Kopfschmerzen - unsere Behandlung

Wieder einen freien Kopf bekommen
Nahezu jeder Mensch leidet hin und wieder unter Kopfschmerzen und über 50 Prozent der Bevölkerung suchen irgendwann in ihrem Leben wegen Kopfschmerzen ärztliche Hilfe. Aber nicht hinter jeder Kopfschmerz-Attacke verbirgt sich auch eine ernste Erkrankung. Treten die Kopfschmerzen häufiger oder regelmäßig auf oder ändern sie sich in ihrer Intensität, ihrem Charakter oder in ihrer Häufigkeit, sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

Mit moderner Diagnostik kann unser erfahrenes neurologisches Personal eine eindeutige Diagnose Ihres Kopfschmerz-Typs stellen. In den Schön Kliniken bieten wir Ihnen eine Vielzahl von Therapie-Verfahren, um Ihren Kopf wieder freizubekommen.

Fachlich geprüft von Prof. Dr. Klaus Jahn

Frau und Mann machen Yoga im Park, sitzen entspannt im Schneidersitz auf Yogamatten bei Sonnenuntergang

Den Schmerz in den Griff kriegen

Kopfschmerzen sind in der Bevölkerung häufige Beschwerdebilder. Die verschiedenen Varianten des Kopfschmerzes, wie beispielsweise Migräne und Spannungskopfschmerzen, führen zu einer Beeinträchtigung der Lebensqualität und bedürfen einer individuell angepassten Behandlung. Neben der eigentlichen Kopfschmerzsymptomatik werden von den Betroffenen auch zusätzliche Symptome wie Schwindel, Übelkeit mit Erbrechen, Sehstörungen oder muskuläre Verspannungen, nicht selten mit Verschlechterung bei körperlicher Aktivität, beklagt. Das Team der Schön Klinik Berchtesgadener Land versucht der Ursache Ihrer Schmerzen auf den Grund zu gehen und Ihnen mittels geeigneter Therapie ein schmerzfreies Leben zu ermöglichen.

Konservative Behandlung

Individueller Therapieplan

Wenn bei Ihnen bisherige Behandlungsversuche mit Hausmitteln, wie Anwendung von ätherischen Ölen oder Kälte, keine nachhaltige Besserung der Schmerzen beziehungsweise Symptome erbracht haben, bieten die Experten der Schön Klinik Berchtesgadener Land eine individuelle Beratung und zielgerichtete Behandlung an. Wir helfen unseren Patientinnen und Patienten dabei, die Schmerzsymptomatik langfristig in den Griff zu bekommen.

Bevor wir Ihren individuellen Therapieplan erstellen, nehmen wir uns ausreichend Zeit, um die bisher durchgeführte Diagnostik und Ihren Krankheitsverlauf zu beurteilen sowie mit Ihnen die Diagnose zu besprechen. Dabei berücksichtigen wir die individuelle Situation unserer Patientinnen und Patienten und gehen auch auf Begleiterkrankungen ein. In unserem Therapieprogramm bieten wir eine Kombination aus medikamentösen (Schmerzmittel und andere Medikamente) und nicht medikamentösen Verfahren (wie Massagen, Wärmeanwendungen und transkutane elektrische Nervenstimulation „TENS“), die nachweislich positive Effekte bei chronischen Schmerzen haben.

Darüber hinaus bieten wir Übungen zur Schmerzbewältigung, Stressverarbeitung sowie zu Entspannungsverfahren an. Da auch psychologische Faktoren eine entscheidende Rolle bei der Entsetzung und Aufrechterhaltung von Kopfschmerzen spielen, wird in psychotherapeutischen Einzelsitzungen an Ihrer individuellen Problematik gearbeitet. Sportliche Betätigung wirkt sich ebenfalls deutlich positiv auf die Stärke, die Häufigkeit und die Dauer der Schmerzen aus, weshalb Sport, vor allem an der frischen Luft, ein zusätzlicher Bestandteil des Therapieangebots ist. Einen wesentlichen Anteil an der Genesung unserer Patientinnen und Patienten hat auch ein ausgeglichener Schlaf-wach-Rhythmus.

Unser Therapieangebot beinhaltet sowohl einzel- wie gruppentherapeutische Interventionen und wird zusammen mit der Bezugstherapeutin oder dem Bezugstherapeuten an Ihre individuellen Bedürfnisse angepasst. Während der laufenden Therapie gehen wir in den regelmäßigen Gesprächen in Absprache mit dem therapeutischen Team auf Ihre Wünsche ein.

Ziel Ihrer individuellen Behandlung

Ziel der stationären Behandlung in der Schön Klinik Berchtesgadener Land ist es, dass Sie mithilfe eines ganzheitlichen Ansatzes eine nachhaltige Besserung Ihrer starken Kopfschmerzen erreichen. Aus unserer Erfahrung hat die sechswöchige Behandlung der primären Kopfschmerzen diagnoseübergreifend gute Erfolgsaussichten. Lassen Sie Ihre Migräne, Spannungskopfschmerzen und Cluster-Kopfschmerzen sowie die unangenehmen Begleiterscheinungen wie Fieber, Sehstörungen, Übelkeit und Erbrechen hinter sich und starten Sie auch ohne dauerhafte Einnahme von Medikamenten in ein beschwerdefreies Leben ohne Schmerzen oder Symptome!

Weitere Therapien bei Kopfschmerzen

Die nicht medikamentösen Verfahren spielen eine große Rolle, denn hier können Sie sich selbst aktiv einbringen. Im Vordergrund stehen Übungen zur Stressbewältigung und Entspannungstraining (Muskelentspannung nach Jacobson, autogenes Training). Ebenso nützlich ist regelmäßiges Ausdauertraining, wie Joggen, Schwimmen oder Radfahren. Manchmal ist es auch sinnvoll, Ihre Lebensgewohnheiten umzustellen, zum Beispiel indem Sie Ihre Schlafdauer und die Schlafrhythmen anpassen. Wenn bestimmte Nahrungsmittel (zum Beispiel Käse oder Alkohol) als Auslöser identifiziert wurden, streichen Sie diese einfach von Ihrem Speiseplan.
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Wärme-Anwendungen, Massagen oder Dehnungsübungen zeigen insbesondere beim chronischen Spannungskopfschmerz positive Effekte. Auch bei Kopfschmerzen, die durch Veränderungen der Halswirbelsäule ausgelöst werden, kann ein Einsatz sinnvoll sein.

Kopfschmerzen: OP kann helfen

Bei manchen sekundären Kopfschmerzsyndromen und einigen wenigen primären Kopfschmerzerkrankungen sowie Neuralgien ist eine Operation hilfreich, um die Kopfschmerzen zu beseitigen. Bei einem Hirntumor, einem Nervenwasseraufstau oder bei Gefäßveränderungen ist die Kopfschmerz-OP sogar notwendig.

Am häufigsten werden bislang Operationen bei der Trigeminusneuralgie (Gesichtsschmerz) durchgeführt. Dabei werden entweder die Nervenkerngebiete des schmerzauslösenden Trigeminusnervs im Gehirn zerstört oder – wenn als Schmerzauslöser ein drückendes Blutgefäß identifiziert worden ist – der Trigeminusnerv entlastet. Seit Kurzem ist es auch möglich, mit speziellen Bestrahlungstechniken schmerzempfindliche Strukturen „herauszuschneiden“.
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Bei Cluster-Kopfschmerzen, die auf keine Therapie ansprechen, wurden jüngst erfolgreich Elektroden zur tiefen Hirnstimulation („Hirnschrittmacher“) eingesetzt. Diese Methode sollte jedoch nur in einem hoch spezialisierten Zentrum durchgeführt werden.

Migräne-Therapie

Bei der Migränebehandlung unterscheidet man zwischen der Attackenbehandlung und der Migränevorbeugung.

Attackenbehandlung bei leichter bis mittelstarker Migräne
Hier sind die sogenannten Triptane am wirksamsten. Diese Gruppe von Medikamenten hilft ausschließlich bei Migränekopfschmerzen. Nicht geeignet sind Triptane bei Patientinnen und Patienten mit bestimmten Herzerkrankungen in der Vorgeschichte.

Achtung: Bei zu häufiger Einnahme von Schmerzmitteln und Triptanen besteht die Gefahr, dass die Kopfschmerzen dadurch immer häufiger auftreten bis hin zu Dauerkopfschmerzen. In diesen Fällen steht an erster Stelle ein Entzug der bisherigen Schmerzmedikation und anschließend eine sinnvolle Behandlung der zugrunde liegenden Kopfschmerzerkrankung, also der Migräne oder des Spannungskopfschmerzes.

Migränevorbeugung mit Medikamenten
Ziel einer medikamentösen Vorbeugung ist es, die Häufigkeit der Migräne-Anfälle um mindestens 50 Prozent zu reduzieren. Mittel der ersten Wahl sind die Betablocker Metoprolol und Propranolol, der Kalziumkanalblocker Flunarizin sowie die Anti-Epileptika Topiramat und Valproinsäure. Diese Medikamente müssen täglich eingenommen werden. Wenn die Attacken entsprechend reduziert wurden und die Verträglichkeit gut ist, sollte die medikamentöse Behandlung wenigstens sechs Monate lang weiter durchgeführt werden. Danach kann ein Auslassversuch erfolgen.

​​​​​​​Migränevorbeugung ohne Medikamente
Nachgewiesen erfolgreich sind hierbei kognitiv-verhaltenstherapeutische Ansätze. Diese beinhalten neben dem Erlernen von Schmerz- sowie Stressbewältigungsstrategien unter anderem auch Entspannungsübungen (vor allem progressive Muskelrelaxation nach Jacobson) und Biofeedbackverfahren. Beim Biofeedback erhalten Sie über den Computerbildschirm Rückmeldung zu Ihren Körpersignalen (zum Beispiel Muskelanspannung oder Durchblutung der Schläfenarterie). Durch regelmäßiges Üben lernen Sie so allmählich, diese bewusster zu steuern.
 

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