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Analfistel – unsere Behandlung

Wir lindern Ihre Symptome und Schmerzen
Analfisteln sind röhrenförmige, entzündete Verbindungen zwischen Drüsen am Ende des Verdauungstraktes und der Haut um den After. Meist machen sie sich durch einen Analabszess (Eiteransammlung) bemerkbar, der eine Folge der Analfisteln ist und mit großen Schmerzen einhergeht. Die Analfisteln selbst bereiten wenig Schmerzen. Die einzige Therapieoption bei Analfisteln ist eine OP, um eine Sekretion zu beheben und die Zerstörung des Schließmuskels zu verhindern.

Unsere zertifizierten Proktologen in der Allgemein- und Viszeral-Chirurgie der Schön Klinik Düsseldorf haben langjährige, umfangreiche Erfahrung in der Behandlung von Analfisteln und verfügen über verschiedene, moderne OP-Methoden. Die Auswahl der OP-Methode richtet sich danach, wie die Analfistel durch den Schließmuskel zieht. Wenn möglich, wenden wir schonende OP-Techniken an, auch mit Laserverfahren. Diese ermöglichen eine zügige ambulante Nachbehandlung von Analfisteln, meist sind Sie nur für ein bis zwei Nächte stationär im Krankenhaus.

Sie können sich sicher sein, dass unsere Spezialisten Sie bei diesem sehr komplexen Krankheitsbild einfühlsam und in vertrauensvollem Rahmen untersuchen, beraten und behandeln.

Fachlich geprüft von Dr. Katja Staade

Älterer Mann kniet schmerzfrei mit Rucksack in der Natur und lacht mit Enkel

Analfistelbehandlung

Analfisteln werden immer chirurgisch, also durch eine Operation, therapiert. Die Chirurginnen und Chirurgen der Schön Kliniken verfügen über umfangreiche klinische Erfahrung und wissenschaftliche Kompetenz bei verschiedenen Operationsmethoden zur Behandlung von Analfisteln. Wo immer möglich, werden schonende Operationsverfahren angewendet, die eine zügigere Nachbehandlung ermöglichen. Eine besondere Expertise bei der Behandlung von Analfisteln besitzen die Schön Kliniken bei aufwendigen Rekonstruktionen der inneren Darmwand zum Fistelverschluss unter Erhalt des Schließmuskelsystems.

Operative Behandlungsmethoden

Grundsätzliche Ziele der operativen Therapie sind, die Analfistel beziehungsweise den Abszess zu eröffnen, den Sekretabfluss sicherzustellen und dadurch die Schmerzen zu beseitigen. In manchen Fällen kann beim Ersteingriff der Verlauf einer Fistel mit einer Knopfsonde abgeklärt werden. Nur bei sehr weit unten gelegenen Analfisteln gelingt beim Ersteingriff die definitive Sanierung. Alle anderen Befunde, bei denen eine weitergehende Maßnahme zu einer Beeinträchtigung der Kontinenzleistung führen könnte, werden beim Ersteingriff oder auch später häufig zunächst mit einer sogenannten Fadendrainage versorgt (Seton-Technik). Die Umgebungsreaktion kann so ungestört abklingen, um die Fadendrainage selbst (meist ein Kunststoffzügel) bildet sich eine bindegewebige Narbe beziehungsweise Fistel.

Definitive Therapie

Bei der definitiven Therapie kommen folgende an die jeweilige anatomische Situation angepasste Operationsverfahren zum Einsatz. Ziel dabei ist immer, das gesamte Fistelgewebe zu entfernen und den Schließmuskelapparat nur so wenig wie möglich zu schädigen.

Die Fistulotomie (Lay-open-Technik, Spaltmethode) ist ganz weit unten gelegenen Fisteln vorbehalten. Dabei werden das Fistelgewebe und die Muskulatur gespalten. Höchstens die untere Hälfte des inneren Schließmuskels sollte davon betroffen sein. Die Rückfallraten liegen unter zehn Prozent. Kontinenzstörungen sind allenfalls gering und passager.
Höher gelegene Analfisteln werden mit zwei unterschiedlichen Operationstechniken therapiert:

Entweder werden sie mikrochirurgisch entfernt, die innere Fistelöffnung wird vernäht und mit einem lokalen Verschiebelappen aus der Enddarmwand gedeckt (Flap-Technik). Eine unmittelbare Nahtundichtigkeit tritt in bis zu zehn Prozent der Fälle auf, die Rückfallraten werden zwischen fünf und 30 Prozent angegeben. Diskrete Kontinenzstörungen sind in bis zu 40 Prozent zu erwarten, höhergradige jedoch nur in Einzelfällen.

Oder es wird ‒ alternativ ‒ die Schließmuskulatur über der Fistel durchtrennt, das Fistelgewebe komplett entfernt und die Muskulatur primär rekonstruiert.
Fisteln können in bestimmten Fällen mit Fibrinkleber oder einem konisch geformten Implantat aus natürlichem Gewebe verschlossen werden. Nachteilig ist hier aber die hohe Rezidivrate.
Sonderformen sind rektovaginale beziehungsweise anovaginale Analfisteln, also Fisteln zwischen dem Enddarm oder dem Analkanal und der Scheide. Wegen ihrer besonderen anatomischen Lage sind hier meist plastische Operationsverfahren erforderlich. Die Rückfallraten sind deutlich höher.

Sekundäre Fisteln bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) sind häufig komplexe Fistelsysteme, die eine hohe Rückfallquote haben und deswegen oft mit Fadendrainagen versorgt werden.

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