Stärkung der Selbstsicherheit, des Vertrauens in den eigenen Körper und der Förderung von Kompensationstechniken. Zum anderen ist es für das Erlernen der Abgrenzung des Morbus-Menière-Schwindels von einem sekundären Angstschwindel unerlässlich. Dieser tritt infolge der extrem belastenden Symptome der Erkrankung fast bei allen Betroffenen im Laufe des Krankheitsverlaufes auf und bedarf zwingend der sicheren Diagnostik und Therapie. Dadurch lässt sich der extreme Leidensdruck der Patientinnen und Patienten oft schon erheblich reduzieren.

Ein vielfältiges Angebot von Entspannungstherapien, Achtsamkeitstherapien und Biofeedback gehören ebenfalls zum Konzept und tragen zur Verbesserung der Symptombewältigung, aber auch der Symptome selbst bei.

Unser Erfolgsrezept: eine einfühlsame, individuell auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten zugeschnittene, ganzheitliche Therapie. Sie hat das Ziel, trotz Morbus Menière wieder mit Freude ins Leben zurückzukehren. Zur langfristigen Vorbeugung und Bewältigung poststationärer Anfälle erarbeiten wir mit den Betroffenen gezielte Strategien zur Selbsthilfe, um die Sicherheit für den Alltag wiederherzustellen.

Einzeltherapien

  • Psychotherapie
  • psychologische Einzeltherapie (Verhaltenstherapie)
  • HNO-Diagnostik und -Therapie (gegebenenfalls Hörgeräteversorgung)
  • HNO-spezifische, umfassende Informationsvermittlungen über Morbus Menière (Schwindel, Tinnitus, Hörminderung/Hörverlust), die eine Verbesserung des Symptom-Managements und eine Angstreduktion beziehungsweise Angstfreiheit zum Ziel haben
  • Gleichgewichtstherapie (Erlernen der Abgrenzung zum psychogenen Schwindel, Vertrauen schaffen in den eigenen Körper, Förderung der Selbstsicherheit, Training von Kompensationsmechanismen)
  • praxisorientierte Wahrnehmungstherapie (Hörtherapie)
  • Biofeedback
  • Achtsamkeitstherapie
  • verschiedene Entspannungstherapien
  • Physiotherapie
  • Musik- und Kunsttherapie

Gruppentherapien

  • umfassende HNO-Informationsvermittlungen spezifisch für Schwindel, Schwerhörigkeit Hörminderungen und Tinnitus, Symptome des Morbus Menière, Erläuterung und Abgrenzung des Begriffs Endolymphschwankung (endolymphatischer Hydrops = mögliche Ursache einer Tieftonhörminderung)
  • Tinnitus-Bewältigungstherapie, die eine Leidensfreiheit anstrebt (siehe Behandlung von Tinnitus in der Schönklinik Bad Arolsen)
  • intensive Gleichgewichtstherapie (Ziele wie bei der Einzeltherapie)
  • Hörtherapie bei Normal- und Schwerhörigkeit
  • psychologische Therapien: kognitive Verhaltenstherapie, Achtsamkeitstherapie, Biofeedback, lösungsorientierte Gruppen
  • Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT: Erarbeitung von Akzeptanzstrategien, Umgang mit belastenden Gedanken und werteorientiertes Handeln)
  • Entspannungstherapien: progressive Muskelentspannung (PMR), autogenes Training, Tai-Chi, Kieferentspannung
  • Fachtherapien: Musiktherapie, Kunsttherapie, Sporttherapie, Walking, Muskelaufbautraining

Weitere Informationen zur Behandlung im Fachzentrum

Unsere Spezialisten für Morbus Menière