Akute Belastungsstörung - unsere Behandlung

Was ist eine akute/posttraumatische Belastungsstörung?

Eine akute Belastungsreaktion (ICD-10: F43.0) ist eine psychische Erkrankung, eine Art „Nervenzusammenbruch“ oder „psychischer Schock“. Sie kann bei einem Menschen entstehen, wenn dieser ein schwerwiegendes bedrohliches Ereignis erlebt oder indirekt mitbekommen hat. Die Folgen sind z. B. Ängste und wiederkehrende Gedanken an das traumatisierende Erlebnis. Dauern die Symptome länger an, spricht man von einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS, engl. PTSD, ICD-10: F43.1).

An den Schön Kliniken behandeln wir akute und posttraumatische Belastungsstörungen mit umfassendem Know-how und einer intensiven Begleitung der Patientin oder des Patienten.

Selbsthilfe bei einer posttraumatischen Belastungsstörung

So helfen sich Betroffene & ihre Angehörigen nach einem traumatischen Ereignis in der Selbstversorgung

  • Bringen Sie sich und Ihre Angehörigen in Sicherheit, um grundlegend mit dem Heilungsprozess beginnen zu können. Bei einer anhaltenden Krise können Sie sich an Fachpersonen richten.
  • Achten Sie auf Ihr körperliches Wohlergehen, indem Sie ausreichend schlafen und sich bewegen. Auch Ausdauersport hat sich als hilfreich erwiesen. Die richtige Ernährung spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle.
  • Versuchen Sie, Ihrem gewohnten Alltag weiter nachzugehen und weiterhin Ihre Hobbys zu genießen. Durch das traumatische Ereignis ausgelöstes Vermeidungsverhalten sollte bestenfalls (ggf. mit professioneller Hilfe) beendet werden.
  • Versuchen Sie, soziale Kontakte zu pflegen. Trotz eventueller Gereiztheit oder emotionaler Taubheit erlaubt Ihnen dies, hin und wieder eine freundliche Geste gegenüber einem geliebten Mitmenschen zu zeigen. Das kann auch Ihnen selbst ein gutes Gefühl geben.
  • Integrieren Sie ruhige Momente der Achtsamkeit, aber auch lustige und ablenkende Aktivitäten in Ihren Tag.

Professionelle Therapie der akuten Belastungsreaktion & PTBS

Psychotherapie: persönliche Gespräche & Exposition
Die psychotherapeutische Behandlung ist das Mittel der Wahl zur Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen. Dabei geht es um die Aktivierung von Ressourcen, die Reduktion belastender Symptome und die sogenannte Exposition. Das bedeutet, dass therapeutisch begleitet Situationen aufgesucht oder Inhalte besprochen werden, die ansonsten vermieden werden. Hier kommen verschiedene Techniken zum Einsatz, um Angst zu reduzieren und traumatische Gedächtnisinhalte zu ordnen. Wichtig sind eine gute Vor- und Nachbereitung sowie eine empathische Grundhaltung. Auch Entspannungsübungen sind hilfreich.

Bei der stationären Behandlung kommen auch Ergotherapie, Kunsttherapie, Musiktherapie und Bewegungstherapie zum Einsatz.

Überlebensschuld nach einem traumatischen Ereignis
Sehr schwerwiegende Ereignisse mit Todesopfern können bei den Überlebenden starke Schuldgefühle auslösen: Sie selbst haben überlebt, während andere verstorben sind, ohne dass sie diesen Menschen helfen konnten. Häufig denken Betroffene kritisch über sich selbst nach und handeln dementsprechend. Sie blicken mit einer strafenden Sichtweise auf ihre Person. In einem solchen Fall sollte die Psychotherapie speziell auf diese negative Selbsteinstellung aufgrund der traumatischen Situation eingehen.

Posttraumatische Belastungsstörung: Medikamente
Die medikamentöse Behandlung der PTBS ist nicht Mittel der ersten Wahl und sollte immer in ein psychotherapeutisches Gesamtkonzept eingebettet werden. Es gibt Hinweise, dass Antidepressiva, z. B. sogenannte SSRI (selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) oder SSNRI, hierbei einen positiven Effekt haben können.

​​​​​​​Wir begleiten Sie gerne bei der Diagnosestellung und beraten Sie zu sinnvollen Behandlungsmethoden. Die einfühlsamen Ärztinnen und Ärzte der Schön Klinik Gruppe unterstützen Sie zielführend mit einer auf Ihre Symptome abgestimmten Therapie.
 

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