Behandlung der eigentlichen Niereninsuffizienz und ihrer Folge-Erkrankungen
Neben der Niereninsuffizienztherapie legen wir ein besonderes Augenmerk auf die konsequente Behandlung ihrer Folgeerkrankungen. Viele Nierenfunktionen lassen sich durch gezielte Therapien unterstützen oder sogar ersetzen. Beispielsweise wird die Blutbildung durch das Hormon Erythropoietin (kurz: Epo) und der Knochenstoffwechsel teilweise durch Vitamin D reguliert. In den Schön Kliniken zeigen wir Ihnen auch, wie Sie Ihre Ernährungsgewohnheiten an Ihre persönliche Stoffwechselsituation anpassen können.
Niereninsuffizienztherapie: Dialyse
Bei einem Nierenversagen kann die Nierenfunktion durch die sogenannte Dialyse ersetzt werden. Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten: die Hämodialyse, im Volksmund auch „Blutwäsche“ genannt, und die Peritoneal- oder Bauchfelldialyse. Die Dialysetechnik wurde in den letzten Jahrzehnten permanent verfeinert. Sie rettet vielen Betroffenen das Leben und ermöglicht ein relativ komfortables Leben.
Hauptaufgaben der Dialyse sind die Entfernung der Stoffwechselabbauprodukte, die Kontrolle der Blutsalze und die Regulation des Wasserhaushalts. Welches Verfahren angewendet wird, hängt von mehreren Faktoren ab. Neben den medizinischen Voraussetzungen spielen auch persönliche Lebensumstände und Wünsche eine wichtige Rolle. In den Schön Kliniken legen wir großen Wert darauf, Sie vor dem Beginn einer Dialysetherapie umfassend über alle Nierenersatzverfahren sowie mögliche Vor- und Nachteile aufzuklären.
Hämodialyse („Blutwäsche“)
Über ein Dialysegerät wird das Blut von Giftstoffen und überschüssigem Wasser befreit. Die Blutsalze werden ausgeglichen. Zur Durchführung der Dialyse ist ein Gefäßzugang nötig, der meist am Arm hergestellt wird. Die Hämodialysetherapie wird in der Regel in einer Dialysepraxis durchgeführt. Dazu kommen Sie mindestens dreimal pro Woche für jeweils vier Stunden an das Dialysegerät. Bei geeigneten Voraussetzungen kann die Hämodialyse auch zu Hause durchgeführt werden (Heim-Hämodialyse).
Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse)
Bei diesem Verfahren wird mehrmals täglich frische Dialyseflüssigkeit in die Bauchhöhle geleitet und beim nächsten Wechsel wieder abgelassen. So werden Giftstoffe und überschüssiges Wasser entfernt. Für diese Behandlungsform ist ein dauerhafter Katheter über die Bauchdecke erforderlich. Unsere Chirurginnen und Chirurgen in den Schön Kliniken haben große Erfahrung bei diesem Eingriff.
Durch ihre tägliche Anwendung gilt die Peritonealdialyse als kreislaufschonender. Zudem ermöglicht sie große Eigenständigkeit, weil sie problemlos zu Hause durchgeführt werden kann. Ergänzend kann sie durch ein Dialysegerät unterstützt werden.